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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 28.09.2020

Sanierungsspaziergang mit dem Wirtschaftsministerium

Seit dem Jahr 2014 läuft das aktuelle Sanierungsgebiet Lauffen IV, seit 2015 unter dem Namen Stadtmitte IV. Ausgelegt ist es auf eine Dauer von 8 Jahren. Um sich einen Einblick in das bisher Umgesetzte zu verschaffen, hatten sich der Referatsleiter im Wirtschaftsministerium, Ralph König und sein Mitarbeiter Uwe Kosse einen halben Tag Zeit genommen. Die Fragestellungen an Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und den Gemeinderat lauteten: Welche Maßnahmen sind für die Restlaufzeit noch geplant und - wird eine Verlängerung der Sanierungsdauer um ein oder zwei Jahre erforderlich. Ansonsten würde die Maßnahme im Juni 2022 auslaufen.

 

Besuch Wirtschaftsministerium in Lauffen a.N.

 

Es geht um viel Geld. Der aktuelle Förderrahmen beträgt 6,5 Mio Euro, die bewilligten Finanzhilfen liegen bei 4 Millionen Euro. Um laufende und künftige Projekte abzudecken, hat die Stadtverwaltung in diesen Tagen einen Aufstockungsantrag auf den Weg gebracht - der Förderrahmen soll auf 11,2 Mio Euro erhöht werden. Gefördert werden private und öffentliche Projekte, also die Sanierung oder der Abbruch von Gebäuden, die Gestaltung von Frei- und Verkehrsflächen. Insgesamt 16 private Modernisierung- und Ordnungsmaßnahmen konnten abgeschlossen werden. Damit waren private energetische Sanierungen, gestalterische Umbauten oder auch nur das bezuschusste Entfernen von Bausubstanz möglich. Grundlage für Förderentscheidungen ist das im Jahr 2014 durch den Gemeinderat beschlossene Neuordnungs-und Maßnahmenkonzept.

 

Im kommunalen Bereich waren es im Jahr 2014 und 2018 der Umbau von Gebäuden in der Kiesstraße (Toilette, Kunst am Kies, Kiesstraße 3), im Jahr 2018/19 der Lamparter Park sowie 2018 - 2020 die Sanierung/Erweiterung des Klosterhofes und des Hölderlinhauses. Die Vertreter des Wirtschaftsministeriums zeigten sich beeindruckt von dem Umfang des in diesen wenigen Jahren verwirklichten Aufgabenpaketes. Die im Neuordnungskonzept angedachte Verbindung von Kirchberg, Kiesplatz, Lamparterpark, Klosterhof und Hölderlinhaus hat die erwartete Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Aufwertung der Innenstadtstruktur noch übertroffen. Auch wenn der letzte Schritt, die Neugestaltung der Kiesstraße und Abriss der restlichen Gebäude zwischen Kiesstraße und Lamparterpark noch aussteht, die wesentlichen Sanierungsziele sind erreicht. Weitere Maßnahmen könnten vielleicht auch außerhalb der Sanierung, zum Beispiel im Rahmen des vom Gemeinderat beschlossenen Hochwasserschutzkonzeptes umgesetzt werden.

 

Gerne würden Ministerium und Stadt Lauffen auch weitere private Maßnahmen fördern, bei Interesse stehen sowohl der Sanierungsträger, die STEG als auch die Stadtverwaltung für Gespräche zur Verfügung. Welche öffentliche Maßnahmen sind noch angedacht? das Augenmerk ist weiterhin auf den Kirchberg gerichtet, schließlich gibt es dort weitere, bereits im Eigentum der Stadt befindliche aber noch nicht sanierte Gebäude. Das gilt auch für das ehemalige Gärtnereiareal am Kiesplatz, die Kiesstraße 4. Aktuell beauftragt wurde in einem Begleitprogramm von Stadtmitte IV, dem SIQ-Programm zum Beispiel der Austausch der Heizung-und Lüftungsanlage im Klosterhof-Gebäude, dem ehemaligen Museum im Klosterhof. Dass eine Verlängerung der Laufzeit des Sanierungsgebietes beantragt wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Aus der Sicht der Stadtverwaltung wäre eine neues Gebiet anzustreben, denn im „Städtle“ gibt es bezüglich der Gebäudesubstanz und auch dem öffentlichen Raum umfassenden Handlungsbedarf.

 Besuch Wirtschaftsministerium in Lauffen a.N.

Alleine 2 Stunden nahmen sich die Vertreter des Wirtschaftsministeriums für das Hölderlinhaus Zeit - Ralph König und Uwe Kosse schlossen sich in Ihrer Einschätzung dem zwei Wochen vorher anwesenden Ministerpräsidenten an. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Lauffen können auf das gemeinsam Geschaffene stolz sein.

 

Fotos: Waldenberger