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Virtueller Lauffener Bote

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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 07.01.2019

12 Lauffener: Vom Autogenen Training bis zu Zumba und von Badepralinen bis zum Whiskyseminar

Sylke Hensel leitet mit viel Engagement und Herzblut die Außenstelle der VHS-Unterland in Lauffen und im Programm ist für fast alle was dabei

Logo 12 LauffenerZwölf Lauffener

Auch im Jahr 2019 stellt der Lauffener Bote jeden Monat jeweils Menschen aus Lauffen a.N. vor. Dieses Jahr geht es um Menschen, die sich für und in der Stadt engagieren. Ulrike  Kieser-Hess führt hierzu zwölf Interviews. Lesen Sie in diesem Boten das erste Porträt des Jahres 2019:

 

Rund 160 Kurse pro Semester planen, 70 Prozent davon dann durchführen, Werbung schalten, Anmeldungen entgegennehmen, Räume organisieren, Schlüsseldienste, Kurseröffnungen, neue Dozenten suchen, das alles und noch viel mehr steht auf der To-do-Liste von Sylke Hensel. Da kann ihr, die man eigentlich immer gut gelaunt und lachend erlebt, schon mal ein kleiner Seufzer über die Lippen kommen. Sylke Hensel leitet seit 2016 die Außenstelle Lauffen der Volkshochschule Unterland, immerhin die viertgrößte der 33 Außenstellen. Und die Diplom-Übersetzerin, die vorher schon viele Jahre als Englisch Dozentin bei der Heilbronner Volkshochschule gearbeitet hat, war trotzdem erstaunt, „wie vielschichtig die Arbeit ist. Für Dozenten bleibt doch das Organisatorische meist im Hintergrund“.

 12 Personen: Sylke Hensel

Die Volkshochschularbeit liegt der gebürtigen Lauffenerin, „ich bin eine der Letzten, die noch im Lauffener Krankenhaus geboren  wurden“ am Herzen. Zwar gehören noch ein Lehrauftrag am Kolping Bildungszentrum in Heilbronn, Firmenschulungen für Azubis, der Englisch-Unterricht für Weinbautechniker an der Weinbauschule in Weinsberg und ein Kurs an der Hochschule Heilbronn zu ihrem Unterrichtspensum, aber die Volkshochschule mit ihrem breitgefächerten Angebot ist für sie ein supertolles Medium um Bildung und Kreatives, Sportliches und Gesundes, Aktuelles und Historisches für Groß und Klein anzubieten.

 

Noch etwas ist Sylke Hensel neben der Wissensvermittlung bei der VHS besonders wichtig: „Die VHS hat einen starken sozialen Aspekt. Man lernt neue Menschen mit ähnlichen Interessen kennen, tauscht sich aus, plant Gemeinsames und manchmal entwickeln sich daraus lebenslange Freundschaften“. Alle in einer Kommune hat man als Volkshochschulleiterin im Kursblick. Die Mama-Baby-Kurse fallen ihr da zum Beispiel ein, “oft ist gar nicht bekannt, dass wir so was anbieten, weil man eventuell traditionell dazu woanders hingeht, dabei gibt es bei uns dieses Angebot direkt vor Ort“. Wen Sylke Hensel in den von ihr angebotenen Kursen vermisst, sie lacht: „Von jeher schwach vertreten sind die Männer. Darum freut es mich umso mehr, dass seit diesem Semester ein Fitnessmix für Männer läuft und diese jungen Männer sind voller Elan dabei“.  

Es ist nicht immer einfach, für die einzelnen Kurse, seien es Einzelveranstaltungen oder Angebote, die über einen längeren Zeitraum laufen, genügend Teilnehmer zu bekommen. Das Rennen machen bei der Kursbeliebtheit in Lauffen fast alle Kurse zum Thema Bewegung und Gesundheit, aber auch Kochkurse und Töpfern sind ganz vorne mit dabei. Was bei der Lauffener Außenstelle noch mit auf der Hitliste steht sind Ballettkurse und die tänzerische Früherziehung für die Kleinen mit Aufführungen in der Stadthalle und seit dem letzten Semester auch der Ballettkurs für Erwachsene.

 

Kooperation ist ein Anliegen, das Sylke Hensel gerne in die Tat umsetzt. Seien es Konzerte oder Buchvorstellungen, Workshops oder Themenevents, sie holt gerne die Stadt, die Bücherei und die Kirchengemeinden mit ins Angebotsboot, „und das klappt prima“.

Anregungen von außen sind bei der Volkshochschule immer willkommen. „Manchmal scheitert aber ein Vorhaben vorerst oder es muss auf ein späteres Semester verschoben werden, weil es schwierig ist, geeignete Dozenten zu finden“.

Manchmal, zum Beispiel zur Schulferienzeit, macht auch die Volkshochschule Pause und dann genießt Sylke Hensel ihren Garten um ihr Lauffener Haus, hat so richtig Zeit fürs Lesen und ihre Katzen, renoviert und pflanzt und denkt aber immer schon ans neue Programm. Rund 160 Kurse wollen geplant sein und auch einer ihrer Lieblingskurse aus dem letzten Semester darf ruhig wieder dabei sein: Das Trommeln mit dem Cajón. Gespannt ist sie auf ein Highlight im neuen Programm,  auf den Abend im Gewölbekeller mit irischen Sagen und Legenden.

 

Text und Foto: Ulrike Kieser-Hess

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