Virtueller Lauffener Bote

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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 03.03.2021 – 10.04.2021

Auslandslauffener-Brief informiert über das vergangene Jahr

Ein Rück- und Ausblick an die ehemaligen Lauffenerinnen und Lauffener

Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger informiert in seinem Auslandslauffener-Brief über 60  ehemalige Lauffenerinnen und Lauffener in der ganzen Welt. In den USA, in Schweden, der Schweiz und vielen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern freuen Sie viele ehemalige Lauffenerinnen und Lauffener zu Jahresbeginn auf die Mitteilungen des Bürgermeisters aus der alten Heimat.

 

Sicher einmalig war es, dass sich jeder Bürgermeister zwischen Lauffen a.N. und Sydney mit dem gleichen Thema befassen musste: Covid-19. Klaus-Peter Waldenberger führte in seinem Brief aus, dass die Stadtverwaltung als unterste operatiove Ebene staatlicher Ordnung die Beschlüsse der Bundesregierung in gelebtes, häufig eingeschränktes Leben umsetzen muss, schwerpunktmäßig sind mit dieser Aufgabe das Ordnungsamt und die Corona-Lenkungsgruppe im Rathaus betraut. Die weitgehende Schließung des Einzelhandels und der Gastronomie im Frühjahr und Winter war der wohl härteste Eingriff neben den SChulen und Tageseinrichtungen für Kinder. Immerhin 130 von 500 Kindern waren z.B. Ende Januar 2021 in den städtischen Notgruppen untergebracht, während der Unterricht an den Lauffener Schulen virtuell oder über Aufgabenhefte stattfinden musst. Für die Kultur und den Sport war es ein rabenschwarzes Jahr 2020. Gewaltiger Frust kam dem Lauffener Rathaus in diesen Corona-Monaten entgegen. Dafür hatte Bürgermeister Waldenberger sehr viel Verständnis. Irgendwo mussten die Bürger ihr Unverständnis zu so mancher Regelung loswerden. Kein Verständnis aber gibt es für standfest Kooperationsunwillige und Vorschriftenumgeher, die mit Scheinattesten zur Unverträglichkeit des Mund-Nasen-Schutzes zu Gefährdern werden. Klaus-Peter Waldenberger ist fest davon überzeugt, dass bei größerer Disziplin in der Bevölkerung und in den Betrieben und Veranstaltungen die Covid-Schließungen wesentlich kürzer ausfallen würden. 

 

Es gab aber auch Lichtblicke im Brief zu berichten: So das Haus Edelberg, in dem gleich zu Beginn im Frühjahr 2020 die Infektion einer Bewohnerin zur Absonderung einer ganzen Pflegestation führte. Großartig wie es dem Edelberg-Team gelang, diese Infektion zu isolieren, durch Kontaktbeschränkungen aller beteiligten Pflegekräfte und Angehörigen, strenger Desinfektion und Disziplin. Heike Grötzner von der Buchhandlung Grünzweig sprang wieder ein beim Müllmarken-Verkauf, als der Einzelhandel geschlossen wurde und löste diese große Aufgabe in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Abfallwirtschaftsamt sehr gut. Anders als im Frühjahr ging es jetzt zum Ende des Jahres nicht nur um Banderolen und Müllmarken und Müllsäcke  sondern um das Hauptgeschäft. Mit ganz anderen Aufgaben beschäftigten sich die ErzhieherInnen. Wenn auch Kontakt zu den Eltern gehalten und vor- und nachgearbeitet werden musste, konnte das Team dennoch die kompletten Bauakten der Stadt während der zeit des Lockdowns digitalisieren.

 

Wie viele andere Betriebe hat auch die Stadtverwaltung weitergearbeitet Home Office Arbeitsplätze entstanden und die laufenden Baustellen wurden weitergeführt.

 

2020 - das Hölderlinjahr. Der bekannteste Sohn unserer Stadt sollte "seinen" 250. Geburtstag feiern, nicht nur in Lauffen a.N. sondern auch in den anderen Hölderlin-Städten. Über 600 Veranstaltungen waren in Baden-Württemberg geplant. Das Hölderlin-Musical wäre eigentlich am 20. März richtig gewesen, durch die vielen geplanten Veranstaltungen aber entschloss man sich, das Musical "Hölder" einen Monat vorzuziehen auf den Februar. Ein großartiges Ereignis zum Hölderlinjahr wurde unfreiwillig zum Höhepunkt des Hölderlinjahres. Ab Mitte MÄrz fand dann praktisch nichts mehr statt, im Hölderlinjahr 2020.

 

In seinem Brief dankt Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger im Namen der Bürgerschaft und dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung Ehrenbürger Heinz Dieter Schunk von ganzem Herzen für sein alles überragende Engagement um das Hölderlnhaus. Seine Unterstützung hat das Haus ermöglicht, den Veranstaltungssaal und die Barrierefreiheit. Seine Tochter Kristina Schunk hat ein zeitgemäßes Ölgemälde initiiert, das auf alle vorhandneen Abbildungen Hölderlins gründet, besonders einem Pastellbild, das der Dichter seiner Schwester Heinrieke zur Hochzeit schenkte.

 

 

Wer Interesse am gesamten Auslandslauffener-Brief hat, kann diesen im Bürgerbüro in gedruckter Form erhalten oder unter www.lauffen.de im Untermenüpünkt Der Bürgermeister/Reden online lesen.