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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 01.10.2018 – 12.10.2018

Filmklub zeigt am 12. Oktober "Passengers"

Aula Hölderiln-Gymnasium, 20 Uhr, Karten zu 2 Euro (BBL) zw. 2,50 Euro (Abendkasse)

Filmklub Logo

 

Der Filmklub im Hölderlin-Gymnasium zeigt am Freitag, den 12. Oktober um 20 Uhr „Passengers“, einen der ungewöhnlichsten und aus der Masse der Produktionen der letzten Jahre herausragenden Filme. Regisseur Morten Tyldum („Imitation Game“) nutzt hier das Genre des Science-Fiction-Films, um ein zutiefst menschliches Drama um Einsamkeit und Schuld darzustellen.

Passengers Filmklub

Das riesige Raumschiff „Avalon“ befindet sich mit seinen 5.260 Passagieren, die sich im Tiefschlaf befinden, auf einer 120 Jahre langen Reise durch das All zu einem zu besiedelnden Exoplaneten namens „Homestead II“. Aufgrund eines technischen Defektes erwacht James Preston (Chris Pratt) viel zu früh, bereits 90 Jahre vor Ankunft am Ziel. Vor dem Hintergrund des kalten technischen Komforts, den das perfekt ausgerüstete Raumschiff bietet, entwickelt sich aus seiner zunehmenden Gewissheit, dass er das Ziel der Reise wohl nie erleben wird, ein Drama der Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit, das in einem Sündenfall mündet. So gesellt sich zu Prestons auswegloser Situation ein sein Gewissen belastendes Geheimnis – das irgendwann zwangsläufig gelüftet wird.

 

Diese dramaturgische Konstruktion ist so schlicht wie zielführend. Mühelos wird sie von zwei glänzenden Darstellern getragen, denen man solches nicht unbesehen zugetraut hätte. Während man von Jennifer Lawrence weiß, dass sie mehr kann als nur den Bogen zu spannen, ist Chris Pratt die eigentliche Überraschung: Sein Mienenspiel zwischen Angst, Hoffnung, Verzweiflung, Begehrlichkeit und Wut macht den Film auch dort noch glaubwürdig, wo das Drehbuch den beiden Protagonisten allzu übertriebenes Superheldentum zumutet.

 

Wenn sich in Folge des ersten Computerfehlers allmählich eine unselige Kettenreaktion in Gang setzt, die das Raumschiff zu zerstören droht, gelingt Regisseur Morten Tyldum ein spektakulärer Abgesang auf die Technikgläubigkeit der Menschheit, die ihr Schicksal in Jahrhunderte überdauernde Schaltkreise gelegt hat.

 

Die Vorstellung findet in der Aula des Lauffener Hölderlin-Gymnasiums in der Charlottenstraße statt und steht allen Interessierten offen. Karten sind im Vorverkauf beim Bürgerbüro Lauffen zu 2 € und an der Abendkasse zu 2,50 € erhältlich.

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