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Aktuelle Nachrichten | Keßler, Bettina | 19.07.2022

Ausstellungseröffnung mit Hölderlin und Hilbig

Seit Sonntag ist die Ausstellung "Was bleibet aber - Literatur im Land" im Klosterhof zu sehen

Ausstellungseröffnung von "Was bleibet aber - Literatur im Land" am 17.7.22 mit Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und Amtsleiterin Bettina Keßler Viele Besucherinnen und Besucher machten sich im Anschluss an die Eröffnung - mit dem Fragebogen in der Hand - auf zu einer vergnüglichen literarischen Spurensuche quer durch die Ausstellung. (Foto: Miriam Keßler)

 

Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde im Lauffener Klosterhof die Ausstellung "Was bleibet aber - Literatur im Land" eröffnet, die noch bis zum 11. September dort zu sehen ist. Zur Begrüßung durch Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und Amtsleiterin Bettina Keßler waren trotz des wunderbaren Sommerwetters eine ganze Reihe Literaturinteressierte gekommen, um sich in die Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft für literarische Gesellschaften einführen zu lassen.

 

Belohnt wurden sie mit spannend aufbereiteten Themen, zu denen sich bedeutende Autorinnen und Autoren der Literturgeschichte geäußert haben. Zu lesen sind da Gedanken von solch illustren Namen wie Hermann Hesse, Wolfgang Borchert, Bertolt Brecht, Annette von Droste-Hülshoff, Friedrich Schiller oder Christa Wolf. Die Themen reichen von "Freiheit" über "Zensur" und "Exil" bis zur "Utopie". Die geschichtliche Spannweite reicht von Gryphius und Grimmelshausen bis zur zeitgenössischen Literatur. Ergänzt wird diese spannende Sammlung von Welt-Ansichten von Kurzporträts und ausgewählten Texten süddeutscher Literaten wie Hebel, Kerner und Mörike.

 

Wirklich interessant, welche Autorinnen und Autoren so nachhaltig wirkten, dass sich eine eigene literarische Gesellschaft für sie gegründet hat. Bürgermeister Waldenberger wies in seiner Rede darauf hin, dass Lauffen hier in besonderer Weise vertreten ist. Nicht nur, dass das namensgebende Zitat der Ausstellung "Was bleibet aber stiften die Dichter" von Friedrich Hölderlin stammt, dem auch eine eigene Tafel gewidmet ist, sondern auch der Dichter Wolfgang Hilbig ist vertreten, einer der bedeutendsten Lyriker der DDR-Literatur und Sohn der Lauffener Partnerstadt Meuselwitz in Thüringen. Mit dem Vortrag von zwei Gedichten von Hilbig, der häufig in seinen Werken auch Bezug nimmt auf Hölderlin, schlug Waldenberger die Brücke zwischen den beiden literarischen Größen.

 

Amtsleiterin Keßler hatte stellvertretend für die erkrankte Hölderlinhausleiterin Eva Ehrenfeld einige unterhaltsame und überraschende Zahlen und Fakten rund um das Lesen, um den Buchmarkt und Bücher mit dabei. Vom dünnsten Buch der Welt über das teuerste Buch Deutschlands bis zum meistverkauften Werk des vergangenen Jahres fanden sich viele kuriose Zahlen in ihrer Aufzählung. Abschließend lud sie alle Ausstellungsbesucherinnen und -besucher dazu ein, mit einem Quiz auf literarische Spurensuche in der Ausstellung zu gehen. Und wer 8 Fragen richtig beantwortete, durfte sich dann sogar einen Preis aus dem Shop des Hölderlinhauses aussuchen.

 

INFO: Die Ausstellung ist noch bis 11. September immer samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet, parallel zu den Öffnungszeiten von Hölderlinhaus und Hofcafé.