Virtueller Lauffener Bote

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Aktuelle Nachrichten | Keßler, Bettina | 12.04.2019

Ausstellungen im Museum im Klosterhof im April und Mai

Ausstellung "Mannheim - Izieu -Auschwitz" bis Ostermontag, "Württemberg auf Schritt und Tritt" ab 5. Mai

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Ausstellung "Mannheim - Izieu - Auschwitz" ((c): Maison d'Izieu - Coll. Sabine Zlatin)

 

Das Lauffener Museum im Klosterhof zeigt noch bis einschließlich Ostermontag die Ausstellung  "Mannheim - Izieu - Auschwitz" über die Lebensgeschichte von vier jüdischen Kindern aus Mannheim: Sami Adelsheimer, Max Leiner, Fritz Löbmann und Otto Wertheim. 

Auf 21 Tafeln werden die unterschiedlichen Leidenswege der vier Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren nachgezeichnet. Dazu wird zunächst das alltägliche Leben der jüdischen Kinder und ihrer Familien in Mannheim vor 1933 und während des Nationalsozialismus dargestellt. Hinzu kommt die Ausweisung und Deportation in das französische Internierungslager Gurs am 22. und 23. Oktober 1940. Was alle Kinder verbindet ist der Aufenthalt im Kinderheim von Izieu, in dem die Kinder nochmals eine behütete und fast glückliche Zeit verleben durften. Um so brutaler betrifft uns ihr weiteres Schicksal, denn direkt nach ihrer Festnahme am 6. April 1944 werden die vier Kinder in das Durchgangslager Drancy in der Nähe von Paris gebracht, nach Auschwitz deportiert und noch am selben Tag vergast. Die Ausstellung ist eine Leihgabe der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

 Flyer Ausstellung "Lauffener Straßennamen spiegeln Geschichte" (Grafik: Götz Scharzkopf)

 

 

Württembergische Geschichte und Lauffener Straßennamen
In Lauffen am Neckar gibt es 176 Straßen, lange und kurze, geschwindigkeitsbegrenzte und zugeparkte, glatte und holprige. Alle haben sie einen Namen. Straßennamen hat es aber nicht immer schon gegeben. Lange wurden Häuser in kleinen Ortschaften einfach in der Reihenfolge ihrer Entstehung durchnummeriert. Mit der wachsenden Größe von Ansiedlungen wurde eine Strukturierung der Häuseransammlungen notwendig. Das waren zunächst einfache Bezeichnungen wie Kirchstraße oder Mittlere Gasse. Auch historische Entwicklungen tauchen in Straßennamen auf wie Eisenbahnstraße oder Siedlerstraße. Neubaugebiete heißen hier nach Traubensorten, Pflanzen und Komponisten.


Eine Besonderheit aber sind die Straßennamen, die sich auf Persönlichkeiten aus der württembergischen Geschichte beziehen. Es ist erstaunlich, wie die Geschichte Württembergs in Lauffener Straßennamen lebendig wird: die Dichter Schubart, Schiller, Hölderlin und Hauff, die Politiker Herdegen und Körner, die Herrscher von Graf Eberhard bis Königin Olga, Entdecker und Erfinder wie Kepler und Daimler.


Die Ausstellung "Württemberg auf Schritt und Tritt", die vom 5.5. bis 6.9. im Museum im Klosterhof zu sehen ist, geht diesen Persönlichkeiten in kurzen Porträts nach und zeigt Menschen, die dieses Land geprägt oder verändert haben.

 

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung
am Sonntag, 5. Mai 2019, um 14 Uhr, im Museum im Klosterhof der Stadt Lauffen a.N.

 

Öffnungszeiten des Museums:
Sa & So 14-17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung: 07133 12222
Mehr Infos: www.lauffen.de