Hölderlin 2020

Hölderlin 2020

Programm 2020

Lauffener Veranstaltungen im Hölderlinjahr 2020

Der Geburtsort des Dichters feiert Friedrich Hölderlin im Jahr seines 250. Geburtstags mit zahlreichen Veranstaltungen vom 20. Februar bis Ende Juli.

Logo Zu Gast bei Hölderlin

Wie bereits in den Vorjahren finden diese Veranstaltungen im Rahmen der etablierten Literaturreihe der Stadt Lauffen a. N., "Zu Gast bei Hölderlin", statt.

 

Der Veranstaltungsreigen beginnt genau einen Monat vor dem runden Geburtstag  am 20. Februar 2020  mit der Welturaufführung des Lauffener Hölderlin-Musicals "hölder" und endet am 27. Juli mit dem Kinderfest mit Festumzug zum Thema "Friedrich Hölderlin".

Zu Gast bei Hölderlin... 2020

FEBRUAR

Do, 20. bis Sa, 22.2., Stadthalle Lauffen a.N.

Aufführungen von "Hölder - Das Rock-Musical"

1793 trifft auf 2020: Freundschaft und Freiheit in Zeiten der Revolution
Im Rockmusical „Hölder“ berühren sich bedeutende Figuren und Gedankenwelten aus dem 18. Jahrhundert und heute – gefühlvoll eingebettet in leidenschaftliche Rockmusik,
ausdrucksstarken Tanz und atmosphärische Projektionen. Das modulare Bühnen-Spektakel geht mit dem Wunsch an den Start, dass möglichst viele Menschen – auch ohne jegliche
Vorkenntnisse – einen Zugang zur Gedankenwelt Friedrich Hölderlins finden.
Eine Veranstaltung der Stadt Lauffen a.N. - gefördert im Rahmen des Literatursommers 2020 der Baden-Württemberg Stiftung, www.literatursommer.de
Eintritt: Kat. 1: 23 € /13 € (erm.), Kat. 2: 19 € / 9 € (erm.)

Vorverkauf: Lauffener Bürgerbüro (Tel. 07133/20770) sowie unter www.lauffen.de

 

MÄRZ

GEBURTSTAGS-WOCHENENDE

Fr, 20.3., 13 Uhr, Klosterhof

Festakt zum 250. Geburtstag von Johann Christian Friedrich Hölderlin

und zur Eröffnung des Hölderlinhauses

Auf der Bühne begrüßt Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger den Philosophen und Hölderlin-Biografen Rüdiger Safranski und die Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut. Hölderlins Verse im neuen Soundkleid präsentiert Timo Brunkes Hölderlin-Spoken-Word-Band.

 

Sa, 21.3., 20 Uhr, Klosterhof

 „…ins tiefste Herz…“

Konzert mit Werken von Rozalie Hirs (UA), Luigi Nono, Leoš Janáček

Mit Maraile Lichdi (Sopran) & Sonar Quartett

Eintritt frei - um Spenden für die Arbeit des Förderkreises wird gebeten.

Hölderlin-Verse und -briefe an Susette inspirierten Luigi Nono zu „Fragmente – Stille. An Diotima“: das Verstummen wird zur emphatischen Vergegenwärtigung. Rozalie Hirs nähert sich Hölderlin über das „Hohelied“ und vertont ein eigenes Gedicht (Auftragswerk Förderkreis Neue Musik Heilbronn). Leoš Janáčeks „Intime Briefe“ setzen als schöpferischer Reflex einer verbotenen Liebe Unaussprechliches in Töne: ein erhellender Perspektivwechsel.

Eine Veranstaltung der Stadt Lauffen a.N. in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis für Neue Musik Heilbronn e.V.

 

Sa, 21.3. bis So, 29.03.

Hölderlinhaus für alle

Ab Samstag, 21.3.2020, ist die neue Dauerausstellung zu Friedrich Hölderlin im Hölderlinhaus für alle Besucherinnen und Besucher von 10 bis 18 Uhr geöffnet - in der ersten Woche mit verlängerten Öffnungszeiten und freiem Eintritt!

