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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 21.09.2021

„Erforschen und Erhalten“ – das Landesamt für Denkmalpflege zu Besuch in Lauffen

Es war eine Buchpräsentation der besonderen Art. Über 30 Mitarbeitende des Landesamtes für Denkmalschutz kamen aus ganz Baden-Württemberg zusammen, um die Vorstellung des neuen Jahresbandes im Hölderlinhaus mitzuerleben.

 Buchpräsentation Hölderlinhaus Dr. Wolf Foto: Waldenberger

Der Präsident des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg Prof. Claus Wolf  bei seiner Einführung des Jahresbandes 2020 – Erforschen und Erhalten.

 

 

Das Buch enthält –reich bebildert- 60 Projekte, die im Jahr 2020 denkmalgerecht saniert wurden, darunter natürlich auch das Hölderlinhaus. Ein Schwerpunkt der Publikation, wie Prof. Claus Wolf, Präsident des Landesamtes, erläuterte, ist die historische Begutachtung und Erhaltung wertvoller Innenräume. Von einem uralten Steinhaus in Wertheim aus den 13. Jahrhundert bis zu den Papiertapeten einer Villa aus den 1920er Jahren reicht die Palette der im Buch dokumentierten einzigartigen Objekte.  

 Übergabe Landesdenkmalamt Buchvorstellung

v.l.n.r. Dr. Claudia Mohn, Referatsleiterin Spezialgebiete, Prof. Dr. Ulrike                Plate, Abteilungsleiterin Bau- und Kunstdenkmalpflege Prof. Claus Wolf, Präsident Landesenkmalamt, Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Dr. Martin Hahn, Referatsleiter Inventarisation, Eva Ehrenfeld, Leiterin des Hölderlinhauses, Herr Weis; Verlag Thorbecke

 

In einer Fragerunde mit Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, der Gebietsreferentin Ulrike Schubart und den Architekten Matthias Siegert und Michael Feeser des Büros VON M wurde deutlich, dass die Herausforderungen, die im  Hölderlinhaus über die Sanierungs- und Bauzeit hinweg auftraten, einiges an Flexibilität, immer wieder neuen Überlegungen und Maßnahmen erforderten, zumal die historische Substanz der Innenräume des Hauses als Glücksfall für die Denkmalrettung bezeichnet werden kann. Einige Elemente der Hölderlin-Zeit sind erhalten, aufmerksam wurde jede Türschwelle, jeder irgendwann eingeschlagene Nagel betrachtet und bewertet – „eine Chefvisite im Krankenhaus ist ein Kindergeburtstag dagegen“, meinte der Lauffener Bürgermeister. Der sich anschließende Rundgang durch das Haus wurde von intensiven Fachgesprächen flankiert. Deutlich wurde dabei, dass die Maßnahmen des Landesamtes immer zum Ziel haben, Denkmale in lebendige Orte zu verwandeln, auch dafür ist das Hölderlinhaus Lauffen ein leuchtendes Beispiel.