Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 15.01.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

sehr gefreut hat uns der Besuch der Sternsinger im Bürgerbüro. Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) ist nun am Haupteingang zu lesen. Die Kinder sammeln in diesem Jahr unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Denn noch immer ist die Not von Millionen von Kindern groß: 250 Millionen von ihnen, vor allem Mädchen, gehen weltweit nicht zur Schule. 160 Millionen Kinder müssen arbeiten, rund die Hälfte unter ausbeuterischen Bedingungen. Wir müssen deshalb die Rechte von Kindern weltweit stärken und ihre Umsetzung weiter vorantreiben. Spenden sind ganz einfach digital unter www.sternsinger.de möglich. Bürgerbüroleiterin Bettina Keßler begrüßte stellvertretend für Bürgermeisterin Sarina Pfründer mit ihrem Team die Kinder und bedankte sich bei den sechs Mädchen und jungen Frauen für ihr Engagement für Kinder und Kinderrechte weltweit.

Eine tolle Veranstaltung war der Neujahrsempfang unseres Heimatvereins in der Stadthalle, bei dem unsere Musikschule im Mittelpunkt stand. Sie feiert 2026 ihren 50. Geburtstag. Unsere Musikschule ist ein kommunales Erfolgsmodell. Getreu dem Leitmotiv von Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ kann für 10 Kommunen und 1900 Schülerinnen und Schüler ein hochkarätiger Musikunterricht angeboten werden, der für eine Gemeinde alleine nicht möglich wäre. Das Niveau ist beeindruckend, wie erst jüngst wieder das Streichorchester beim Adventskonzert unter Beweis stellte. An dieser Stelle darf ich unserem Führungsteam mit Schulleiter Thomas Conrad, Zweckverbandsvorsitzendem Thomas Vogl und Klaus Peter Waldenberger als 1. Vorsitzenden und nun Vorsitzendem des Fördervereins, unserem Kämmerer Frieder Schuh, den Bürgermeister-KollegInnen sowie den 45 Lehrkräften meinen besonderen Dank aussprechen. Es ist grossartig, was sie für unsere Nachwuchsmusiker leisten. Schöne Kostproben davon gab es beim Neujahrsempfang. Vielen Dank an unseren Heimatverein unter Leitung von Jürgen Reiner für die Organisation und Moderation dieser gelungenen Veranstaltung. Ulrike Kieser-Hess stellte kurzweilig die Geschichte des Gebäudes Südstraße von der Landwirtschaftsschule zur Musikschule vor. Der 1. Vorsitzende des Zweckverbandes,Thomas Vogl, berichtete über die positive Entwicklung der interkommunalen Schule.

Zur Beschaffung neuer Instrumente und zur Unterstützung bedürftiger Familien bei den Elternbeiträgen übergaben die Vorsitzende der Bürgerstiftung anzetteln e.V. Dagmar Zoller-Lang und die Präsidentin des Kiwanis Heilbronn Helibrunna e.V. Martina Reu eine Spende an Klaus-Peter Waldenberger für den Förderverein. Herr Hess erörterte im Gespräch mit Frau Flechsenhar, den Herren Schiedt und Conrad die Bedeutung der Musikschule für unsere Region. Schön, Herrn Hess wieder als profunden Interviewer auf der Bühne zu haben. Genau vor 20 Jahren, nämlich am 17. Januar 2006, fand die erste Reihe „Lauffen will es wissen“ statt.
Bei der Neujahrsansprache gingen wir auch auf die Planungen für 2026 ein: Wir haben uns im letzten Jahr in vielen Bereichen neu aufgestellt. Dies ist wichtig, weil aufgrund der Wirtschaftskrise und damit deutlichen weniger Einnahmen bei den Steuern sich die Grundstruktur der Haushaltsfinanzierung verändert hat. Ich bin dem Gemeinderat sehr dankbar, dass er diese Zeichen früh erkannt und notwendige Veränderungen mitgetragen hat. Wir haben einen zweijährigen Prozess der Haushaltskonsolidierung hinter uns und hoffen, dass die Wirtschaft sich langsam wieder fangen kann. Durch die Konsolidierung haben wir die Grundlage geschaffen, neu investieren zu können. Die Sonderschulden des Bundes, die für uns zusätzliche Mittel von 7,3 Millionen Euro bringen, helfen uns bei der uns kommunalen Verschuldung. Es wäre gut, wenn diese erleichterten Investitionen die Baubranche in Deutschland ankurbeln, wie dies bei der Konjunkturkrise 2009/10 gelungen ist. Denn wir wollen und wir müssen investieren, um unsere Infrastruktur zu erhalten. 2026 erwarten wir den Förderbescheid für die Rathausbrücke, die für 5,3 Millionen Euro neu gebaut werden soll. Für unser Städtle keine leichte Zeit, da der Brückenkopf für die Baustelleneinrichtung benötigt wird und die Oskar-von-Miller-Straße nur über das Zementwerk erreichbar sein wird.
Für den Hort in der Grundschule mit Mensa ist der Förderbescheid direkt vor Weihnachten eingegangen. Hier bereiten wir aktuell die Ausschreibung vor, so dass möglichst Ende des Jahres mit dem Bau begonnen werden kann. Die Fertigstellung ist im Schuljahr 2027/2028 geplant. 4,3 Millionen bei einer Förderzusage von 3 Millionen Euro sind im Haushalt eingestellt. 2026 soll für 1,5 Millionen Euro das Haus am Kirchberg mit 4 Wohneinheiten fertig gestellt werden. Im Bereich der erneuerbaren Energien treiben wir die Planung für Windkraft voran und wollen in Photovoltaik zur Eigenstromnutzung fürs Rathaus, Pumpwerk Städtle und Kläranlage investieren. Stichwort Kläranlage - dort entsteht für 3 Millionen Euro gerade der neue Faulturm.
Neben dem großen Förderbescheid für den Hort kamen am selben Tag noch zwei weitere Förderzusagen, mit denen wir gar nicht gerechnet hatten. 12.000 Euro erhält der Integrationsausschuss für sein Begegnungscafé im CVJM-Haus. Aus dem bisherigen Ukraine Café-Treff, der nur noch wenig frequentiert wurde, soll ein multikultureller Begegnungsort mit Beratungs- und Betreuungs-Angeboten offen für Geflüchtete und Migranten aller Nationen und Einheimische, die Kontakt zu Menschen anderer Kulturen suchen, entstehen.
24.000 Euro kommen aus demselben Programm für ein zusätzliches digitales Angebot im Hölderlinhaus. Die moderne Gedenkstätte – bislang bewusst komplett analog gehalten - besteht nun schon seit mehr als 5 Jahren und konnte im letzten Jahr über 2.100 Besucher begeistern.

Ein großes Dankeschön an das Team Bauhof für den vorausschauenden Winterdienst in den letzten Tagen. Das Winterwetter war für uns und vor allem für die Kinder herrlich, bedeutet aber für unseren Bauhof viele zusätzliche Stunden. Der Bauhof ist schon unterwegs, wenn viele von uns noch schlafen und sorgt dafür, dass wir sicher zur Arbeit und zur Schule kommen. So auch diese Woche am Montagmorgen, als es ab 6 Uhr schneite und Blitzeis-Gefahr drohte.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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