 

So, 22.3., 19.30 Uhr, Klosterhof

Theater Lindenhof Melchingen:

"Darum wandle wehrlos fort durchs Leben, und fürchte nichts!"

- Annäherung an Friedrich Hölderlin von Markus Bauer und Philipp Becker

Der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin stiftet den Anlass, aufzurufen zur Versammlung an einem großen Tisch: Das Theater Lindenhof lädt ein zu einem Fest für und mit Hölderlin, um unsere Gegenwart anhand seines Werkes freudig, mutig und aufrichtig zu befragen. Zu einem Fest der Zuversicht, in einer Zeit, in der es für Pessimismus zu spät ist.

 

Versammeln wir uns um die Tafelrunden der Geschichte, in den Konventen und Konklaven, im house of commons oder im Bundestag. Begegnen wir uns in Freundesgestalt und begründen wir einen neuen Bund. Reaktivieren wir die poetische Energie des Dichters, um uns zu befreien aus der aussichtslosen Lage einer Menschheit, die mit gesenkten Häuptern auf die Mobiltelefone schaut, mit Stöpseln in den Ohren die Zeichen der Zeit ausblendet und die die Vereinzelung zu Ich-AGs und Einzeltätern hinnimmt.

 

Eintritt: Kat. 1: 31 € / 16 €, Kat. 2: 25 € / 12 €, Kat. 3: 19 € / 9 €

Vorverkauf im Lauffener Bürgerbüro sowie hier online.

 

Weitere öffentliche Aufführungen des Theaters Lindenhof in Lauffen a.N.:

Mo, 23.3.; Fr, 27.3.; Sa, 28.3.; So, 29.3.

Eine Weiterentwicklung der Lauffener Aufführung spielt das Theater Lindenhof zudem an den weiteren Hölderlin-Orten am Neckar: in Nürtingen und in Tübingen.

 

Sa, 28.3., 15-17 Uhr

Öffentliche Hölderlin-Stadtführung

mit Gästeführerin Terezia Berghe

 

MAI

So, 17.5., Stadthalle Lauffen a.N.

Männergesangverein Urbanus: "Hölderlin und seine Zeit"

Leitung: Raphael Layher

mit dem Männergesangverein Liederkranz Oberjettingen

Johannes Brahms, Schicksalslied Opus 54 (in einer Bearbeitung für Männerchor) und weitere Werke aus der Zeit Hölderlins.

 

JUNI

Di, 2.6., 15-17 Uhr

Öffentliche Hölderlin-Stadtführung

mit Gästeführerin Terezia Berghe

 

Do, 4. bis So, 7.6.

Jahrestagung der internationalen Hölderlin-Gesellschaft

"Wozu Dichter in dürftiger Zeit?"

Vorträge, Seminare, Abendveranstaltungen - das Programm ist ab Anfang 2020 unter www.hoelderlin-gesellschaft.de abrufbar.

 

So, 7.6., 15-17 Uhr

Öffentliche Hölderlin-Stadtführung

mit Gästeführerin Terezia Berghe

 

JULI

So, 12.7., 18 Uhr, Regiswindiskirche

»Es ist so eine ganz eigne Stimmung darin« - Friedrich Hölderlin und Robert Schumann

  • Robert Schumann (1810-1856): Gesänge der Frühe op. 133
    Für Orgel bearbeitet von Andreas Willberg, Uraufführung
  • Lesung von: Friedrich Hölderlin, Hyperion, I. Buch, 3. Brief
  • Robert Schumann: Missa sacra c-Moll op. 147 für Soli, Chor und Orchester

Mitwirkende: Chor der Regiswindiskirche, Württembergisches Kammorchester Heilbronn, Solisten, Rezitator; Leitung: Andreas Willberg

 

