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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 17.02.2021

Eine Wasserfällung am Neckarkanal

Ein besonderes Ereignis bot sich am vergangenen Mittwochmorgen im Bereich der Rathausbrücke am Kanal den vorbeilaufenden Fußgängerinnen und Fußgängern:

 

Eine ca. 0,50 m Durchmesser starke und 20 m hohe Linde war im dortigen Uferbereich stark geschädigt. Das Bundesfortamt hatte die Fuß- und Stammfäule festgestellt, so dass nichts anderes übrig blieb, als aus Sicherheitsgründen die Eiche zu fällen. Eine Fällung durch eine gewerbliche Firma wäre an der dortigen Stelle unverhältnismäßig schwierig und kostenintensiv gewesen. So hat der Außenbezirk Lauffen a.N. des WSA Neckar in Eigenregie und in Zusammenarbeit mit dem Bundesforstamt die Fällung dieses Baumes in den Neckar durchgeführt – umgangssprachlich „Wasserfällung“ genannt.

 

Wasserfällung  Foto: Kast   - WSA Neckar und Bundesforstamt

 

 

 

Den Fällschnitt hat Herr Putzik vom Bundesforstbetrieb Heuberg vorgenommen. Mit dem Schwimmgreifer SG Stör wurde von der Kranführerin Frau Gehring der ins Wasser gefällte Baum mit einem Polygreifer wieder aus dem Wasser gehoben und an den Uferbereich geschwenkt. Dort wurde der mächtige Baum, der ca. 20 m hochwar mit der Motorsäge in ca. 5 m lange Teile zersägt.

 

Wasserfällung  Foto: Kast   - WSA Neckar und Bundesforstamt

 

 

Danach fuhr der Schiffsführer des Motorschiffes MS Heilbronn, Herr Herzog; mit der Schute OP 1936 längsseits des Schwimmgreifers, so dass er die an Land liegenden Baumteile, Stamm- und Astteile mit dem Schwimmgreifer in die Schute umgeladen werden konnten. Die Schute wird demnächst entladen und der Baum in einem Haufwerk mit anderen schadhaften Baumrückständen durch eine Firma entsorgt.

 

Diese Fällaktion wurde geplant in einem Zeitfenster durchgeführt, in welchem keine Schiffe von der Schleuse Horkheim zu Berg und aus der Schleuse Lauffen zu Tal fahren. Ein Anhalten der Schiffe durch Leitungspersonal des WSA Neckar bis zu einer ½ Stunde im Vorkanal der jeweiligen Schleusen wäre bei unvorhergesehenen Umständen jedoch möglich gewesen.