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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 17.11.2020

Stilles Gedenken und Kranzniederlegung am Volkstrauertag

Im vergangenen Jahr konnten wir noch mit Schülerinnen und Schüler der Hölderlin-Realschule den Gefalllenen des Ersten Weltkrieges gedenken und die Stadtkapelle sowie der Gesangverein Urbanus umrahmten die Feierstunde musikalisch. Vorbereitet wurde dieser besondere Volkstrauertag damals mit einer Projektwoche  und einer Fahrt nach Verdun im Beisein des Bürgermeisters und einer Schülerdelegation mit Begleitlehrern .

 

Auch 2020 war diese Projektwoche vorgesehen und auch eine gemeinsame Fahrt nach Verdun. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verhinderten dies leider.

 

Volkstrauertag 2020 stilles gedenken Foto: Ulrich Seidel

 

Diese Empfehlungen und Anordnungen sowie der Schutz der Gesundheit aller führten dazu, dass es dieses Jahr am Volkstrauertag nur eine stille Kranzniederlegung von Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und Erstem Bürgermeister-Stellvertreter Axel Jäger gab.

 

Totengedenken

 

"Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

 

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

 

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

 

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

 

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

 

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.

 

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt."

 

 

Foto: Ulrich Seidel