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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 08.09.2020 – 30.10.2020

Der Amtschef des Stuttgarter Verkehrsministeriums besucht Lauffen am Neckar

Die Aufgaben in Lauffen liegen auf der Hand: der Barrierefreie Bahnhof, der im Bau befindliche Radweg nach Brackenheim und der im Jahr 2018 eingeweihte Neckartalradweg waren die Themen von Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und Prof. Dr. Uwe Lahl, dem ständigen Vertreter des Landesverkehrsministers Winfried Hermann. Schon der Start des Gesprächs war erfreulich – der Bürgermeister dankte dem Spitzenbeamten für die zügige Übertragung des bw-Einzeltarifs auf Wochen–,  Monats– und Jahresfahrscheine. Nicht wie bereits optimistisch geplant zum Fahrplanwechsel Dezember 2021 sondern bereits ab Dezember 2020 wird es möglich sein, statt bislang mit zwei künftig mit einem Ticket aus Lauffen und dem Tarifbereich des HNV in den VVS einzufahren. Wie beim Einzelticket werden auch bei den Monatsfahrscheinen alle Ziele im Zielort abgedeckt, wer also ein Ticket nach Stuttgart bucht hat auch die Möglichkeit des Umstiegs auf Regional und Nahverkehrszüge, S-Bahn, Stadtbahn und Bus.

 

Ministerialdirektor Prof. Dr. Uwe Lahl in Lauffen a.N. Foto: Roschlau

Foto Ralf Roschlau

 

Die Radwegunterführung der Landesstraße bei der Abfahrt nach Hausen war das erste Ziel von Bürgermeister und Ministerialdirektor, beide wurden von Ralf Roschlau, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Lauffener Gemeinderat begleitet. Ca. 1,3 Mio Euro werden für eine sichere und bequeme Radwegverbindung ins Zabergäu investiert, den Löwenanteil der Kosten trägt hierbei das Land Baden-Württemberg, beteiligt sind auch die Stadt Lauffen, die den planerischen Teil abgewickelt hat, die Stadt Brackenheim, die für die Bauausführung verantwortlich ist und der Landkreis Heilbronn, in dessen Ausbauplan diese Verbindung hoch priorisiert ist bzw. war, denn bis Jahresanfang 2021sollte diese Aufgabe im Ausbauplan des Landkreises abgearbeitet sein.

 

Zügig ging es weiter zum Lauffener Bahnhof. Vor der Sommerpause war im Rathaus die Plangenehmigung für den Bau von zwei Aufzugsanlagen eingegangen, die im Mittelbahnsteig und auf der Stadtseite für eine Barrierefreiheit sorgen sollen. Im Zeitplan des Projektes liegt man damit 2 Monate voraus, diese Zeit wird aber für die Vorbereitung der Bauausschreibung benötigt, da sich die Bahn an diesem Punkt für den Wechsel des Ingenieurbüros entschieden hat. Beabsichtigter Baubeginn ist der 1.3.2021. Bislang sind die veranschlagten Kosten in Höhe von 1,2 Mio Euro zwischen Land, Landkreis und Stadt zu gleichen Teilen gedrittelt. Uwe Lahl hatte nun die erfreuliche Nachricht für den Bürgermeister, dass die neue Zuschussrichtlinie für solche Projekte in den nächsten Wochen Rechtskraft erlangt – auch die Aufzüge am Lauffener Bahnhof werden davon profitieren, das Land trägt künftig 75 % der förderfähigen Baukosten, damit reduziert sich der Stadtanteil - eine Entscheidung genau zur richtigen Zeit.

 

Am Schluss der Begehung dann der Zementwerksteil des Neckartalradweges. Das war die Baustelle, bei der sich Bürgermeister und Amtschef im Jahr 2017 kennengelernt hatten. Die gestiegenen Kosten waren seitens der Stadt nicht mehr zu verantworten und das Land Baden-Württemberg erklärte sich damals bereit, weitere 600.000 Euro beizutragen, womit der städtische Anteil an den Baukosten in Höhe von ca. 3,5 Mio Euro auf ca. 400.000 Euro begrenzt werden konnte. Der Vertreter des Verkehrsministeriums war jedenfalls beeindruckt von der gefunden Lösung innerhalb des Zementwerkes.

 Prof. Dr. Uwe Lahl im Hölderlinhaus Foto: Waldenberger

Die Leiterin des Hölderlinhauses, Eva Ehrenfeld führt Prof. Dr. Uwe Lahl durch die Ausstellung, Foto: Waldenberger

 

Es ist nicht üblich, dass Prof. Dr. Lahl vor Ort geht, er managt üblicherweise verantwortlich das Ministerium. Studiert hat er einmal Germanistik, ist am 20.03. geboren und Hölderlin-Kenner. Ein Besuch des Hölderlinhauses war daher ein weiterer Anlass der Visite.