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Virtueller Lauffener Bote

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Aktuelle Nachrichten | Ebert, Ulrike | 14.02.2017 – 23.04.2017

Ausstellung „Demensch“ im Museum im Klosterhof vom 5. März bis 23. April

Demenz – Angebote und Unterstützung in Lauffen a.N.

Demensch Ausstellung Demenz Peter Graymann

Von Sonntag, 5. März bis Sonntag, 23. April zeigt das Museum im Klosterhof eine Ausstellung mit Cartoons von Peter Gaymann zum Thema Demenz. Es gibt niemanden, der die Hühner-Cartoons von dem Künstler nicht kennt. Das Huhn und viele andere Tiere machen seine Cartoons zu schmunzelreichen Wiedererkennungsgeschichten für das vertrackt Menschliche. In dieser Ausstellung widmet sich der Cartoonist einem wichtigen Thema unserer Gesellschaft. Er zeichnet munter und mitfühlend die Mühe nach, die es kostet, sich in einem durch Demenz veränderten Leben zu behaupten.

 

Doch welche Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Demenzkranke und deren Angehörige in Lauffen a.N.?

 

Demenz in Deutschland

In Deutschland sind etwa 1,6 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Die meisten sind 85 Jahre und älter. Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen nimmt mit dem Lebensalter zu: sind in der Altersgruppe von 70 bis 74 Jahre noch unter 4 % betroffen, so sind es bei den 80 bis 84jährigen bereits mehr als 15 %, bei den über 90jährigen 41 %. In Einzelfällen können auch unter 65jährige an einer Demenz erkranken (im Alter von 45 - 65 Jahre etwa 0,1%). Da die Anzahl der alten Menschen in den nächsten Jahren weiterwachsen wird, ist davon auszugehen, dass die Zahl der Demenzkranken bis zum Jahr 2050 auf rund 3 Millionen steigen wird. Allein in Baden-Württemberg leiden mehr als 184.000 Menschen unter einer demenziellen Erkrankung. Die Allermeisten von ihnen werden oft von Angehörigen in ihrer häuslichen Umgebung betreut.

 

Alternative Wohnform

Selbstbestimmt und würdevoll im Alter leben zu können, eingebunden in ein sorgendes Umfeld und ein gutes Netzwerk von Unterstützern - das wünschen wir uns alle.  Alternative Wohnformen, die der eigenen Häuslichkeit nahe kommen, in denen ein selbstbestimmtes Leben möglich ist, in dem man sich mit Respekt und Würde begegnet - wie in einer Wohngemeinschaft  -  das ist unser Wunsch. Die Lebensqualität, die in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft entsteht, wird nicht nur von den erkrankten Menschen erlebt, sondern auch von den Angehörigen und den Menschen die in der Betreuung und Pflege dort arbeiten. Aus diesem Wunsch heraus ist der Verein Lindenhof e.V. und die Wohngemeinschaft im Lindenhof entstanden. Ziel der Wohngemeinschaft ist ein Leben in familiärer Atmosphäre zu ermöglichen, das Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, größtmögliche Selbstständigkeit bietet und die Menschen in ihren Fähigkeiten unterstützt und fördert.

 

Die Wohngemeinschaft im Lindenhof - zentrumsnah, familiär und in geteilter Verantwortung

Das Konzept der Wohngemeinschaft in geteilter Verantwortung entlastet pflegende Angehörige, so dass sie selbst wieder zum Aufatmen kommen. Sie vertreten jedoch weiterhin die Interessen der Bewohner, können jederzeit vorbeikommen, ein Teil davon sein und mitgestalten. Eine Rund-um-die-Uhr Betreuung (auch nachts), körperbezogene Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung ist gewährleistet. Die Angehörigen der Lindenhof WG haben dafür die Diakoniestation Lauffen beauftragt.

 

Die Wohnung

befindet sich im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, verfügt über acht Einzelzimmer zwischen 14 und 20 m², großzügige Gemeinschaftsräume mit Gemeinschaftsküche, drei Bäder, Hauswirtschaftsraum, Speisekammer, Aufenthaltsmöglichkeit in Hof und Garten. Der Garten mit Rundlaufwegen wurde speziell für dieses Konzept geplant und bietet die Möglichkeit dem Laufdrang und der inneren Unruhe nachzugeben.

 

Lindenhof e.V. Demenz-WG

 

Der Verein "Lindenhof e.V."

