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Aktuelle Nachrichten | Ebert, Ulrike | 06.02.2017 – 31.03.2017

Hintergrund - Trinkwasserversorgung der Stadt Lauffen a.N.

Der Nitratwert – Die EU hat wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser Klage gegen Deutschland eingereich

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Laut eines Artikels der Heilbronner Stimme vom 16. November 2016 fällt innerhalb Baden-Württembergs insbesondere der Landkreis Heilbronn wegen hoher Nitratbelastung im Grundwasser auf.

 

Nitratbelastung Grundwasser

 

Um eventuellen Befürchtungen zu begegnen, ist es zunächst einmal wichtig die Systematik der Trinkwasserarchitektur der Stadt Lauffen a.N. zu kennen. Diese ruht auf mehreren Säulen. Das ist zum einen die Versorgung mit Eigenwasser. Dieses Wasser steht der Stadt Lauffen a.N. direkt aus örtlichen Brunnenanlagen zur Verfügung. Es speist sich aus mehreren Quellen: der Brunnen Brühl, der Brunnen Hausen und der Zementwerkbrunnen.  Die Leistung der jeweiligen Brunnen beträgt im Brühl 960 m³/Tag, in Hausen 600 m³/Tag und im Zementwerkbrunnen 1080 m³/Tag. Zum Vergleich: der durchschnittliche, tägliche Wasserverbrauch beträgt 1920 m³/Tag. Die Trinkwasserversorgung wäre also allein durch Eigenwasser mehr als sichergestellt. Dabei stellt dieses Eigenwasser aber eine reine Notfallreserve dar, die zum Tragen kommt, wenn die eigentliche Wasserversorgung kurzzeitig ausfallen würde oder dauerhaft unterbrochen sein sollte. Dennoch finden selbstverständlich regelmäßig auch Überprüfungen der Trinktauglichkeit des Eigenwassers statt, unter besonderer Berücksichtigung des Nitratwertes. Wie der Grafik entnommen werden kann, liegt der Nitratwert des Brunnen Brühl weit unter den vorgeschriebenen 50 mg/l und fördert insgesamt ein hervorragendes Trinkwasser zu Tage.

 

Nicht nur der Nitratwert ist entscheidend. Auch der Härtegrad entscheidet über die Qualität des Trinkwassers. Darum ist die zweite Säule der Wasserversorgung von Lauffen  auch die im Regelfall entscheidendere. Bei dem Wasser, das tagtäglich aus Ihren Leitungen kommt, sei es für den Haushalt oder zum Verzehr, handelt es sich um 100 Prozent Bodenseewasser  und ist mit nur 1,6 Millimol Caliumcarbonat pro Liter von hervorragender Qualität, was viele Vorteile hat; unter anderem eine Geschmacksverbesserung, reduzierte Kalkablagerungen, höhere Lebenserwartung technischer Geräte wie der Waschmaschine oder ein geringeres Risiko der Verkeimung. Mit einem Härtegrad von 9 Grad, liegt es im mittleren Härtegrad und ist bei einem Anteil von nur 4,2 mg/l Nitrat sogar für Säuglinge geeignet. Der Bodensee versorgt mit seinem Wasser große Teile Baden-Württembergs, bis in die nördlichsten Gebiete, mithilfe von 1700 km Leitungen. In vielen Gemeinden wird das Bodenseewasser mit Eigenwasser vermischt. In Lauffen a.N. hat man sich zu Gunsten der besseren Wasserqualität dagegen entschieden. Das örtliche Wasserleitungsnetz wird von der Stadtwerke Lauffen a.N. GmbH betrieben und steht als 100 prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Lauffen a.N. somit direkt unter der Kontrolle der Stadtverwaltung.

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