Lauffener Agenda Jugend und Gesamtelternbeirat initiieren spannenden Vortrag zu aktuellem Thema
Am Donnerstag, 24. Mai, spricht Michael Fritz als Leiter des Transfer-Zentrums für Neurowissenschaften um 19. 30 Uhr in der Stadthalle Lauffen a. N. über das Lernen als Tätigkeit unter dem Titel „Selbstständig lernen – Gehirnforschung und Schule“.
„Die neue Landesregierung will mit ihrer Politik die Bürgerinnen und Bürger ermutigen, den Bildungsaufbruch in Baden-Württemberg aktiv mitzugestalten: Mitsprache, Engagement und Verantwortung aller Beteiligten sind die Grundlagen einer Schule, die von unten wächst, niemanden zurücklässt und jede Schülerin und jeden Schüler optimal fördert“, so Kultusministerin G. Warminski-Leitheußer im Oktober 2011.
Im Zusammenwirken mit Stadtverwaltung und Gemeinderat haben die Lauffener Schulen begonnen, sich gemeinsam in diesem Sinne weiterzuentwickeln. Dies geschah auch vor dem Hintergrund einer freien Schulwahl durch die Eltern nach der Grundschule und der Möglichkeit, als zusätzliche Schulart Gemeinschaftsschulen einzurichten.
Im Oktober und November 2011 und zuletzt am 30. Januar 2012 trafen sich Vertreter der Lehrerschaft, der Eltern, des Gemeinderats und der Stadtverwaltung mit Unterstützung des Schulamts, um Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu diskutieren, Ziele und Arbeitsaufträge für einzelne Arbeitsgruppen festzulegen und den weiteren Entwicklungsprozess zu strukturieren. Dabei wurde deutlich, dass großes Interesse besteht, mehr über gelingende Schulmodelle zu erfahren.
In der Reihe „Lauffen will es wissen“ wird deshalb auf Anregung der Agenda Jugend und des Lauffener Gesamtelternbeirats nun mit Michael Fritz ein Bildungsexperte zu dem Thema referieren. Gemeinsam mit Prof. Manfred Spitzer gründete Michael Fritz im Jahr 2004 das Transfer-Zentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm. Der Lehrer und ehemalige Rektor an Grund- und Hauptschulen ist dessen Geschäftsführer und versteht sich als „Praktiker in der Lernforschung“. Am ZNL beschäftigt er sich vor allem mit Schulentwicklungsvorhaben wie dem "Bildungshaus 3 – 10“.
Für Fritz ist Lernen ist eine Tätigkeit. Es erfolgt aktiv und individuell. Pädagogische Fachkräfte in Kindergärten und Schulen haben deswegen (mindestens) drei Aufgaben: sie sind fachkompetent, können Lerner in ihrer Auseinandersetzung mit der Welt begleiten und – ganz wichtig – Beziehungen gestalten. Gute Pädagogen in erfolgreichen Bildungseinrichtungen wissen und machen das schon immer. Die neurowissenschaftlich fundierte Lernforschung kann ihr Handeln mit Zahlen, Daten und Fakten belegen. Michael Fritz wird ganz sicher keinen trockenen Vortrag halten, kleine Experimente machen seinen Zuhörern das Lernen leichter.
Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro an der Abendkasse. Ein Kartenvorverkauf findet nicht statt. Der Vortrag steht allen Interessierten offen.
Bildunterschrift:
Experte Michael Fritz informiert in Zeiten des Bildungsumbruch zum Thema Lernen. (Foto: Privat)