Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 12.05.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Sonntag führte der 24. Trollinger Marathon durch Lauffen – mit neuer Routenführung, die sich gleich bewährt hat. Lobend zu erwähnen ist das überwiegend vorbildliche Verhalten der VerkehrsteilnehmerInnen, welche die Umleitungsstrecken und teilweise erforderliche Wartezeiten ohne Diskussionen angenommen haben. Dank an die HSG Lauffen-Neipperg und unseren städt. Bauhof für den Auf-/Abbau der Verkehrszeichen und Absperrgerätschaften sowie für die abschließende Reinigung der Strecke.

Am 16. Mai startet unser Freibad in die Saison. Die Vorbereitungen in unserem Freibad laufen auf Hochtouren. Fliesen am Planschbecken wurden repariert, bei den großen Becken Platten gerichtet und die Technik wurde instandgesetzt. Unser Team im Freibad rund um Sven Deininger und Marat Zehner macht mit Fachkenntnis und viel Herzblut die Becken und das Gelände fit für die Badesaison mit Start am Samstag.

Mit der Verabschiedung des Haushalts 2026 bleiben Landkreis und Kommunen handlungsfähig. Die Kreisumlage, also die Abgabe der Kommunen an den Kreis, wird um zwei Prozentpunkte erhöht. Der Etat schließt mit einem Fehlbetrag von rund elf Millionen Euro. Ein Grund für die erhöhten Ausgaben sind vor allem die weiter stark ansteigenden Sozialleistungen. Für Lauffen bedeutet dies eine jährliche Mehrbelastung von 400.000 Euro. Dies ist fast die Hälfte des Betrags, den wir über die Haushaltskonsolidierung mühsam eingespart haben.

Am Samstag war landesweit der Tag der Städtebauförderung unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“. Bundesweit beteiligen sich über 600 Städte und Gemeinden mit rund 700 Veranstaltungen, die das vielfältige Engagement in der Stadtentwicklung sichtbar machen sollen.

Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger für kommunale Planungsprozesse zu sensibilisieren und die Bedeutung der Städtebauförderung für das alltägliche Lebensumfeld zu unterstreichen. In Lauffen haben wir mit verschiedenen Sanierungsobjekten im Städtle teilgenommen. Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Strukturförderprogramme für die Städte und Gemeinden. Hierdurch unterstützen Bund und Land die Kommunen mit ihren Maßnahmen im Bereich der Innenentwicklung, um notwendigen Wohnraum zu schaffen, Innenstädte und Ortskerne zu beleben und gleichzeitig Investitionen in den Klimaschutz zu tätigen. Besonders liegt uns mit der Städtebauförderung am Herzen leerstehende, wenig genutzte oder energetisch unsanierte Gebäude auch im Privatbereich wieder lebendig werden zu lassen. Der Tag wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), dem Deutschen Städtetag (DST), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) getragen. Erstmals fand er im Jahr 2015 statt.

Im idyllischen LamparterPark veranstaltete die Moschee IGMG Ortsverein Lauffen erstmals ihr großes Frühlingsfest. Sehr gelobt wurde das Gelände im Park direkt neben dem Kinderspielplatz. Das Fest war eine schöne Gelegenheit, Gemeinde und Kultur des Vereins zu erleben und den interreligiösen Dialog zu fördern. Geboten waren ein vielfältiges Programm vor allem auch für Kinder, türkische Spezialitäten und ein leckeres Buffet sowie Spielaktivitäten für die ganze Familie. Alles selbst gemacht in tagelanger Vorbereitung. Und das hat sich gelohnt. Vielen Dank an die türkische Gemeinde für die Ausrichtung des gut besuchten Festes.

Vergangenen Mittwoch durfte ich Ulrich Glässing zum 90. Geburtstag gratulieren. Zeitgleich konnte die Familie die Diamantene Hochzeit von Rosemarie und Ulrich Glässing feiern. Damals vor 60 Jahren bei schönem Wetter in der Regiswindiskirche. Der Jubilar war Einkaufsleiter bei der Druckerei Schilling in Heilbronn. In der Mittagspause, am Abend und Wochenende war er aber mit im Familienbetrieb engagiert. Die Urgroßeltern bereits hatten eine Gaststätte mit Metzgerei in Lauffen gegründet. Später wurden die heutige Metzgerei Jäger und das Hotel-Restaurant Elefanten aufgeteilt. Rosemarie Glässing übernahm die Gaststätte, die heute ihr Sohn mit seiner Frau führt. Im nächsten Jahr kann der Familienbetrieb sein 100. Bestehen feiern. Rosemarie Glässing hilft immer noch regelmäßig mit. Zur Familie gehören drei Kinder sowie vier Enkel.

