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Aktuelle Nachrichten | Keßler, Bettina | 11.09.2018

Erweiterung des historischen Stadtrundgangs eingeweiht

Lauffener Heimatverein finanziert anlässlich runden Jubiläums die Neubeschilderung von 25 Gebäuden

Erweiterung Historische Stadtbeschilderung, Einweihung (Foto: M. Keßler)

 

Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, der hat sie sicher schon entdeckt: An einigen historischen Gebäuden der Stadt kann man seit Ende August neue Tafeln entdecken, die über die lange und spannende Geschichte dieser historischen Bauwerke informieren. Am vergangenen Samstag wurden die Tafeln am Alten Heilbronner Tor feierlich eingeweiht.

 

Moderne Beschilderungssysteme

Bereits seit 2004 gibt es in Lauffen a.N. ein modernes Beschilderungssystem für die historischen Gebäude. Entwickelt worden war dies vom damaligen Stadtbaumeister Bernd Gammerl, der sich damals für die gebäudeschonende, aber aufwändige Beschilderung mit frei stehenden Stelen entschied. Über die Jahre bis 2016 wurde diese Beschilderung durchgeführt und brachte so etwa die Regiswindiskirche, die Rathausburg oder das Kriegerdenkmal im Rathaushof den Bürgern und Besuchern der Stadt näher.

 

Neben den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt verfügt Lauffen a.N. aber noch über eine ganze Vielzahl an weiteren archtektonischen und historischen Kleinoden, die spannende Geschichten erzählen und einen Blick in die reiche Geschichte der Stadt ermöglichen. Mit der Fertigstellung des 2014 veröffentlichten archäologischen Stadtkatasters wurde erstmals eindrucksvoll sichtbar, wie groß diese Fundgrube tatsächlich ist.

 

Aktuelle Erweiterung

Daher beschloss der heutige Lauffener Stadtbaumeister, Helge Spieth, 2015/16 gemeinsam mit Kultur- und Tourismusreferentin Bettina Keßler und basierend auf der fachlichen Expertise von Stadtarchivar und Historiker Dr. Norbert Hofmann die historische Beschilderung nochmals deutlich mit einem relativ einfachen, schlichten, aber eleganten Beschilderungssystem mit direkt an den Gebäuden angebrachten Alutafeln zu erweitern.

 

Die Tafeln informieren dabei u. a. über die frühere Nutzung der Bauwerke, über ehemalige Eigentümer, die Bedeutung für die Stadtgemeinschaft, die Entstehung von Benennungen oder auch über architektonische Besonderheiten. Für die Macher der 25 Tafeln war es gar nicht einfach aus der Fülle der von Stadtarchivar Dr. Hofmann bereitgestellten Informationen und interessanten Details eine knappe Auswahl zu treffen. Diese Auswahl dann nochmals lesefreundlich aufzubereiten war die Aufgabe der Tourismusabteilung, die zudem eine Übersetzung - zunächst einmal ins Englische (auf den Schildern) und ins Französische (auf der Website www.lauffen.de) initiierte und überwachte. Gestaltet wurden die eleganten zweisprachigen und mit einem QR-Code ausgestatteten Schilder von der Firma face design von Grafiker Götz Schwarzkopf.

 

Spannende Texte für internationale Besucher

Im Laufe der Zeit sollen - über die städtische Website www.lauffen.de - noch weitere Sprachen dazu kommen und auch die Benutzung des historischen Stadtrundgangs mit dem Smartphone wird gerade ebenfalls noch weiter optimiert.

 

Das Ziel der Macher und Unterstützer der Beschilderungsaktion ist klar: Die neuen Tafeln sollen sowohl für die Einwohner von Lauffen, aber auch für die immer zahlreicher werdenden Gäste der Stadt einen einfachen Zugang zur Stadtgeschichte ermöglichen und gleichzeitig den eindrucksvollen historischen Gebäudebestand in Wert zu setzen. Zwar wurde auch das Angebot an Gästeführungen in den letzten Jahren immer umfangreicher, aber dank der Beschilderung ist Lauffen a.N. nun auch für einen individuellen Besuch zu jeder Tages- und Jahreszeit bestens gerüstet.

 

Dank an Gebäudeeigentümer und den Lauffener Heimatverein

Das Projekt, das erst durch die Unterstützung des Lauffener Gemeinderats entwickelt werden konnte, wurde nun noch durch eine großzügige Spende des Lauffener Heimatvereins finanziell ermöglicht. Bei seiner kleinen Ansprache dankte Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger daher auch besonders dem Lauffener Heimatverein, vertreten durch den Vorsitzenden Jürgen Reiner, für seine großzügige Spende. Jürgen Reiner drückte seinerseits die Freude darüber aus, dass der Heimatverein kurz vor seinem 50. Jubiläum die Gelegenheit hat, durch die Unterstützung dieses Projekts eines seiner Gründungsprinzipien mit Leben zu erfüllen: "Die Schönheiten und historischen Zeugnisse der Stadt Lauffen a.N. sowohl Einheimischen als auch Touristen näher zu bringen". Gleichzeitig lud der Vorsitzende die Gäste der Einweihungsfeier - Gebäudeeigentümer, Gemeinderat und Lauffener Gästeführer - schon herzlich zum geplanten Festabend anlässlich 50 Jahre Heimatverein am 18. Mai 2019 ein. Bürgermeister Waldenberger bedankte sich zudem noch herzlich bei den Gebäudeeigentümern für die freundliche Genehmigung, die Infotafeln an ihren Gebäuden anbringen zu dürfen - auch dies eine unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen des Projekts.

 

Sanierung Schenkelmauer Stadtmauer (Foto: K.-P. Waldenberger, 8.9.2018)

 

Blick in die Zukunft

Das Stadtbauamt plant die historische Stadtbeschilderung in den nächsten Jahren noch durch weitere Gebäudetafeln zu vervollständigen. Wenn auch Sie ein historisches Gebäude für besonders wichtig oder seine Geschichte für besonders spannend und erzählenswert halten, können Sie gerne dazu auch Vorschläge beim Stadtbauamt unter spiethh@lauffen-a-n.de oder Tel. 106-36 einbringen.

 

Bildunterschrift:

Abb.1: Sie freuten sich über den Abschluss eines gelungenen kulturhistorisch-touristischen Projekts: Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Reiner, Kultur- und Tourismusreferentin Bettina Keßler und Stadtarchivar Dr. Norbert Hofmann (v.l.n.r.). Es fehlt auf dem Foto Stadtbaumeister Helge Spieth. (Foto: M. Keßler)

Abb. 2: Im Rahmen der Eröffnung bestand auch die Möglichkeit, die aktuelle Baustelle zur aufwändigen Sanierung der Schenkelmauer zu besichtigen, was von den Gästen gerne wahrgenommen wurde. (Foto: Stadt Lauffen)

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