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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 27.07.2021

Baustellentour des Gemeinderats

Fahrradtour zu aktuellen Großbaustellen – Teil 1 Generationenquartier Bismarckstraße

Teil 1            Generationenquartier Bismarckstraße

Teil 2              Generalsanierung Hölderlin Werkrealschule / Erich-Kästner Schule

Teil 3              Umspannwerk West NHF

Teil 4              Beratungscenter Sparkasse Heilbronn, Brühl

Teil 5              Barrierefreier Bahnhof

 

Am 10. Juli 2021 waren Bürgermeister Waldenberger, 19 Stadträtinnen und Stadträte sowie Amtsleiter der Stadtverwaltung auf Baustellentour um sich über den Stand der aktuellen Großbaustellen zu informieren. Wie bereits im vergangenen Jahr wurden die Ziele mit dem Fahrrad angesteuert. Die Radtour zeigte einen Querschnitt der aktuellen Aufgaben und Maßnahmen zur Weiterentwicklung der städtischen Infrastruktur. Stationen waren das Generationenquartier Bismarckstraße mit Seniorenzentrum, Kindergarten und Betreutem Wohen, das Schulzentrum in der Hölderlinstraße zur Besichtigung der Generalsanierung Werkrealschule/Förderschule, das neue Umspannwerk West der NHF am Posten 47, den Neubau des Beratungscenters der KSK Heilbronn im Brühl und die Baumaßnahmen für die Aufzugsanlagen am Bahnhof.

Der Lauffener Bote berichtet in einer Sommerserie über die einzelnen Stationen der Fahrradtour.

 

Startpunkt war das Generationenquartier Bismarckstraße:

 

Die Bauarbeiten für das Projekt Generationenquartier haben Frühjahr diesen Jahres, nach rund 2 Jahren Entwicklungs- und Planungszeit auf dem ehemaligen Gärtnereiareal Staiger begonnen. Das Projekt wurde gemeinsam mit den örtlichen Investoren Bertram Vögele und Alexander Kübler, dem Alexander Stift und der Stadt Lauffen entwickelt.

 

Generationenquartier Bismarckstraße Radtour Besichtigungsfahrt Gemeinderat Bildunterschrift v.r.n.l.  Bauleiter Robert Arnold, FWV-Geschäftsführer Matthias Günther, Investor Bertram Vögele, Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Stadtkämmerer Frieder Schuh

 

Generalübernehmer für die 3 Gebäude ist die FWD Hausbau, Dossenheim, die bereits die Wohnanlage „Mittelpunkt“ in der Bahnhofstraße entwickelt und umgesetzt hat. Im Generationenquartier entstehen derzeit auf einer Fläche von rund 0,5 Hektar ein Seniorenzentrum mit 45 Pflegeplätzen und 17 Wohnungen für „Betreutes Wohne Plus“, ein dreigruppiger Kindergarten mit 5 Appartementwohnungen für Junges Wohnen und ein Wohngebäude mit 12 Betreuten Wohnungen. Geplant wurde das Quartier durch das Architekturbüro Billger-Felmeth aus Frankfurt, die von der FWD mit der Konzeption beauftragt wurden.

 

 

Generationenquartier Bismarckstraße Radtour Besichtigungsfahrt Gemeinderat

 

 

Der Gemeinderat konnte sich bei der Besichtigung einen aktuellen Eindruck vom Stand der Bauarbeiten und der künftigen Nutzung der Gebäude verschaffen. Bauleiter Robert Arnold, FWD Hausbau, und Geschäftsführer Matthias Günther, FWD Hausbau, begrüßten den Gemeinderat und Stadtverwaltung zusammen mit Bertram Vögele auf der Freifläche vor dem Quartier. Man sei mit den Rohbauarbeiten gut im Zeitplan und hoffe diese bis Ende Juli bzw. Anfang August abschließen zu können, so Bauleiter Arnold.

 Generationenquartier Bismarckstraße Radtour Besichtigungsfahrt Gemeinderat

Bildunterschrift: Besichtigung der künftigen Caféteria

 

Im Gebäude des Seniorenzentrums werden derzeit bereits die Fenster eingebaut, so dass im weiteren Bauablauf die Fassadendämmung sowie der Außenputz aufgebracht werden können. Ziel ist es, alle Gebäude im kommenden Winter über die Heizzentrale des Quartiers bereits beheizen zu können.


Bei einem Rundgang durch das Seniorenzentrum wurde das geplante Nutzungskonzept des Alexander Stifts, als künftiger Betreiber informiert. Das Erdgeschoss des Gebäudes bietet neben einer Wohngruppe mit 15 Pflegeplätzen, den Verwaltungs- und Mitarbeiterräumen auch Platz für die Cafeteria. Die Cafeteria soll der künftige Begegnungsort des Quartiers werden und steht neben den Bewohnern des Seniorenzentrums auch für das Mittagsessen der Kindergartenkinder sowie für Treffen und Veranstaltungen des Betreuten Wohnens zur Verfügung. Im 1. Obergeschoss wurden die Räume der weiteren zwei Wohngruppen, die jeweils über eine Gemeinschaftsküche für die Wohngruppe verfügen sowie der geplante Gemeinschaftsbereich mit Terrasse besichtigt. Dabei konnte auch ein Blick in die vorgefertigten und bereits eingebauten Sanitärräume der Pflegezimmer geworfen werden. Durch die Vorfertigung der einzelnen Bäder kann die Bauzeit für die Sanitärinstallationen deutlich verkürzt werden. „Die Räume und die Aufteilung des Gebäudes sei zusammen mit dem Team des Alexander Stifts konzipiert worden“, so Investor Bertram Vögele. So sei beispielsweise zwischen den beiden Stationszimmern im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss eine Wendeltreppe geplant worden. Dadurch sei ein schneller Weg zwischen den einzelnen Stationen für die Pflegekräfte gewährleistet.

 

Auch das Erdgeschoss des Betreuten Wohnens wurde besichtigt. Der Projektverantwortliche der Stadt Lauffen a.N., Kämmerer Frieder Schuh, erläuterte dem Gemeinderat hier das künftige Nahwärmeversorgungsnetz des Quartiers. Die Heizzentrale im Erdgeschoss dieses Gebäudes, mit einem BHKW und einem Gasbrennwertkessel, versorgt künftig alle 3 Gebäude. Geplant und Betrieben wird die Wärmeversorgung durch die ZEAG Energie AG über eine sogenannten Contracting vertrag.

 

Bauleiter Arnold informierte abschließend über den Baustand des Kindergartens. Aus baustellentechnischen Gründen konnte mit diesem Gebäude erst nach Fertigstellung der beiden anderen Rohbauten und der Vorbereitung der Außengelände begonnen werden. Derzeit werde das 1. Obergeschoss mit den Räumen für die Kinderkrippe, den Personal- und Elternbereichen fertig gestellt, bevor dann noch im 2. OG die Appartementwohnungen für Junges Wohnen gebaut werden können. Die 5 Wohnungen haben jeweils 51qm und sollen hauptsächlich für Student und Auszubildenden zur Verfügung stehen.

 

Das Gesamtquartier soll im Herbst 2022 fertig gestellt werden. Die Innenräume des Kindergarten sollen nach derzeitigen Planungen schon im Frühsommer bezogen werden können.

 

Text und Fotos (2): Frieder Schuh

Foto (1) Carlotta Drechsler