Letzten Samstag konnten wir den Europatag feiern. Einen Tag zuvor, am 8. Mai, war das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Es war ein Tag der Kapitulation, ein Tag der Befreiung – und für viele auch ein Tag der Trauer. Der Krieg hatte Europa in Trümmer gelegt, Städte zerstört – gerade unsere Stadt Lauffen war stark betroffen -, Millionen Menschen entwurzelt, Familien auseinandergerissen – und unzählige Leben vernichtet. Über 60 Millionen Tote weltweit, darunter Millionen von Frauen, Männern und Kindern, die dem mörderischen Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer fielen – allein sechs Millionen jüdische Menschen. Für uns Deutsche war dieser Tag nicht nur das Ende eines Krieges, sondern auch das Ende eines verbrecherischen Regimes. Es war das Ende von Unrecht, Gewalt und totalitärer Herrschaft – und der Beginn eines langen, schmerzhaften Weges der Aufarbeitung, der Versöhnung und des Neuanfangs. Wir sind heute, 81 Jahre später, Bürgerinnen und Bürger eines vereinten, demokratischen Deutschlands – eines Landes, das seine Verantwortung kennt. Und die Verpflichtung daraus, die Erinnerung wach zu halten. Damit wir nie vergessen. Doch was heißt das: Erinnern? Erinnern bedeutet mehr als nur Zahlen und Namen. Erinnern heißt: zu verstehen, was geschah – und warum es geschah. Es heißt, die Geschichten der Menschen zu hören, die damals lebten, litten, kämpften, flüchteten. Und es heißt, daraus zu lernen. Das bedeutet, unsere Demokratie zu schützen. Unsere Mitmenschen zu achten. Uns einzusetzen – gegen Hass, gegen Hetze, gegen das Vergessen. Das bedeutet auch, unsere Freiheit zu schätzen. Denn Freiheit ist nicht selbstverständlich – sie wurde erkämpft, sie wurde verteidigt, und sie kann verloren gehen, wenn wir nicht gemeinsam für sie einstehen. Doch dieser Tag soll nicht nur mahnen – er soll auch Hoffnung geben. Denn aus dem tiefsten Dunkel ist etwas Neues erwachsen: Freundschaft zwischen einstigen Feinden, ein vereintes Europa, das Projekt des Friedens. Auch in unserer Stadt sehen wir das: Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen, Generationen leben hier miteinander, nicht nebeneinander. Das ist gelebte Erinnerung. Und gelebte Zukunft. Unsere Städtepartnerschaft mit dem früheren feindlichem Nachbar Frankreich ist das schönste Beispiel der Versöhnung.

Die Belebung des Postplatzes und damit der Innenstadt liegt uns am Herzen. Es freut mich sehr, dass wir, passend zum Partnerschaftsbesuch von La Ferté-Bernard am Wochenende nächster Woche wieder einen Französischen Markt nach Lauffen holen können. Von Freitag bis Montag, 22. bis 25. Mai, weht französische Luft auf dem Postplatz. Seit 52 Jahren sind unsere Städte verbunden. Zum Französischen Markt werden zehn französische Markthändler kulinarische Köstlichkeiten aus dem Land der Gourmets auf dem Postplatz anbieten. Die Markthändler, die direkt aus Frankreich anreisen, um das ganze Jahr über französische Märkte in Deutschland zu präsentieren, bieten vielfältige Gaumenfreuden, bei dem Flammkuchen, Käse, Terrinen und Pasten sowie Süßes wie Macarons nicht fehlen dürfen, verbreiten französisches Flair und wecken sicher bei vielen Urlaubserinnerungen. Der Markt ist jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet, sonntags ab 11 Uhr und am Montag endet der Markt um 18 Uhr.
Mit dem Bergfest am Sonntag, 17. Mai wollen unsere Lauffener Weingärtner auf die Steillagen aufmerksam machen. Der Weinbau befindet sich im Umbruch. Über 50 ha terrassierte Steillagen prägen unsere Stadt. Das ist einmalig in Württemberg! Die Arbeit ist jedoch aufwändig und wirtschaftlich nicht mehr besonders interessant. Daher werden immer mehr Weinberge in den Steillagen gerodet. Wir alle sehen dies mit großer Sorge, da es unser Landschaftsbild verändert. Seit knapp zwei Jahren haben wir die Steillagen-Gruppe mit über 30 Mitgliedern, die die Steillagen ehrenamtlich immer mittwochs pflegen. Wenn Ihnen dieses Thema auch am Herzen liegt, Sie flexibel mehrere Stunden im Jahr draußen in der Natur in einer Gruppe starker MitstreiterInnen arbeiten wollen, dann lassen Sie Ihre Kontaktdaten dem Rathaus (Tel. 10610) zukommen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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