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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 25.02.2021 – 10.03.2021

Flagge zeigen für Menschenrechte

Die Stadt Lauffen a.N. zeigt schon seit vielen Jahren Flagge für Tibet, so auch 2021. Am 10. März 2021 hisst die Stadt Lauffen a.N. die tibetische Flagge, um für die Einhaltung der Menschenrechte und für die Selbstbestimmung der Tibeter zu demonstrieren. Damit unterstützt die Stadt Lauffen a.N. das Anliegen der Tibet Initiative e.V. und beteiligt sich an der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“. Gedacht wird dem Volksaufstand in Tibet, der am 10. März 1959 begann und am 21.03.1959 gewaltsam von China niedergeschlagen wurde. Es wird geschätzt, dass es während des Aufstandes im Jahr 1959 etwa 87.000 Tote gab.

 

Flagge Tibet

 

 

Auslöser des Aufstandes war das Gerücht, dass der 14. Dalai Lama während einer Theateraufführung in Lahsa durch die chinesischen Besatzer entführt werden sollte. Daraufhin versammelten sich rund 300.000 Tibeter um den 14. Dalai Lama an dem Besuch der Theateraufführung zu hindern. Der 14. Dalai Lama musste daraufhin ins Exil nach Indien fliehen. Tausende Tibeter wurden festgenommen, inhaftiert und gefoltert. Die letzten großen Unruhen in Tibet ereigneten sich am 10. März 2008, dem 49. Jahrestag des Tibetaufstandes von 1959. Mehrere Menschen starben. Die Unruhen richteten sich gegen chinesische Zivilisten und staatliche Behörden und Einrichtungen. Der im Exil lebende 14. Dalai Lama drohte am 18. März mit seinem Rücktritt, sollte die Gewalt auf tibetischer Seite nicht aufhören. Damit waren die Unruhen des Jahres 2008 beendet.Peking betrachtet Tibet als Teil des chinesischen Staatsgebiets. Grund dafür ist, laut der Bundeszentrale für politische Bildung, die chinesische Interpretation des eigenen Staatsbegriffs, der sich am Territorium orientiert. Daher sind alle ethnischen Gruppen die bis zum Jahr 1911 auf chinesischem Territorium siedelten, Teil des chinesischen Volkes unabhängig von ihrer Nationalität. Tibet war bis zur Xinhai-Revolution 1911 Teil des chinesischen Kaiserreichs. Die Revolution des Jahres 1911 richtete sich gegen den letzten Kaiser Chinas und seine Regierung, die als Kolonialmacht wahrgenommen wurden und führte dazu, dass sich eine Reihe von Provinzen, darunter auch Tibet, vom Kaiserreich lossagten. Auf die Revolution des Jahres 1911 folgte eine lange Reihe von Ausein-andersetzungen und Machtkämpfen die schließlich mit dem chinesischen Bürgerkrieg und der Kulturrevolution beendet wurden.Seit 1996 hissen hunderte Städte, jedes Jahr am 10. März, als ein Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk, die tibetische Flagge.

 

Der 10. März ist bis heute ein Gedenk- und Aktionstag, an dem Tibeter*innen und Unterstützer*innen weltweit auf die noch immer herrschende Unterdrückung aufmerksam machen. Es finden jährlich Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen und Aktionen wie „Flagge zeigen für Tibet“ statt.