Virtueller Lauffener Bote

Eine Welt Laden

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Eine Welt Laden | Wein, Bärbel | 26.04.2021

Erfolgreiche Spendenaktion

In Gottesdiensten, mit Infoständen und im Weltladen Lauffen sowie im persönlichen Bekanntenkreis hat die Vernetzungsgruppe Seebrücke/Sichere Häfen der Region Kirchheim, Bönnigheim, Brackenheim, Lauffen im März und April eine Spendenaktion zugubnsten des ökumenischen Projekts Naomi in Thessaloniki durchgeführt. Naomi hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in Griechenland gestrandeten Flüchtlinge zu unterstützen. Um Unterstützung hatte Dorothee Vakalis von Naomi in einem Online-Treffen im Februar für ein besonderes Projekt geworben: Die Nähwerkstatt, in der Flüchtlinge unter professioneller Anleitung an Industrienähmaschinen ausgebildet werden. Diese Werkstatt sei noch nicht finanziell gesichert. Um das zu erreichen, hatte Naomi im Herbst 2020 das Projekt „4000 Winterhosen für Obdachlose“ ins Leben gerufen. Gegen Spenden – pro Hose 10 Euro – wurden robuste, warme Hosen genäht und kostenlos an die obdachlosen Flüchtlinge in Griechenland verteilt. Die Vernetzungsgruppe hier in der Region beschloss, dieses in mehrfacher Hinsicht sinnreiche Unternehmen zu fördern und wurde überwältigt von der positiven Resonanz. Es konnten mehr als 4.000 Euro an Spendengeldern an Naomi überwiesen werden. Trotz des überwältigenden Erfolges ist sich die Gruppe hier in Deutschland bewusst, dass diese dringend benötigte Hilfe keine grundlegende Lösung der Problematik der Flüchtlingslager in Griechenland darstellt. Die menschenunwürdigen und menschenrechtswidrigen Zustände in den Lagern sind Ergebnis der Flüchtlingspolitik der EU, die vor allem auf Abschreckung und Abschottung setzt. Die Vernetzungsgruppe Seebrücke/Sichere Häfen setzt sich daher für eine humane Flüchtlingspolitik, für Seenotrettung (Man lässt Menschen nicht ertrinken!) und für die Aufnahme von Flüchtlingen aus den griechischen Lagern in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein. Bereits 250 Kommunen, zuletzt Gerlingen im Landkreis Ludwigsburg, haben sich zum „Sicheren Hafen“ erklärt. Sichere Häfen fordern im Namen ihrer Bürger*innen die Entkriminalisierung der Seenotrettung und neue staatliche Rettungsmissionen. Sie heißen Geflüchtete in ihrer Mitte willkommen – und sind bereit, mehr Menschen aufzunehmen, als sie müssten. Gemeinsam bilden die Sicheren Häfen eine starke Gegenstimme zur Abschottungspolitik der Bundesregierung (Infos unter www.seebruecke.org).

 

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