Aktuelle Nachrichten | Gibler, Sabine, giblers@lauffen-a-n.de | 24.02.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert:
Wöchentlich berichtet Bürgermeisterin Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für die Ausrichtung des schönen Events „Römerhof in Flammen“ danke ich unserer Metzgerei Kopf und den Lauffener Weingärtnern. Viele Besucher kamen trotz des stürmischen Wetters zur romantischen Veranstaltung. Von März bis zum August 1978 wurde vor Aufnahme der Flurbereinigungsarbeiten im Rebflurbereinigungsgebiet "Konsten" in den Fluren "Brunnenäcker" und "Nonnenberg" eine archäologische Ausgrabung durchgeführt, da hier umfangreiche Geländebewegungen durch die Flurbereinigung bevorstanden. Die Ausgrabung erbrachte die vollständige Ruine eines römischen Gutshofes, der in seiner letzten Ausbauphase aus vier Gebäuden bestand. Heute ist dies eine toll nutzbare Veranstaltungsfläche.

Im Staatsministerium kamen wir auf Einladung von Barbara Bosch, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, zum Austausch über aktive Bürgerbeteiligung zusammen. Bürgerbeteiligung kann dazu beitragen kann, Konflikte in Politik und Gesellschaft zu bearbeiten. In unserer Stadt pflegen wir eine lebendige Beteiligungskultur. So läuft aktuell die Umfrage StadtRaumMonitor. Im Januar haben wir im Rahmen eines WorldCafés die Windplanungen der Stadt in der Mensa vorgestellt. Im November gab es einen Bürgertag im Bürgerbüro mit Präsentation laufender Projekte. Im Juli wollen wir in einer interkommunalen Bürgerbeteiligung über die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung informieren. So ist Lauffen seit April 2024 Mitglied im Gemeindenetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Baden-Württemberg. Nun wurde ein weiteres Landesangebot eingerichtet, das dezidiert Kommunen zur Verfügung steht: die Servicestelle Dialogische Bürgerbeteiligung. Sie verfügt inzwischen über vielfältige Erfahrungen in der Begleitung von Rathäusern. Die Politikwissenschaftlerin Professor Gabriele Abels von der Universität Tübingen berichtete in der Villa Reitzenstein aus ihrem Forschungsfeld zu Frauen in der Politik.
Die Ergebnisse des StadtRaumMonitors sollen in einem Infoabend am 29. April, 19 Uhr im Hölderlinhaus zusammen mit den Klimapaten vorgestellt werden. Erfreulich ist der Rücklauf: über 300 BürgerInnen haben bereits an der Umfrage teilgenommen!
Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine das erste Mal an. Nach Jahrzehnten des Friedens in Europa war dies für uns alle nicht fassbar. Vier Jahre haben wir nun Krieg in Europa. Und es ist noch immer kein Ende in Sicht. Die Auswirkungen sind überall spürbar. Unsere Welt ist verwoben, in Friedenszeiten hat sich darauf unser Wohlstand und Wachstum gegründet. In Kriegszeiten sind wir verwundbar. Rund 200 ukrainische Flüchtlinge leben aktuell in Lauffen am Neckar. Die Verhältnisse sind beengt. Wenn wir aber die Bilder aus der Ukraine oder auch in Syrien sehen, dann dürfen wir uns dankbar schätzen, dass unser Land noch funktioniert und wir nicht um unser Leben bangen müssen. Die Kapazitäten zur Aufnahme der Geflüchteten werden nicht nur über öffentliche Gebäude geschaffen werden können, sondern es braucht auch private Unterstützung. Wenn Sie eine Wohnung für eine Familie haben, kontaktieren Sie unsere Integrationsmanagerin Amsi Schmitt, Tel. 2077-25.

Kleinstädte werden meist als Städte mit 5.000 bis 20.000 Einwohner definiert. Sie machen einen großen Teil der urbanen Landschaft in Deutschland aus und spielen eine wichtige Rolle zwischen ländlichem Raum und Mittelstädten. Über die Entwicklung der Kleinstädte bis 2045 hat das Bundesbauministerium eine Studie in Auftrag gegeben. Sechs Kleinstädte wurden hierfür ausgewählt. Aufgrund unseres bisherigen Einsatzes für Kommunen ab 10.000 Einwohnern in Baden-Württemberg und der entsprechenden Vernetzung ist Lauffen eine dieser sechs Kommunen. Nun fand digital die Auftaktveranstaltung mit dem begleitenden Büro statt. Lauffen ist die einzige Stadt aus Baden-Württemberg. Bis Jahresende sollen erste Ergebnisse vorliegen, die allen 2100 Kleinstädten zur Verfügung gestellt werden. Weitere Treffen der sechs Kommunen werden folgen. Bisherige Studien zeigen bei der demographischen Entwicklung ein uneinheitliches Bild: Zentrale Herausforderungen sind demografischer Wandel, Sicherung von Infrastruktur, Attraktivität für junge Menschen sowie die finanzielle Abhängigkeit von Förderprogrammen. Die Forschung zeigt: Kleinstädte sind weder pauschale Verlierer noch Gewinner. Ihre Entwicklung hängt stark von Lage, regionaler Einbindung und lokaler Strategie ab. Erfolgreiche Kleinstädte setzen auf Vernetzung, Digitalisierung und aktive Stadtentwicklung.
Zur nächsten Sprechstunde am kommenden Montag, 2. März von 16 Uhr bis 18 Uhr, darf ich Sie bei Fragen oder Anliegen ganz herzlich ins Rathaus, einladen. Zur besseren Planung bin ich für eine Terminvereinbarung über mein Vorzimmer Tel. 10610, dankbar.

