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Aktuelle Nachrichten | Keßler, Bettina | 26.03.2019 – 30.04.2019

Die Spinne Martha und der ungezogene Opa waren natürlich auch dabei

Oliver Steller gastierte begleitet von Thomas Diemer mit seinem sechsten Kinderprogramm im Museum und begeisterte seine Fans

Oliver Steller und Thomas Diemer in "Gedichte für Kinder 6" (Foto: Bettina Keßler)

 

Das Durchschnittsalter ist niedrig, die Erwartungen hoch, die Aufregung greifbar. Dann rhythmisches Klatschen: Er ist da, der Oliver Steller. Olli Superstar? Wenn man die begeisterte Mitsing-Resonanz der Kinder und Erwachsenen auf seine Klassiker wie die Spinne Martha oder den ungezogenen Opa miterlebt, könnte man das fast glauben. Und Muttis bestätigen das, „bei uns laufen seine CDs rauf und runter, zu Hause und im Auto“. Jetzt war der bescheidene Kölner, der viel lieber ein Kinderfreund als ein Superstar ist, mit seinem sechsten Kinder-Gedichte-Programm in Lauffen zu Gast.

 

Was macht ihn denn aus, den Oliver Steller? Was macht ihn zum absoluten Liebling der Kids, obwohl Gedichte hören ja kein typisches Kinderhighlight ist? Oliver Steller ist absolut authentisch und es macht ihm sichtbar und hörbar Spaß und Freude, dass er mit und für die Kinder spielen darf. Da gibt es keine runtergespulten Texte oder Lieder, da werden Kinder ernst genommen und gefordert, denn seine Texte und Botschaften sind nicht immer einfach, er will die Kinder als Partner haben, will sie zum Mitmachen gewinnen und sicherlich sie auch hellhörig machen für die sie umgebende Welt.

 

Und das klappt schon beim ersten Lied von Oliver und seiner silbernen Gitarre Frieda, inzwischen 24 Jahre alt, und Thomas Diemer mit seinem Schlagzeug  Fridolin. Da bedarf es keiner Aufforderung zum Klatschen, da war sofort und ungefragt Leben in der Bude. „Hallo jetzt geht es los“ war Startsignal für eine unterhaltsame, fetzige, freche und melodische Stunde.

 

Altbekanntes wie die Geschichte um die Heinzelmännchen in Köln waren da ebenso Bestandteil wie das Computerlied 10011, die Überlegung, dass Lehrer eigentlich auch Zeugnisse bekommen sollten, verblüffende Zaubertricks, Zungenbrecher, die Frage, wer das Fragen erfunden hat und vor allem ganz viel Empathie und ganz viel Zuneigung für die Kinder.

 

Oliver Steller will selber gerne Kind sein, dass merkt man, ein bisschen trotzig sein, ein bisschen frech, ein bisschen neugierig. Er möchte wissen, ob der Pudding, wenn er zittert sich fürchtet, ob eine Gitarre, nämlich Frieda, alleine spielen kann, ob das Licht im Kühlschrank weiter brennt, wenn die Tür geschlossen ist.

 

Oliver Steller will auch Selbstbewusstsein vermitteln, weiß, wie wichtig es für Kinder ist. „Ich bin so, wie ich bin, auch wenn es andere gibt, die klüger, reicher, schneller, besser sind. Es ist gut so wie ich bin, ich freue mich, denn ich bin ich“, lautet ein Liedtext. Und die Kinder sind ganz bei der Sache, da rennt keiner rum, quengelt keiner oder gähnt. Stellers Programm bleibt bis zum Ende lustig und fetzig und endlich in der laut geforderten Zugabe kommt sie, die absolute Steller-Kinder-Queen die schöne Spinne Martha mit den sechs Beinen.

 

Gewinnerinnen Gedichtwettbewerb (Foto: Bettina Keßler)

 

Dass drei Schülerinnen, die bei einem Gedichtwettbewerb der Bücherei Lauffen mit ihren Reimen gewonnen haben, den regionalen Schlusspunkt unter ein Lyrik-Programm setzen, indem sie ihre Gedichte vortrugen, war einfach cool, so urteilten ihre Mitschüler. Der Applaus gab den jungen Dichterinnen recht und auch Oliver Steller hat die Nachwuchsdichtung sichtlich gefallen, vielleicht war sie ja Inspiration für das Kinderprogramm Nummer sieben.

 

Text: Ulrike Kieser-Hess

 

Bildunterschriften:

Abb. 1: Oliver Steller und Thomas Diemer am Schlagzeug zogen ihr junges Publikum vom ersten Lied an in ihren Bann und begeisterten mit Liedern, Gedichten und Zaubertricks. (Foto: B. Keßler)

Abb. 2: Tamara Blatt und Mia Peter aus der 4a und Lina Schmidt aus der 3c der Hölderlin-Grundschule durften ihre selbst geschriebenen Gedichte als Gewinnerinnen des Gedichtewettbewerbs der Lauffener Bücherei selbst vortragen und ernteten viel Applaus vom jungen Publikum. (Foto: B. Keßler)

 

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