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Aktuelle Nachrichten | Keßler, Bettina | 12.06.2018

Schwäbische Comedians geben zum Albvereinsjubiläum Vollgas

Bernd Kohlhepp und Die FÜENF sorgten beim 125. Geburtstag in der Stadthalle für beste Stimmung

Logo bühne frei 2016

 

DIE FÜENF beim 125jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins (Foto: Uwe Deecke, 9.6.18)

 

Ein ganzes Wochenende war der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Lauffen, in Feierstimmung. Zum 125jährigen Jubiläum traten als Höhepunkt am Samstagabend Bernd Kohlhepp alias Herr Hämmerle und die A-Capella-Artisten von Füenf in der vollen Stadthalle im Rahmen des städtischen Kulturprogramms "bühne frei..." auf.

 

Das große Unwetter war knapp an Lauffen vorbei geschrammt, und alles konnte pünktlich beginnen am Samstagabend. Der Vorsitzende Thomas Grau begrüßte die rund 300 Gäste, die zum Jubiläum gekommen waren, und kündigte ein hochkarätiges Programm an. Bernd Kohlhepp alias Herr Hämmerle ist ein Stimmungsgarant und brauchte nur wenige Minuten, um die Laune nach oben zu bringen: „Albverein und Lauffen, das passt wunderbar zusammen - auch wenn die Alb ganz schön weit weg ist."„Sind noch Gründungsmitglieder da?“, fragte er dann noch schelmisch in Richtung Festpublikum. Es waren aber auch zahlreiche Gäste außerhalb des Vereins da, und manche davon auch in der ersten Reihe. Sie wurden natürlich ein Teil des Programms des schwäbischen Comedians, der gleich Vollgas gab. Das schwäbische Urgestein ist großartig darin, sein Publikum nett und hinterhältig einzubinden, und als schwäbischer Conferencier ist er einfach eine Wucht.

 

Herr Hämmerle alias Bernd Kohlhepp (Foto: Uwe Deecke, 9.6.18)Mit vielen Künstlern tritt Kohlhepp zusammen auf, und diesmal war es die A-Capella-Gruppe Die Füenf, die zeigten, was stimmlich alles möglich ist. Ihr „Ernährungsmedley“ machte den Anfang, ein wilder Ritt durch bekannte Songs, die ohne Instrumente und mit unterhaltsamen Texten daher kommen. Dabei darf es schon mal albern werden, wenn die fünf Sänger in die Hitkiste greifen und jeden ihrer Songs mit einer passenden Choreografie ausstatten. Man verzeiht ihnen manchen Blödsinn und das Publikum ist auch gerne mit dabei, wenn es ums Mitsingen geht. Zu Wolle Kriwanek haben sie bereits ein eigenes Programm geschrieben, aus dem hier auch manche Songs präsentiert wurden. „Schwäbische Folklore“ nennen sie es, und viele der Gäste fühlten sich dabei an früher erinnert.

 

Herr Hämmerle, der für diesen Abend extra aus Bempflingen angereist ist, kann anschließend das Schwäbisch von Kriwanek übergangslos fortführen. Und berichtet von seinen Nachbarn in der Bempflinger Provinz, denen er seit Jahren treu bleibt: Frau Schwerdtfeger oder der Nachbar Hambacher, von dem er sich das Werkzeug leiht, bevor er es überhaupt braucht. Mit viel Witz und Hintersinn kümmert er sich um seine Nebenrollen, die die schwäbische Welt des Schlawiners Hämmerle prägen. Dass er auch hervorragend singen und performen kann, zeigt Kohlhepp nicht nur in seinen Elvis-Songs, die er zum musikalischen Playback auf der Bühne singt. Witzig ist nach wie vor seine schwäbische Adaption von „Sex Bomb“, das bei ihm zum Möbel-Aufbau-Song „Dreggsglomb“ wird.

 

Anschließend boten die Füenf zusammen mit Hämmerle einen speziell für die Veranstaltung arrangierten Albervereins-Song und machten die Halle zum dreistimmigen Chor, in Erinnerung an den verstorbenen Wolle Kriwanek. Das Publikum war voll dabei, wenn „Reg I di uff“ so zur Mitmachnummer wurde.

 

Text und Fotos:  Uwe Deecke

 

Bildunterschriften:

Abb. 1: Die gut aufgelegten FÜENF begeisterten nicht nur mit ihrem Megahit "Mir im Süden", sondern brachten den ganzen Saal zum Mitsingen ihrer absurd-komischen Songs.

Abb. 2: Der Vollblutentertainer Bernd Kohlhepp alias Herr Hämmerle hatte den Saal schon nach wenigen Augenblicken fest im Griff.

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