Nachpflanzung wertvoller Bäume am Neckar – Schwarzpappeln wurden geliefert – Übergabe zusammen mit den Spendern
Gefrorener Boden und Regen haben die Pflanzungen mehrfach verzögert. Aber nun wurden die neuen Pappeln geliefert und offiziell übergeben. Sobald Anfang März das Wasser zurückgeht und der Treidelpfad mit Bagger befahren werden kann, wird der Bauhof die Pappeln entlang der Uferstraße nachpflanzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein der Sponsoren, denen der Erhalt des schönen Stadtbildes an dieser Stelle ebenso wichtig war. So können zum Frühjahrsbeginn acht Schwarzpappeln auf der Böschung zum Altneckar südlich der Regiswindiskirche gepflanzt werden. Sie sollen längerfristig die Pappelreihe ersetzen, welche hier über Jahre stadtbildprägend für das Ensemble von Kirche, Burg und Neckar waren.
Wie berichtet standen dort bis im letzten Jahr acht 70 Jahre alte Pappeln, welche im Wurzelwerk und Stamm erkrankt waren und aufgrund der Verkehrssicherheit am Neckar-Radweg entfernt werden mussten. Bei diesen Pappeln handelte es sich um sogenannte Hybridpappeln. Diese wurden durch eine Kreuzung der Kanadischen mit der heimischen Pappel hergestellt, sind also ein Kunstprodukt der forstwirtschaftlichen Züchtung.
Bei den nun gepflanzten Schwarzpappeln handelt es sich um gebietsheimische und artreine Wildformen, die am Neckar vom Aussterben bedroht waren. Sie wurden vom Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel durch Vermehrung noch vorhandener Altbäume vermehrt und durch die Baumschule Waller aus Schwäbisch Hall geliefert, welche sich der Nachzucht dieser bedrohten Wildform verschrieben hat.
Dieses beispielhafte Generhaltungsprojekt hat der Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel initiiert und umgesetzt. Dem Arbeitskreis aus Ehrenamtlichen gehören Förster, Biologen, Baumschuler, Naturschutzorganisationen und kommunale und staatliche Verwaltungen an. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und das Bayerische Amt für Waldgenetik betreuten das Projekt wissenschaftlich.
Der Arbeitskreis hat die noch vorhandenen 140 Altbäume im Einzugsbereich des Neckar kartiert und sie gentechnisch auf ihre Artreinheit und Zugehörigkeit zur Neckarpopulation geprüft. Außerdem wurden von den Bäumen Steckhölzer gewonnen und für die Vermehrung nachgezogen. Diese Nachzuchten wurden im Lauffener Auenwäldchen, einem Kompensationsprojekt der EnBW, gepflanzt. Von dort werden diese besonderen Bäume weitervermehrt und am Neckar und seinen Nebenflüssen, wo sie früher vorkamen, wieder gepflanzt. Dieses Projekt, das schon mehrere Auszeichnungen erhielt, ist beispielhaft und dient der Sicherung der biologischen Vielfalt, welche durch das Artensterben hochgradig bedroht ist. Finanziell wurde das Projekt von der EnBW Stiftung Energie & Klimaschutz gefördert. Sie hat es unter diesem Link dokumentiert: https://www.energie-klimaschutz.de/projekte/umweltprojekte/ > Neckar-Schwarzpappel

Bürgermeisterin Pfründer sagte beim Übergabetermin: „Mit den jetzt erfolgten Neupflanzungen werden die Themen Klimaschutz, Artenschutz und Stadtbildpflege auf ideale Weise verknüpft. Wir sind froh, dass es dank der guten Kooperation zwischen dem Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel, der Baumschule Waller und unserem Bauhofleiter Herrn Hertner gelungen ist, ausreichend große Bäume zu liefern.“
So konnten von der Baumschule schon mehrjährige große Bäume geliefert werden. Diese sind mehrmals verpflanzt und haben einen großen Wurzelballen, was dem Anwachsen förderlich ist. Dafür haben sie aber auch einen höheren Preis. Die Mehrkosten von 5.000 Euro trug die Sparkassenstiftung, welche durch Dr. Christin Löffler vertreten war. Die Bürgermeisterin Sarina Pfründer dankte der Stiftung sehr herzlich für ihre Unterstützung, ohne welche die Nachpflanzung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
Die weiteren Bäume wurden von der Volksbank im Unterland eG unterstützt, welche vom Lauffener Vorstand Heiko Schneider übergeben wurden. Jutta Kicherer von der Stöcker GmbH hatte die private Spendeninitiative ins Leben gerufen und mehrere Spender motiviert. Hierfür herzlichen Dank. Dazu zählte Dorothee Vögele, die sich schnell zur Förderung eines Baumes bereit erklärte. Außerdem unterstützten Inge Wolfinger und Uli Peter vom ZabergäuVerein. Vielen Dank allen Spendern, die die Nachpflanzung mit den originären Neckarpappeln ermöglicht haben!

Auch dem Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel dankte Bürgermeisterin Sarina Pfründer für die Koordination zwischen den Beteiligten und die Beratung. Conrad Fink vom Arbeitskreis dankte den Beteiligten ebenfalls und gab seine Freude über die gute Zusammenarbeit zum Ausdruck. Er wünschte sich, dass die Pflanzung gut anwachsen und dass auch künftig Schwarzpappeln aus dem Generhaltungsprojekt in Lauffen a. N. gepflanzt werden.
Mit freundlichen Grüßen

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