Aktuelle Nachrichten | Gibler, Sabine, giblers@lauffen-a-n.de | 13.04.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sie spenden Schatten, wirken beruhigend und reinigen die Luft: Bäume sind wichtig für Mensch und Tier. Da allerdings immer öfter ausreichend Niederschlag fehlt und die Mitarbeiter des Bauhofs nicht alle Pflanzen gießen können, hat die Stadt aufgerufen, Baumpatenschaften zu übernehmen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Man sucht sich eine Pflanze oder gleich ein ganzes Beet aus, meldet sich im Bürgerbüro und legt los. Ein Projekt, das mit den Bürgern umsetzbar ist, an dem sie alle direkt beteiligen können und das dem Klimaschutz zugutekommt. Mitmachen kann jeder, der handwerkliche Arbeit in der Natur mag. Die Auswahl ist groß. Jährlich werden rund 100 neue Bäume im gesamten Stadtgebiet gesetzt. In der Summe sind es aktuell über 5000 Stück, die auf Spielplätzen, Friedhöfen und in Parks stehen. Dazu kommen noch weitere 1000 Bäume in Gruppen, die oft mit Gestrüpp bewachsen sind. Besonders in der trockenen Sommerzeit stoßen die Bauhofmitarbeiter dann an ihre Kapazitätsgrenzen, schließlich müssen auch Pflanzkübel oder das Feuerbeet regelmäßig gewässert werden.
Deshalb ist die Unterstützung der Bürger gut. Besonders junge Pflanzen brauchen intensive Pflege. Ideal ist, wenn die Paten entweder sehr früh am Morgen oder in der Abenddämmerung Zeit für diese Aufgabe hätten. Nicht nur, um dem Wasser in der Tageshitze nicht direkt beim Verdunsten zuschauen zu müssen, sondern auch mit Blick auf die eigene Gesundheit: Dann kann man der großen Wärme aus dem Weg gehen. Um die Aktion so nachhaltig und sinnvoll wie möglich zu gestalten, sollte bestenfalls Wasser aus der heimischen Regentonne genutzt werden.

Die Stadt hat vom 30. Januar bis 1. März 2026 eine große Bürgerbefragung zur Lebensqualität und Gesundheit in der Stadt durchgeführt. Zusammen mit Bad Rappenau und Massenbachhausen zertifiziert sich Lauffen zur gesunden Kommune auf Einladung des Landratsamtes. Das Interesse der Bürger war überwältigend: über 600 Lauffener füllten den umfangreichen Fragebogen aus, der damit repräsentative Ergebnisse zu vielen kommunalen Themenfeldern liefert. Die Ergebnisse werden am 29. April, 19 Uhr im Hölderlinhaus im Rahmen einer Veranstaltung der Klimapaten vorgestellt. Bei der Umfrage konnten Bürger ihre persönliche Wahrnehmung der Stadt mitteilen, Stärken und Schwächen benennen sowie konkrete Verbesserungen anregen.