Der bisherige Initiativkreis zur Gründung und Unterstützung einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft wurde am 10. Februar 2015 zum gemeinnützigen Verein "Lindenhof e.V.". Der Verein unterstützt, soweit es die Angehörigen wünschen, die WG-Bewohner und Bewohnerinnen, deren Angehörige und Betreuungskräfte durch Rat und Tat. Öffentlichkeitsarbeit, Mithilfe bei Veranstaltungen der Wohngemeinschaft, Netzwerkarbeit, Organisation von Veranstaltungen und Fortbildungen zum Thema Demenz sind einige Facetten der Vereinstätigkeit. Außerdem setzt sich der Verein für die nachhaltige Weiterentwicklung der Wohngemeinschaft ein, initiiert und unterstützt neue Angebote für ältere Menschen, z. B. Tagespflege.

 

Der Verein sucht noch engagierte Menschen, die das Anliegen, die Unterstützung alternativer und selbstbestimmten Wohnform für Menschen mit Demenz mittragen.

 

Lindenhof e.V.

Tania Bayer

demenzwg-lindenhof@live.de           

07133 – 963687

http://www.demenzwg-lindenhof.de

 

IAV Logo Beratungsstelle

 

IAV-Beratungsstelle für ältere, hilfe- und pflegebedürftige Menschen

Was verbirgt sich hinter dem Kürzel IAV?

Im Landkreis Heilbronn gibt es, weitestgehend flächendeckend, zehn Informations-Anlauf- und Vermittlungsstellen, (kurz IAV-Stellen).

 

I- steht für Information:

Die IAV- Stelle informiert z.B. über Unterstützungsmöglichkeiten bei veränderter Lebenssituation im Alter und bei Pflegebedürftigkeit. Sie bietet Auskunft und Beratung zu den Themen Pflege/ Pflegeeinstufung, Grundsicherung im Alter etc. und unterstützt bei der Inanspruchnahme und Beratung von Hilfen. Auch Informationen zur rechtlichen Betreuung, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung erhalten sie bei der IAV- Stelle.

 

A- steht für Anlauf:

Die IAV- Stelle ist eine Anlaufstelle für alle, die eine persönliche Beratung für ihre individuelle Situation suchen, sowohl für Betroffene selbst sowie für deren Angehörige. Wie kann ich meine Selbständigkeit möglichst lange erhalten? Welche Wohnform ist für mich am besten geeignet? Wo finde ich Hilfe und Unterstützung? Auch die Wohnberatung ist u.a. bei der IAV-Stelle angesiedelt. Erfahrene Architekten und die örtliche IAV- Stelle beraten zur individuellen Wohnungsanpassung.

 

V- steht für Vermittlung:

Die IAV- Stelle kann im Bedarfsfall an die zuständigen Dienste und Einrichtungen vermitteln.

 

Was bietet die IAV-Stelle?

Die IAV-Stelle bietet als wohnortnahe Beratungsstelle, für ältere- hilfe- und pflegebedürftige Menschen sowohl Gespräche im Büro, als auch Hausbesuche an. Sie arbeitet trägerübergreifend, unabhängig von der Religionszugehörigkeit und Nationalität und unterliegt der Schweigepflicht. Das Beratungsangebot ist kostenlos, da sich die Kommunen des Einzugsgebietes und der Landkreise an der Finanzierung beteiligen, neutral und verschwiegen..

 

Gerontopsychiatrische Betreuungsgruppen

in Kooperation mit der Diakonie-Sozialstation Lauffen-Neckarwestheim, Nordheim

 

Wir bieten…

…den Pflegenden stundenweise Entlastung und eine kleine planbare Auszeit von der Betreuung und Pflege Ihres an Demenz erkrankten und hilfebedürftigen Angehörigen. Also Zeit für Einkäufe, Besuche, Hobbys, einfach für sich selbst…

…den Kranken die Möglichkeit Gemeinschaft, Freude und Abwechslung vom häuslichen Alltag zu erleben. Je nachdem wie viele Fähigkeiten noch vorhanden sind, erfolgt eine individuelle Förderung und Betreuung.

Unter Angebot beinhaltet neben altersgerechter Gymnastik auch Aktivierungsangebote wie Singen, Spielen, Bewegungs- und Konzentrationsübungen, Gedächtnistraining und jahreszeitlich orientierte Aktivitäten.

 

Termine: Mo. und Do., jeweils 14 bis 17 Uhr

Ort: Gemeindezentrum „Fenster“, Rieslingstraße 18

Kosten: pro Nachmittag 15 €

Fahrdienst: wird für alle kostenlos angeboten

 

Für weitere Informationen steht Ihnen Ihre IAV- Stelle Lauffen-Neckarwestheim-Nordheim gerne zur Verfügung.

Brigitte Gröninger, Dipl.-Sozialpädagogin (BA)

Rieslingstraße 18

Tel 07133-985825

iav@kirche-lauffen.de

Sprechzeiten: Mo. und Do., 9-11 Uhr, Termine nach Vereinbarung

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