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Troja ist nicht nur ein bedeutender archäologischer Fundort, sondern auch zweifellos der Schauplatz des in der Ilias geschilderten Trojanischen Krieges. Die Archäologie kann auf viele Fragen zur Historizität der Epen um Troja keine abschließenden Antworten geben, aber seit der Wiederentdeckung Trojas durch Frank Calvert und den Ausgrabungen von Heinrich Schliemann kann man zumindest den topographischen Hintergrund der Erzählung in der Ilias mit den natürlichen Gegebenheiten vergleichen. Geben Ergebnisse der aktuellen Ausgrabungen weitere Antworten? Referent Prof. Dr. Ernst Pernicka, geb. 1950 in Wien, ist seit 2006 Grabungsleiter in Troja und seit 2004 Professor für Archäometrie an der Universität Tübingen. 1976 promovierte er über die Herstellungstechnik von mittelalterlicher Keramik aus Persien und Afghanistan und 1987 habilitierte er in Heidelberg. Im Jahr 1998 wurde er Professor der Archäometallurgie an der TU Bergakademie Freiberg. Den Wissenschafts-Talk moderierte „bild der wissenschaft“ - Chefredakteur Wolfgang Hess. Seine Lauffener Gäste waren Gerhard Kuppler und Michael Donnerbauer...mehr
Besteht unsere Gesellschaft bald nur noch aus Grauhaarigen? Wird es einen „Krieg der Generationen“ geben? Wo ist die Grenze zwischen Schwarzmalerei und Realität und wie kann mit einer älter werdenden Gesellschaft positiv umgegangen werden? In einem einseitig negativen Altersbild ist sicher kein Platz für die Verknüpfung von Alter und Zukunft. Erweitert man jedoch den Blick auf das Alter, so entsteht eine Reihe von interessanten Verknüpfungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Ursula Staudinger, Vizepräsidentin der Jacobs University Bremen, befasste sich in ihrer Forschungsarbeit mit Reserven und Potentialen lebenslanger Entwicklung, Altern und Produktivität, mit intergenerationellen Beziehungen und der Entwicklung von Lebenseinsicht, Lebensgestaltung und Weisheit über die Lebensspanne. Zur Diskussion standen die neuesten Befunde der Sozial- und Verhaltenswissenschaften zu diesem Thema. An den Vortrag von Prof. Dr. Staudinger schloss sich ein Wissenschaftstalk mit Lauffenern. Es moderierte „bild der wissenschaft“ - Chefredakteur Wolfgang Hess. Seine Gäste waren dieses Mal Alt-Stadträtin Ingeborg Haury sowie Kinderarzt Dr. Michael Mühlschlegel...mehr
Vor sieben bis fünf Millionen Jahren entstand der aufrechte Gang. Vor drei bis zwei Millionen Jahren machte die Menschwerdung einen weiteren entscheidenden Schritt: Die Nahrung wurde hartfaserig und hartschichtig. Einige Vorläufer des Menschen entwickelten ein entsprechendes Gebiss, andere "entdecken" Werkzeuge. Sind all diese Entwicklungen auf klimatische Veränderungen zurückzuführen? Und liegen unser aller Wurzeln tatsächlich in Afrika? Diese und noch mehr spannende Fragen und Hinweise zum Thema „Urmensch“ nahm der Paläobiologe und –anthropologe Prof. Dr. Friedemann Schrenk genauer unter die Lupe. Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter. Für seine Arbeit wurde Schrenk 2006 mit den Titel "Wissenschafler des Jahres" als Communicator-Preisträger ausgezeichnet. Das heißt, er hat sich speziell um die öffentlichkeitsnahe Vermittlung des Themas verdient gemacht. Besonders offen war er daher auch für Fragen. Diese wurden bei der anschließenden Talk-Runde mit den drei Lauffenern, Kinder- und Jugendarzt Dr. Michael Mühlschlegel, Pfarrer Gerhard Kuppler sowie dem Moderator und bild der wissenschaft-Chefredakteur Wolfgang Hess, erörtert...mehr
Über das Leben, den tragischen Tod und die jüngsten Erkenntnisse über den Eismann, der vor 5100 Jahren bei einer Alpenüberquerung ums Leben kam, berichtete der Arzt und Pathologe Dr. Eduard Egarter Vigl. Mit neuen Methoden bringt der Mediziner aus Bozen immer wieder überraschende Befunde über „frozen fritz“, wie die Amerikaner sagen, ans Tageslicht. So ist inzwischen aktenkundig, dass sich Ötzi über 50-mal tätowieren ließ: wahrscheinlich um seine Krankheiten zu behandeln. Im Anschluss an seinen Vortrag diskutierten vier Lauffener, der Pfarrer Gerhard Kuppler, die Geophysikerin Dr. Birgit Müller, der Abiturient Tianyu Yuan sowie der Journalist Wolfgang Hess mit dem Leibarzt der Mumie über die Lebensbedingungen in der Jungsteinzeit...mehr
Trendforschung und Zukunftsszenarien haben Hochkonjunktur. Das Wachstum einer Volkswirtschaft sowie Klimaprognosen stehen dabei ebenso im Brennpunk wie die Verbreitung neuer Technologien oder die künftige Lebenserwartung. Was kann man heute wirklich vorhersagen, was bleibt weiterhin Scharlatanerie? Professor Hariolf Grupp, ehemaliger Direktor des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung, stelle die von ihm für Deutschland weiterentwickelte Delphi-Methodik vor, mit der versucht wird, technologische und wissenschaftliche Entwicklungen sowie wirtschaftliche Durchbrüche im Voraus zu erkennen. Wo die Stärken dieser Methode liegen, wo ihre Schwächen und welche Entwicklungen durch sie treffend vorausgesagt wurden, war Inhalt des Vortrags des Physikers, Mathematikers und Wirtschaftswissenschaftler Grupp. Im Anschluss diskutierte er mit Gymnasiasten, einem Entwicklungsexperten des Lauffener Werkzeugmaschinenbauers Schunk GmbH Co. KG und dem Chefredakteur von "bild der wissenschaft"...mehr