Am Wochenende, Samstag, 18. April, von 15 bis 18 Uhr, hat der Lindenhof e.V. Grund zu feiern: Seit zehn Jahren bietet die ambulant betreute Wohngemeinschaft in der Lindenstraße 6 Menschen mit Demenz ein liebevolles Zuhause in geschütztem, familiärem Rahmen. Bei der Jubiläumsfeier im Klosterhof schauten die Initiatoren und aktiven Begleitern der WG auf die letzten zehn Jahre zurück und erfahren Sie von Expertinnen der Demenz Support Stuttgart gGmbH, der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg und der Landesarbeitsgemeinschaft ambulant betreuter Wohngemeinschaften Baden-Württemberg, was den Lindenhof besonders macht. Beim „Markt der Möglichkeiten“ erhalten Sie hilfreiche Informationen zu den Themen Demenz/Wohnen/Alter und zu Unterstützungsangeboten für pflegende Angehörige in Lauffen und Umgebung, u.a. vom Pflegestützpunkt, von der Diakoniestation Lauffen- Neckarwestheim-Nordheim und von der Stadtbücherei Lauffen. Wir freuen uns auf einen Nachmittag des Austauschs und der Begegnung, bei dem für das leibliche Wohl gesorgt ist.
Dankbar sind wir dem Regierungspräsidium für die schnelle unterjährige Programmaufnahme der Maßnahme „Sicherung Neckartalradweg (RadNetzBW) – Felssturz“ in das LGVFG-RuF mit zuwendungsfähigen Investitionskosten gemäß des geotechnischen Berichts von 164.400 €. Diese wurde durch den Felssturz im Februar notwendig. Aktuell hat es noch keine Auswirkungen auf die Rathausbrücke. Die Vorarbeiten für die Brücke sollen Ende April im Rathaushof beginnen. Dann kann nicht mehr im Hof geparkt werden. Die Rathausbrücke aus dem Jahr 1949 verbindet die Altstadt des Lauffener „Städtle“ mit der Rathausinsel (Burg) über den Schifffahrtskanal. Angesichts der schlechten Zustandsbewertung mit grundlegenden Schäden und dem Ablauf der Nutzungsdauer des Bauwerks muss die Brücke neu gebaut werden. Die Rathausbrücke ist eine der kompliziertesten Engstellen am Neckar. Gegenstand der Planung ist eine Brücke mit einer lichten Weite über den Kanal von rund 33 m und einer Gesamtlänge von ca. 40 m. Für die neue Brücke wird ein gemischter KFZ-, Radfahrer- und Fußgängerverkehr zu Grunde gelegt. Über die Brücke erfolgt die Andienung sowie Ver- und Entsorgung des Rathauses, außerdem die Feuerwehrzufahrt und Müllentsorgung. Und vor allem von Radfahrern und Touristen wird die Brücke gern genutzt.

Für die Gestaltung haben wir auf einen modernen, schlichten und wirtschaftlichen Entwurf gesetzt. Hierzu hat bereits 2024 ein Preisgericht getagt, von fünf Entwürfen einen Sieger gekrönt und diesen eleganten Entwurf dem Gemeinderat vorgeschlagen. Der Gemeinderat folgte einstimmig der Empfehlung und hat das Büro schlaich bergermann partner mit der Planung beauftragt. Dieses hat u.a. auch den Mühlensteg in Besigheim oder eine der neuen Gartenschaubrücken in Wangen im Allgäu geplant. Der Siegerentwurf überzeugte auch durch seine kostenbewusste Planung und die baulich einfache Realisierung. Sie greift auf das geschlossene historische Brückenmodell zurück.

Zur Diamantenen Hochzeit gratulierte ich Simsek und Gülhanim Özer und überbrachte die Glückwünsche der Stadt sowie des Landes Baden-Württemberg. Die Hochzeit war noch in der Heimat, der Ost-Türkei. 1969 kam die junge Familie nach Deutschland, zunächst nach Karlsruhe, dann Bad Rappenau, Cleebronn, Neckarwestheim und schließlich nach Lauffen. Zur Familie zählen zwei Töchter und zwei Söhne, neun Enkelkinder und sechs Urenkel, die alle in der Region wohnen.
Ein Großereignis werden die Weintage der Lauffener Weingärtner am Wochenende bis Montag. Der Weinbau befindet sich im Umbruch. Über 50 ha terrassierte Steillagen prägen unsere Stadt. Das ist einmalig in Württemberg! Die Arbeit ist jedoch aufwändig und wirtschaftlich nicht mehr besonders interessant. Daher werden immer mehr Weinberge in den Steillagen gerodet. Wir alle sehen dies mit großer Sorge, da es unser Landschaftsbild verändern wird. Viele Bürger haben gefragt, was man dagegen tun kann. Immer mittwochs bei gutem Wetter trifft sich die Steillagen-Gruppe, der einzelne Steillagen ehrenamtlich pflegt. Wenn Ihnen dieses Thema auch am Herzen liegt, Sie flexibel mehrere Stunden im Jahr draußen in der Natur in einer Gruppe starker MitstreiterInnen arbeiten wollen, dann lassen Sie Ihre Kontaktdaten dem Rathaus zukommen. Die Termininfo kommt unkompliziert per WhatsApp.
Im Rahmen der Weintage dürfen wir auch wieder zu unserem Seniorennachmittag einladen. Dies am Montag, 20. April, ab 14 Uhr. Danke an unsere Genossenschaft der Weingärtner sowie den Gesangverein Urbanus, Landfrauen und Landjugend für die Bewirtung. Und ein besonderes Dankeschön an die Spender, dank derer der Seniorennachmittag in gewohntem Umfang stattfinden kann: Bäckerei Schuler, Metzgerei Jäger und den Landfrauen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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