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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 17.04.2018 – 30.05.2018

PUR-Sänger Hartmut Engler als „Weingenießer des Jahres“ ausgezeichnet – EU-Kommissar Günther Oettinger zeigt „größten Respekt“ vor Englers Lebenswerk

Logo Lauffener Weingärtner

 

 

Der Sänger der Pop-Gruppe PUR, Hartmut Engler, ist am Samstag (14. April 2018) von den Lauffener Weingärtnern als vierter „Weingenießer des Jahres“ in Deutschland ausgezeichnet worden. Er fühle sich sehr geehrt, zumal ihm Wein „sehr schmecke“, reagierte der 56 Jahre alte Musiker aus Bietigheim-Bissingen auf diese Auszeichnung. Er genieße sein Innenleben, „darüber schreibe ich Text“, erklärte der Sänger. Er versuche auch ehrlich zu sein, wenn es Probleme gebe.

 

 

 

Engler Weingenießer 2018

 

Nach seiner jüngsten Heilfastenkur habe er seit zehn Tagen viel gegessen, um möglichst viel Gewicht aufzubauen, berichtete Engler. Hintergrund der verstärkten Essenszufuhr: Der „Weingenießer“ wird in Lauffener Wein aufgewogen, mit seinen 93 kg auf der Waage konnte der PUR-Frontman letztlich mehr als 80 Flaschen als „Preis“ entgegennehmen. Promotermine finde er bisweilen ätzend, gab Engler zu, aber „diesen heute finde ich lustig und richtig gut“. Er passe perfekt zur Achterbahnfahrt des Lebens.    Dies lag nicht zuletzt an den Beiträgen von Englers Vorgängern als „Weingenießer des Jahres“, an EU-Haushalts-kommissar Günther Oettinger (2015) und Kabarettist Christoph Sonntag (2017). Berlinale-Chef Dieter Kosslick (2016) hatte aus terminlichen Gründen absagen müssen. Günther Oettinger würdigte die „nachdenkenswerten und lebensnahen Texte“ des PUR-Front-mannes. „Dies sind Emotionen und Geschichten, die man selbst erlebt, nicht nur wenn ich an das graue Haar oder das Abenteuerland denke. Hartmut hat immer das wahre Leben beschrieben“, erklärte der EU-Kommissar. Er habe „größten Respekt“ vor Englers Lebenswerk („der Kerle macht Musik seit er 13 ist“) und bewundere ihn, dass er mit seinen Songs 60 000 Zuhörer in Arenen habe. „Ich habe anfangs vor 6, dann vor 60 Leuten gesprochen und heute vielleicht vor 600“, stellte Günther Oettinger fest. Hartmut Engler konterte prompt: „Du singst auch schlechter als ich.“

 

Auch Christoph Sonntag freute sich in seiner Laudatio auf seinen Freund Hartmut zunächst über die „fröhliche Stimmung, nach den schlimmen Ereignissen der Nacht in Syrien“ und lobte dann die realitätsbezogenen Songs der Band. PUR und Engler seien „ein Familiengeschäft“, die von Hartmut geschriebenen Texte menschlich und aus dem wahren Leben gegriffen. Hartmut und er seien gute Freunde und absolute Weingenießer: „Wir trinken beide gerne Wein.“  Christoph Sonntag würdigte auch Englers Engagement in der SWR-Herzenssache und seine natürliche, bodenständige Art. Auch mit Problemen gehe er normal um. Zum Geburtstag des Musikers am 24. November beschrieb der Kabarettist mehrere Ereignisse, die an diesem Tag in der Vergangenheit geschehen waren. Fast wehmütig stellte der Kabarettist fest, dass er 2017 in insgesamt 66 Flaschen Wein aufgewogen wurde, Hartmut aber sicher einiges mehr auf die Waage bringe.

Hartmut Engler, der direkt aus Berlin angereist war, ließ es sich nicht nehmen, einige kritische Worte zur Echo-Verleihung loszuwerden. Dort seien Sachen passiert, die für die Musikszene nicht fein gewesen seien. „Wir stehen immer für political correctness“, konstatierte er und fügte an: PUR habe den Erfolg geschafft, ohne Leute zu beleidigen. Deshalb sei er „negativ berührt  von dem, was bei der Echo-Verleihung passiert ist“.

Weingenießer 2018

Zuvor hatte Dietrich Rembold, der Vorstandsvorsitzende der Lauffener Weingärtner eG, die zahlreichen Gäste der Ehrung und die Preisträger begrüßt. Hartmut Engler sei bekennender Weingenießer, der Weiß- und Rotweine, gerne auch aus der Region, trinke und schätze. Deshalb passe er hervorragend in die Liste der Weingenießer. Lauffens Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger schlug eine Brücke zwischen dem in Lauffen geborenen Lyriker Friedrich Hölderlin und Hartmut Engler, der die Texte Hölderlins als ehemaliger Lehramtsstudent „gut kennt“ und sich auch bisweilen davon inspirieren lässt. Angesichts des großen Erfolgs und der Popularität des PUR-Musikers meinte der Kommunalpolitiker (gleicher Jahrgang wie Engler) augenzwinkernd: „Ich hätte Popstar werden sollen.“

 

 

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