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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 19.04.2022

Baden-Württembergischer Landschaftsarchitektur-Preis 2022

Neugestaltung des Neckarufers, der Zabermündung & Lamparter Park

Bund Deutscher Architekten

 

Ein Projekt aus Lauffen am Neckar  wurde mit dem Baden-Württembergischen Landschaftsarchitektur-Preis 2022 des Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) Landesverband Baden-Württemberg ausgezeichnet.

 

In der Kategorie Landschaftsplanung, Landschaftsentwicklung und Umweltplanung
Neugestaltung des Neckarufers, der Zabermündung & Lamparter Park, Lauffen am Neckar Entwurf: Luz Landschaftsarchitektur Planungsgesellschaft mbH, Stuttgart

 

Auszeichnung Lamparter Park

 

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), Landesverband Baden-Württemberg e.V., hat erstmals den Baden-Württembergischen Landschaftsarchitektur-Preis vergeben. Die Jury unter der Leitung von Prof. Ulrike Böhm, Städtebau-Institut/Freiraumgestaltung, Universität Stuttgart, hatte von 75 eingereichten Arbeiten in der finalen Bewertungsrunde 24 nominierte Projekte gesichtet und bewertet. Den Preis 2022 durften relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen (Berlin) bei der festlichen, vom Frank Dupree Trio musikalisch begleiteten Verleihung im Hospitalhof in Stuttgart für den Entwurf „Neue Ufer, Überlingen“ entgegennehmen. relais LA hatten für die Landesgartenschau 2021 in Überlingen ein naturnahes Ufer am Bodensee geschaffen sowie die innerstädtische, urban geprägte Uferpromenade umgestaltet. Weitere zehn Preise wurden vergeben. Mit großer Freude konnte Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger einen der Preise für die Neugestaltung des Neckarufers, der Zabermündung & Lamparter Park persönlich entgegennehmen. 

 

Anlass des bdla für die Auslobung des Wettbewerbs waren die in starkem Maße gewachsenen Anforderungen, die Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen im Umgang mit der zunehmend knapper werdenden Ressource „Landschaft“ stellen. Bei der Ausschreibung gefordert waren Projekte, denen ein erkennbar innovativer und nachhaltiger Planungsansatz zugrunde liegt. Das darin ein enormes Potenzial steckt und welche Bedeutung gut gestaltete öffentliche Grün- und Landschaftsräume angesichts des globalen Klimawandels für das Stadtklima und lokale Ökosysteme haben, unterstrich Schirmherrin Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg.

 

Die Freude über die Resonanz auf den Preis, die Qualität der Arbeiten und auch auf das gemeinsame Feiern mit rund 150 Gästen aus Politik und Wirtschaft  sowie den Austausch mit Kolleg:innen war dem Vorsitzenden des bdla Baden-Württemberg e.V. anzumerken.

„Erstmalig, einzigartig, erfolgreich“. So beschrieb Urs Müller-Meßner das Ergebnis des Wettbewerbs. „Zum Erfolg der Projekte tragen nicht nur die Planungsexperten der Landschaftsarchitektur und ausführenden Firmen bei. Nein, zum Erfolg gehört auch eine mutige und aufgeschlossene Bauherrschaft. Ohne sie würde es die Vielfalt und Einzigartigkeit an Projekten nicht geben.“ Planen und Bauen werde aktuell immer schwieriger, so Müller-Meßner weiter. „Unwetterereignisse und Hitzeperioden als Boten des bereits wahrnehmbaren Klimawandels, die Verknappung von Rohstoffen und die Verteuerung von Energie stellen uns vor immense Herausforderungen. Was heute gilt ist morgen bereits Geschichte. Dazu bedarf es viel Innovationskraft und neuer Zielsetzungen. Unsere heutige Preisverleihung steht im Zeichen dieses Wandels und versucht Antworten  zu finden auf die allgegenwärtigen Zukunftsfragen,

als wertvollen Beitrag für einen lebendigen Dialog mit Landschafts- und Stadträumen.“ Künftig soll der Baden-Württembergische Landschaftsarchitektur-Preis alle zwei Jahre vergeben werden.

 

Der Wettbewerb

Vom 31. Mai bis zum 16. Juli 2021 hatten 35 Landschaftsarchitekturbüros 75 Projekte eingereicht. Die Jury wählte in der ersten Wertungsrunde die besten 24 Entwürfe aus. Zugelassen waren Projekte, die im Zeitraum zwischen dem 01.01.2015 und der Auslobung am 31.05.2021 in Baden-Württemberg realisiert wurden. Nach Entwürfen des bdla entstanden die Plastiken für den Baden-Württembergischen Landschaftsarchitektur-Preis 2022. Jedes der kubischen Objekte ist ein Unikat und wurde in Handarbeit aus GODELMANN Architekturbeton hergestellt.

 

Christof Luz beschreibt das Projekt - auszugsweise - wie folgt:

 

Hier kommt einiges zusammen: zwei Flüsse, Stadt + Landschaft, Infrastruktur + Park, Klutur + Natur, Festplatz + Biotop, Hochwasserschutz und städtebaulicher Missstand, Geschichte + Gegenwart, ...  Mit pointierten, im Grunde einfachen Maßnahmen wurde mit wenig viel erreicht. Einfach, zurückhalten, schlicht! Im Einzelfall auch deutlich ist in der Summe die vorhandene Qualität und Attraktivität der Stadt wesentlich gesteigert worden.  Insgesamt werden die Freir#ume der Stadt als Wesensmerkmal gesichert und weiterentwickelt, auch zum Teil zur "Marke Lauffen" , indem Sozialtop und Biotop, Gestaltung und Nutzung zu einem Ganzen integriert werden.