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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 11.03.2019 – 22.03.2019

"Die Ferien des Monsieur Hulot" am Freitag, 22. März im Filmklub

Wiederaufführung zum 50jährigen Jubiläum des Filmklubs

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Der Filmklub im Hölderlin-Gymnasium zeigt am Freitag, den 22. März um 20 Uhr Jaques Tatis einmalige Filmkomödie „Die Ferien des Monsieur Hulot“. Das Publikum der letzten Vorstellung hat sie mit klarer Mehrheit für eine Wiederaufführung ausgewählt. Auch dieses Werk gehört zum festen historischen Bestand jener Filme, die man einfach „unbedingt einmal gesehen haben muss“, eine der seltenen Perlen der Filmkunst, die einer Wiederaufführung zum 50-jährigen Jubiläums des Filmklubs würdig sind.

 

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„Die Ferien des Monsieur Hulot“ entzieht sich jeder Art von Einordnung. Während die typische französische Komödie eher vom Dialogwitz lebt, so reduziert der vom Stummfilm beeinflusste Regisseur die Dialoge auf ein Minimum und arbeitet lieber mit ausdrucksstarken Gesten und Mimiken. Worte sind ihm dabei überflüssig: Der näselnde Bahnhofslautsprecher ist nicht zu verstehen, die Restaurantgäste geben nichts als Banalitäten von sich, die niemanden interessieren, Gespräche überlagern einander, und der Hauptdarsteller, Hulot (Tati selbst) spricht nur ein einziges Wort.

Tati scheint dazu ohne eine Handlung im üblichen Sinn auszukommen. Er reiht zwar scheinbar nur einen Gag an den anderen, aber erzeugt daraus auf fast klassische Weise eine konsequent aufgebaute Dramaturgie, in der die Hauptperson Hulot von einer Katastrophe in die nächste stürzt, und die im Höhepunkt eines missglückten Feuerwerks mündet. Jede neue Situation – die Tennis-, Grab-, Tischtennis- oder Paddelboot-Episode – lässt uns einen Blick auf ein ganz eigenes, komisches und anrührendes Universum werfen. Als wachsamer Beobachter seiner Zeitgenossen bannt er ganz unschuldig die armselige Ernsthaftigkeit dieser Urlauber auf Zelluloid, die vor allem eins nicht wollen: dass die fade, aber angenehme Monotonie der sich aneinanderreihenden Tage gestört wird.

Dass Jaques Tati seinen 1953 uraufgeführten Film besonders liebte, zeigt sich daran, dass er ihn immer wieder überarbeitet und verbessert hat, bis er schließlich erst 1978 (!) mit ihm zufrieden war. Der Filmklub zeigt diese endgültige Version in einer Fassung, die schließlich nochmals 2015 mit Hilfe der Original-Negative technisch restauriert und auf neuesten Stand gebracht wurde.

Die Vorstellung findet in der Aula des Lauffener Hölderlin-Gymnasiums in der Charlottenstraße statt und steht allen Interessierten offen. Karten sind im Vorverkauf beim Bürgerbüro Lauffen zu 2,00 € und an der Abendkasse zu 2,50 € erhältlich.

 

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