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Aktuelle Nachrichten | Keßler, Bettina | 12.03.2019 – 19.03.2019

Ausstellungen im Museum im Klosterhof im März und April

"Autorinnen und Autoren aus Ba-Wü" bis 17.3., ab 24.3. "Mannheim - Izieu - Auschwitz"

Museum Klosterhof Logo

 

Ausstellung "Autorinnen und Autoren aus Baden-Württemberg", Kinder- und Jugendbücher (Foto: Bettina Keßler)

Das Lauffener Museum im Klosterhof zeigt noch bis 17. März eine Buch-Ausstellung mit Werken von Autorinnen und Autoren aus Baden-Württemberg. Rund 600 Bücher kann man dabei erleben, die das breite und aktuelle Spektrum der baden-württembergischen Literatur zum Anfassen und Hineinlesen anbieten. Vom Lokalkrimi bis zur Mundartliteratur, von Romanen bis zu Kinderbüchern, von Schiller und Hölderlin bis zu Felix Huby, Mathias Holtmann oder Elisabeth Kabatek. Ermöglicht wird diese Ausstellung durch den Börsenverein des deutschen Buchhandels. Am letzten Öffnungssonntag, dem 17.3., kann man von 14 - 17 im Rahmen des Museumscafés noch einmal gemütlich bei einer Tasse Kaffee und leckeren Kuchen in den Büchern blättern und nach Herzenslust schmökern.

 

Mannheim - Izieu - Auschwitz: 24.3. - 22.4.2019

 

Ausstellung "Mannheim - Izieu - Auschwitz" ((c): Maison d'Izieu - Coll. Sabine Zlatin)

 

Am darauf folgenden Wochenende beginnt eine Ausstellung über die Lebensgeschichte von vier jüdischen Kindern aus Mannheim. Am 6. April 1944 ließ Klaus Barbie, der Gestapo-Chef von Lyon, in einem Kinderheim im französischen Izieu 44 jüdische Kinder verhaften, nach Auschwitz verschleppen und ermorden. Unter den Opfern befanden sich auch 4 Kinder aus Mannheim. In der Ausstellung, die das Museum im Klosterhof vom 24. März bis 22. April zeigt, werden auf 21 Tafeln die unterschiedlichen Leidenswege dieser 4 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren nachgezeichnet. Es sind: Sami Adelsheimer, Max Leiner, Fritz Löbmann und Otto Wertheim.

Dazu wird zunächst das alltägliche Leben der jüdischen Kinder und ihrer Familien in Mannheim vor 1933 und während des Nationalsozialismus dargestellt. Hinzu kommt die Ausweisung und Deportation in das französische Internierungslager Gurs am 22. und 23. Oktober 1940. Was alle Kinder verbindet ist der Aufenthalt im Kinderheim von Izieu, in dem die Kinder nochmals eine behütete und fast glückliche Zeit verleben durften. Um so brutaler betrifft uns ihr weiteres Schicksal, denn direkt nach ihrer Festnahme am 6. April 1944 werden die vier Kinder in das Durchgangslager Drancy in der Nähe von Paris gebracht, nach Auschwitz deportiert und noch am selben Tag vergast.

 

Ausstellungseröffnung am Sonntag, 24. März, um 11.30 Uhr

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger gibt der Historiker Hans-Joachim Hirsch eine Einführung in die Ausstellung. Ein musikalischer Beitrag von Sänger Oliver Steller, der Vortrag des Liedes "Die Kinder von Izieu" von Reinhard Mey, rundet die Ausstellungseröffnung ab, zu der die Stadtverwaltung sehr herzlich einlädt.

 

Bildunterschriften:

Abb. 1: In rund 600 Büchern von Autorinnen und Autoren aus Baden-Württemberg kann man noch bis Sonntag, 17.3., im Museum nach Herzenslust blättern und schmökern. (Foto: B. Keßler)

Abb. 2: Die Lebens- und Leidensgeschichte von vier jüdischen Kindern aus Mannheim erzählt die Ausstellung "Mannheim - Izieu - Auschwitz" (Fotos: (c) Maison d'Izieu, Coll. Sabine Zlatin)