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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 15.08.2019

Sommerspecial: Aus dem Alltag der Stadtgärtnereimitarbeiter

Ferienzeit -  das bedeutet für die meisten Freizeit und Entspannung. Für das Team des Lauffener Bauhofs bedeutet dies viel Arbeit. Auch wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bauhof und Gärtnerei im Sommer durch Urlaub nicht vollzählig sind, werden doch vielfältige Aufgaben erledigt. Bernhard Richter steht als Gesamtleitung von Bauhof und Stadtgärtnerei auch den 10 Stadtgärtnereimitarbeitern vor. Die Arbeiten dort werden unter der Abteilungsleitung von Uwe Tiedemann koordiniert und durchgeführt.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Stadtgärtnerei 2019 - Foto: Mona Oehler

 

Während der Sommerferien steht auch bei den Stadtgärtner/-in einiges an. Denn auch diese nutzen die Zeit um die gesamten Grünanlagen aller Lauffener Schulen und Kindergärten zu richten. So wurde sich aktuell im Kindergarten Charlottenstraße um den Rasen gekümmert. Denn dort wurde eine neuartige Kunstrasenmatte auf einem Spielhügel angebracht.

 

Stadtgärtnerei 2019 - Foto: Mona Oehler Kindergarten Kunstmatte

 

Diese kommt aus Schweden und hat nicht nur den Vorteil, dass sie strapazierfähiger ist als normaler Rasen. Das besondere an diesem schwedischen Kunstrasen ist, dass er die Eigenschaften eines Kunstrasen mitbringt, sich dabei aber mit dem natürlichen Rasenbewuchs verbindet und somit eine stabile Spielfläche bietet. Außerdem wird während der Spielpausen auch der Rasen auf den Sportanlagen aufbereitet und gegebenenfalls nachgesät. Neben solchen Spezialaufgaben haben die Stadtgärtner/-in in ihrem Alltag alle Hände voll zu tun. Von April bis Oktober sind ein bis zwei Mitarbeiter täglich nur mit dem gießen beschäftigt. Denn bis alle Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgt sind werden täglich bis zu ca. 16 000l gebraucht. Auch Mähen ist eine der großen Aufgaben im Sommer, zwei bis drei Mitarbeiter sind immer mit Mähen der Grünflächen beschäftigt. Denn unter anderem müssen  das Freibad, die Kindergärten, der Friedhof und Spielplätze  wöchentlich gemäht werden und die Sportplätze zwei bis dreimal pro Woche. Zum einen kann so das Kleeaufkommen und der Unkrautwuchs möglichst gering gehalten werden und zum anderen kann so ein reibungsloser Sport- und Spielbetrieb gewährleistet werden.

 

Stadtgärtnerei 2019 - Foto: Mona Oehler Aufsitzrasenmäher

Zum Glück besitzt die Stadtgärtnerei neben einigen handgeführten Rasenmähern auch zwei Großflächenmäher die das pflegen der Grünanlagen deutlich erleichtern, denn es kommen immer mehr Grünflächen hinzu, die zu pflegen sind. Um die Feldwege und Wassergräben, in den Außenbezirken, kümmert sich ein  Stadtgärtner und pflegt diese mit Schlepper und Auslegemulcher. Bestandspflege ist bei über 60 Blumenkübeln, etliche Blumen- sowie drei Rosenbeete und Blumenkästen im Stadtgebiet die alle regelmäßig gepflegt, gedüngt und von Schädlingen befreit werden wollen ein großes Thema. Für die Unkrautbekämpfung hat die Stadtgärtnerei seit neustem statt Unkrautvernichtungsmittel nun einen Heißwassertrailer. Mit diesem muss man zwar etwas öfter gegen das Unkraut vorgehen, dafür ist er aber deutlich umweltfreundlicher als Unkrautvernichtungsmittel. Bei einigen Blumenbeeten und –kästen in Lauffen a.N., wie zum Beispiel an der Neckarbrücke oder am Rathaus, wechselt die Bepflanzung mehrmals im Jahr. So werden im Herbst/Winter Stiefmütterchen und Blumenzwiebeln und im Sommer Tagetes u.a, die in der Stadtgärtnerei selbst gezogen werden, gepflanzt. Jedes Jahr werden außerdem bis zu 20 000 Blumenzwiebeln in verschiedenen Grünflächen gesteckt, um Lauffen ein wenig bunter zu machen. Ebenfalls eine mehrmals wöchentliche Aufgabe stellt die Grünpflege und die Leerung der Grünboxen im Friedhof dar.

 

Stadtgärtnerei 2019 - Foto: Mona Oehler Hecken schneiden

 

 

 

 

Auch das Hecken schneiden ist zum zweiten Mal schon in diesem Jahr wieder an der Reihe, den ersten Heckenschnitt haben die Stadtgärtner/-in Ende Mai beendet.

Mit jedem Heckenschnitt im ganzen Stadtgebiet sind die Mitarbeiter etwa zwei bis drei Monate beschäftigt. Die etwa 3000 Bäume im Stadtgebiet dürfen natürlich auch nicht vergessen werden. Zwar werden die meisten Baumpflegemaßnahmen im Winter vorgenommen aber auch im Sommer bleibt das ein oder andere nicht aus. So war zum Beispiel auf dem Kirchheimer Radweg ein Baum umgekippt. Dieser wurde von der Feuerwehr grob beseitigt und die Stadtgärtnerei übernahm die restliche Arbeit. Auch an der Kirchheimerhöhe auch „Wetterfahne“ genannt muss im kommenden Winter ein Baum gefällt werden. Über den Winter erledigt die Stadtgärtnerei dan Straßenzugweise die Schneidearbeiten an Bäumen und Sträuchern, schneidet Regenüberlaufbecken und Mauern von Bewuchs frei und fällt kranke Bäume. Aktuell sind ca. 30 Bäume zukunftsgefährdet und müssen für den Winter überprüft werden. Herr Tiedemann ist zertifizierter Baumkontrolleur und nimmt somit die Kontrolle der Bäume selbst in die Hand. Jeden Winter werden etwa 40 bis 60 Bäume neu gepflanzt sowohl als Ersatz für gefällte Bäume als auch als Neupflanzungen. So werden jedes Jahr etwa 30% mehr neue Bäume gepflanzt als gefällt werden müssen.

 

Während ihrer täglichen Arbeiten stoßen die Stadtgärtner/-in leider regelmäßig auf Verschmutzung der Grünanlagen sowie Vandalismus zum Beispiel an Zäunen und Blumenbeeten. Aus diesem Grund weist die Stadtverwaltung Lauffen a.N. nochmals darauf hin, dass das Entsorgen von Hausrat, Müll und Bauschutt in der Natur verboten ist.

Die Stadtverwaltung Lauffen a.N. ist sehr dankbar darüber, so ein starkes, flexibles und jederzeit einsatzbereites Stadtgärtnereiteam an ihrer Seite zu haben.