Virtueller Lauffener Bote

Freiwillige Feuerwehr Lauffen a.N.

Freiwillige Feuerwehr Lauffen a.N. | Kenngott, Michael | 30.06.2019

Tiernotlage, Gefahrguteinsatz, Hilfeleistung Rettungsdienst

Weil am 26.06. beim Bürgerbüro telefonisch ein verletzter Greifvogel auf der L 1105 zwischen Lauffen und Nordheim gemeldet worden ist, wurde der Bereich gegen 12.45 Uhr mit dem Kleineinsatzfahrzeug abgefahren. Außer einem zum Teil skelettierten Marder, welcher sich am Straßenrand des gemeldeten Bereiches befand, konnte kein Tier in Notlage festgestellt werden. Die Feuerwehr Untergruppenbach wurde am 26.06. zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Sattelzügen auf die BAB 81 in Fahrtrichtung Weinsberg alarmiert.Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass ein Sattelzug Gefahrgut in Form von Stückgütern (IBCs) geladen hatte. Es handelte sich hierbei um einen stark giftigen, flüssigen Stoff. Am LKW kam es zwischen Führerhaus und Sattelauflieger zum Austritt einer Flüssigkeit. Es konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass es sich hierbei um austretendes Gefahrgut handeln könnte, so dass der Einsatz von VU LKW / auslaufender Kraftstoff auf einen Gefahrgutunfall hochgestuft wurde. Entsprechend wurde um 15.48 Uhr der Gefahrgutzug aus Weinsberg, sowie die Einheit GW-Mess aus Lauffen und die Fachberater Chemie Neckarsulm und Massenbach zur Einsatzstelle alarmiert.Das geladene chemische Produkt war kühlungspflichtig und entsprechend auf einem gekühlten Sattelauflieger verlastet. Das Kühlaggregat war glücklicherweise auch nach dem Auffahrunfall der Zugmaschine noch betriebsbereit und konnte weiter zur Kühlung genutzt werden.Der LKW wurde von einem Trupp unter Chemikalienschutzanzug erkundet und die Gebinde sorgfältig auf mögliche Beschädigungen kontrolliert und gesichert. Parallel wurde ein Dekon-Platz errichtet und Messungen durchgeführt. Die Sichtungs- und Messergebnisse waren allesamt negativ und der Gefahrguteinsatz konnte beendet werden. Die Kräfte aus Untergruppenbach nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf und stellten den Brandschutz sicher bis der Auflieger samt Gefahrgut an ein Bergeunternehmen übergeben werden konnte. Weil es Notarzt und Rettungsdienst am 27.06. nach einem medizinischen Notfall nicht möglich war, die Person aus dem 1. OG eines Wohn- und Geschäftgebäude im Lauffener Städtle zum Rettungswagen zu verbringen, wurde die FFL um 17.47 Uhr mit der Drehleiter zur Unterstützung angefordert. Da auch die Platzverhältnisse im Städtle nicht unendlich sind, war es erforderlich, die Heilbronner Straße, die Rathausstraße und die Mühltorstraße zum Aufstellen der Drehleiter kurzzeitig zu sperren. Mit einer Fußstreife unterstützte die Polizei die Absperrmaßnahmen am Brückenkopf der Alten Neckarbrücke in der Uferstraße. Mit vereinten Kräften konnte die Person dann auf die Schleifkorbtrage der FFL gelagert und dann über das Fenster mit der Drehleiter zu Boden gebracht werden. Dort erfolgte dann erneut ein Umlagern der Person auf die RTW-Trage, so dass die Person dann im RTW versorgt und in ein Klinikum verbracht werden konnte.

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Michael Kenngott