KINDERFEST-WOCHENENDE

Fr, 24. bis Mo, 27. Juli

100 Jahre Sportfreunde Lauffen a.N.: Großes Fest auf dem Kiesplatz

mit Bewirtung und Live-Musik

 

Fr, 24. Juli, 17 Uhr, und So, 26. Juli, 11.15 Uhr, open air im Klosterhof

"Der Tod des Empedokles" - ein Theaterspektakel von und mit Peter Trabner

Ausgehend von Hölderlins literarischem Fragment „Der Tod des Empedokles“, hat der bekannte Film- und Fernsehschauspieler Peter Trabner ein Solo-Theaterstück entwickelt, das er am jeweiligen Spielort mit einem fest im Boden verwurzelten Baum spielt.
Hölderlins Werk gilt als erstes Umweltdrama und wurde im Sommer 1797, noch vor der industriellen Revolution und dem damit einsetzenden Anstieg der CO2- Emissionen, geschrieben. Ausgehend von der gespielten Probenarbeit am Original-Hölderlin-Drama, verknüpft Trabner assoziativ die aktuellen Themen Um- bzw. Mitwelt, Verlust der Artenvielfalt, steigender Ressourcen-Verbrauch, Plastikflut, Vermüllung und zunehmende Selbstzerstörung der Menschheit.
Einen visuellen Eindruck der Theaterproduktion erhält man unter http://www.empedokles.de 

 

So, 26. Juli

KINDERFEST mit großem Hölderlin-FESTUMZUG

Feierlicher Themen-Umzug (ab 13 Uhr) zum Abschluss der Lauffener Feierlichkeiten zum Hölderlinjahr 2020;

ab 15 Uhr: zahlreiche Spiel- & Sport-Angebote für Kinder und Familien auf dem Kiesplatz, Spielplatz am Kies und im Lamparter-Park

 

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Außerdem:

So, 1.11., 19.30 Uhr, Klosterhof

Landestheater Tübingen: "Hyperion"

Theaterstück nach dem Briefroman von Friedrich Hölderlin

Eine Veranstaltung des Hölderlin-Freundeskreises e.V. gefördert vom Literaturland Baden-Württemberg

Eintritt: 15 € / Unter 18 Jahren: Eintritt frei.

 

Hyperion ist ein junger Mann, der unermüdlich auf der Suche ist nach Geborgenheit, Sinn und einer besseren Welt. Jetzt kehrt er in sein Vaterland zurück, aus dem er nach einem gescheiterten Aufstand, der Trennung von seinem Freund Alabanda und dem Tod seiner Geliebten Diotima geflohen war. Auf der Insel Salamis lebt Hyperion einen Sommer lang als „Eremit in Griechenland“ und schreibt Briefe an einen Deutschen namens Bellarmin, der alles von ihm erfährt: Freude und Verzweiflung, Kriegsbegeisterung und Liebesgeflüster.

Friedrich Hölderlin gleicht dem Helden des Briefromans „Hyperion“ (1797/99) in seinem radikalen Eigensinn und Widerstandsgeist. Seine ganze Hoffnung ruht auf dem Leser, der heute nicht viel anders lebt als Hyperion damals: „einen Fremden im eigenen Land, noch nicht gekauft, noch nicht vergiftet. Einen, der sich weder verraten, noch aufgegeben hat. Einen Hoffenden unter Verzweifelten, einen Liebenden unter Getriebenen, einen Gläubigen unter Verblendeten. Das Gesagte gilt einem anderen Deutschland, jenseits von Herrschaft, Gerede und Lärm.“ (D. E. Sattler)

 

Das Hölderlin-Jahr 2020 ist ein schöner Anlass, sich Zeit zu nehmen für Hölderlin, seine Sprache wieder zu hören und zu erfahren, was er uns heute zu sagen hat.


Regie: Carina Riedl

Öfter vorbeischauen lohnt sich!

Im Laufe des Jahres wird diese Seite immer weiter ergänzt und überarbeitet.