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Archiv: Landratsamt Heilbronn

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Landratsamt Heilbronn | Kast, Ingrid | 11.05.2020 – 11.06.2020

Das Landratsamt informiert:

Veröffentlichung von COVID-19 Fallzahlen im Landkreis Heilbronn

Logo Landkreis Heilbronn 

 

 

Einzelne Landkreise veröffentlichen tagesaktuell die Zahl der positiv auf das Coronavirus (COVID-19) getesteten Personen in den jeweiligen Kommunen. Der Landkreis Heilbronn hat sich dazu entschieden, dies nicht zu tun. Für diese Entscheidung gibt es gute Gründe, die entgegen anderslautender Kritik nicht darin liegen, diese Zahlen aufgrund ihrer Höhe zurückhalten zu wollen. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall.

 

Die Veröffentlichung von Fallzahlen auf Ebene der einzelnen Städte und Gemeinden würde in vielen Fällen eine falsche Sicherheit vermitteln. Das könnte gerade in der jetzigen Situation, in der die Zahlen stetig sinken und die Forderungen nach Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung steigen, zu gefährlichem Leichtsinn führen. Die Gefahr, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, geht zudem nicht von der Anzahl der bekannten Infektionen im örtlichen Umfeld aus, sondern vielmehr von den Fällen, die das Virus unwissentlich in sich tragen und unter Umständen weiterverbreiten. Die tatsächliche Zahl der Infizierten liegt vermutlich sehr viel höher als bisher bekannt.  Die Zahl der bestätigten Fälle auf Gemeindeebene hat damit keine Aussagekraft in Bezug auf das eigene Infektionsrisiko im örtlichen Umfeld.   Die örtlichen Fallzahlen hängen in starkem Maße auch damit zusammen, wie viele Tests in einer Kommune durchgeführt werden. Werden beispielsweise die Mitarbeitenden und Bewohner eines Pflegeheims beprobt, gibt es viel mehr Fälle in einer Gemeinde, als in einer anderen, in der weniger Menschen beprobt werden. Zudem können in den Gemeindezahlen auch Infizierte enthalten sein, die gar nicht vor Ort sind, sondern sich beispielsweise in einer Klinik an einem anderen Ort befinden. Diese werden aber dennoch an ihrem Wohnort als infizierte Person gezählt.

 

Von festgestellten Infizierten geht für das örtliche Umfeld praktisch keine Gefahr aus, da diese Personen unter behördlich angeordneter Quarantäne stehen und sich daher nicht in der Gemeinde oder Stadt frei bewegen dürfen. Ebenso stehen die Kontaktpersonen als mögliche Überträger unter Quarantäne. Es wäre also unsinnig, seinen persönlichen Bewegungsradius an solchen Zahlen auszurichten.   Bereits seit dem 10. April weist das Robert Koch-Institut keine Risikogebiete oder besonders betroffenen Regionen mehr aus, da das Coronavirus inzwischen weltweit verbreitet ist. Ein Übertragungsrisiko besteht demnach quasi überall. Um sich und andere vor Ansteckungen zu schützen, ist es deshalb - unab-hängig von genauen Fallzahlen vor Ort - weiterhin unbedingt nötig, sich an die Kontakt-beschränkungen und die weiteren Maßnahmen zur Eindämmung zu halten. Das eigene Verhalten sollte auf keinen Fall an Fallzahlen ausgerichtet werden. Eine niedrige Zahl im örtlichen Umfeld vermittelt ein völlig falsches Sicherheitsgefühl und führt so im Zweifel zu mehr Ansteckungen und Toten. Eine Veröffentlichung dieser nicht aussagekräftigen Zahlen bietet daher absolut keinen Mehrwert für die Bevölkerung, sondern birgt unter Umständen unnötige Risiken.

 

 

Kfz-Zulassungsstelle Landkreis Heilbronn

Mehr Vorgänge ohne Terminvereinbarung möglich

 

Die Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises Heilbronn erweitert erneut ihre Kapazitäten, die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus momentan eingeschränkt sind. Ab Mittwoch, 13. Mai 2020, können mehr Vorgänge ohne vorherige Terminvereinbarung durchgeführt werden. Das betrifft Kurzzeitzulassungen, Ausfuhrkennzeichen, Adressänderungen, Umschreibungen nach Zuzug in den Landkreis mit Kennzeichenbehalt sowie Abmeldungen (auch mit Verlustmeldung).

 

Die oben genannten Vorgänge sollen künftig alle ohne Terminbuchung erfolgen, um die Kapazitäten für alle anderen Serviceangebote, die nur mit Termin vorgenommen werden können, freizuhalten. Die Zulassungsstelle appelliert deshalb dringend, für diese Anliegen keine Termine zu buchen. Sollte im Vorfeld bereits ein Termin gebucht worden sein, wird darum gebeten, diesen zu stornieren, um ihn für andere Vorgänge zur Verfügung stellen zu können.

 

Bei zu großem Andrang sind Zutrittsbeschränkungen möglich. Außerdem sollte beim Besuch der Zulassungsstelle ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 7:30 bis 12 Uhr, zusätzlich montags, dienstags und donnerstags von 13 bis 15 Uhr sowie mittwochs von 13 bis 18 Uhr.