Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 28.05.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Belebung des Postplatzes und damit der Innenstadt liegt uns am Herzen. Schön war, dass wir erneut einen Französischen Markt nach Lauffen holen konnten. Sechs französische Markthändler boten kulinarische Köstlichkeiten aus dem Land der Gourmets an. Die Markthändler, die direkt aus Frankreich anreisten, hatten vielfältige Gaumenfreuden mit dabei und brchten französisches Flair auf den Postplatz.

Einmal im Jahr laden wir die Träger unserer Kindertageseinrichtungen zum Abstimmungstermin, der sogenannten Bedarfsplanung, ins Rathaus ein. Im Mittelpunkt stand die Überprüfung der Kinderzahlen. Es zeichnet sich nach 10 Jahren steigender Kinderzahlen eine Trendwende ab. Vor allem Krippenplätze werden weniger nachgefragt, so dass die Einrichtung in der Herdegenstraße ab Herbst auf eine altersgemischte Gruppe umgestellt wird. Allen Familien mit Kindern bis 6 Jahren können wir einen Betreuungsplatz anbieten. Vereinzelt stehen Kinder noch auf der Warteliste, da wir nicht die Wunscheinrichtung erfüllen können, mit diesen Familien stehen wir im Gespräch, um nach einer passenden Lösung zu suchen. Die mündlichen Platzzusagen erfolgen im Mai durch die Leitung der aufnehmenden Einrichtung. Die Landesverbände haben auch wieder die notwendigen Gebührenanpassungen aufgrund gestiegener Betriebs- und Personalkosten mitgeteilt. Der Kostendeckungsbeitrag in unserer Stadt liegt bei nur 8 Prozent in der Krippe, 12 Prozent im Kindergarten sowie 14 Prozent im Hort. Damit werden die von den kommunalen Landesverbänden empfohlenen 20 Prozent bei weitem nicht erreicht, so dass wir unser System auf den Prüfstand stellen müssen. Der Abmangel, der von allen Bürgern zu bezahlen ist, beträgt für die Krippe 1,1 Millionen Euro pro Jahr. Im Kindergarten liegt dieser gar bei 4,5 Millionen Euro. Ein Krippenplatz kostet in Lauffen im Monat 3.063 Euro. Die Eltern müssen dafür durchschnittlich künftig 431 Euro in der mittleren Einkommensstufe bei zwei Kindern zahlen. Für einen Kindergartenplatz fallen bei gleichen Voraussetzungen 175 Euro an.

Im Rathaus in Besigheim fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Regionalentwicklung Neckarschleifen statt. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf Projektideen, spannende Einblicke in laufende Projekte sowie die Planung kommender Aktivitäten entlang der Neckarschleifen. 15 neue Projektanträge, darunter drei aus Lauffen für eine Murmelbahn, Sitzgelegenheiten und Kühlanhänger sowie Erhalt von Weinterrassen, konnten bewilligt werden.
Das Bundesfinanzministerium hat die Ergebnisse der Mai-Steuerschätzung 2026 veröffentlicht. Aufgrund der weiterhin schwachen wirtschaftlichen Entwicklung und der angespannten weltwirtschaftlichen Lage fallen die erwarteten Steuereinnah-men geringer aus als bislang angenommen. Für Baden-Württemberg ergeben sich für das Land im Jahr 2026 zwar nur leichte Mindereinnahmen gegenüber der bisherigen Finanzplanung, die finanzielle Lage der Städte, Gemeinden und Landkreise bleibt jedoch äußerst angespannt. Besonders betroffen sind erneut die Kommunen: Laut aktueller Steuerschätzung müssen sie allein im Jahr 2026 mit rund 973 Millionen Euro weniger Einnahmen rechnen als noch in der Oktober-Steuerschätzung 2025 erwartet. Hauptursache hierfür ist insbesondere die schwächere Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Auch für die kommenden Jahre werden weitere Belastungen erwartet. Steuerzuwächse reichen nicht aus, um die zunehmenden finanziellen Herausforderungen dauerhaft zu bewältigen. Aufgrund der starken Industrie- und Exportorientierung bleibt Baden-Württemberg in besonderem Maße von der internationalen Wirtschaftsentwicklung abhängig. Die Kommunalen Landesverbände teilen deshalb die Analyse von Finanzminister Dr. Danyal Bayaz, wonach die finanzielle Stabilisierung der Kommunen eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre sein wird. Sie sprechen von einer sich dramatisch verschärfenden kommunalen Finanzkrise und warnen vor den spürbaren Folgen vor Ort. In zahlreichen Gemeinderäten und Kreistagen seien Leistungskürzungen, steigende Gebühren und Umlagen sowie das Zurückstellen notwendiger Investitionen bereits unausweichlich geworden. Dies führe zunehmend zu schwierigen Sparentscheidungen, die das gesellschaftliche Miteinander unmittelbar betreffen. Zugleich begrüßen die Kommunalen Landesverbände die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Ansätze zur Stabilisierung der Kommunalfinanzen und zur stärkeren Landesbeteiligung an kommunalen Soziallasten. Ein erheblicher Teil der kommunalen Defizite resultiere aus bundesgesetzlich verankerten Leistungsansprüchen, die den Kommunen übertragen, jedoch nicht ausreichend gegenfinanziert würden.

In der Hölderlinstadt Tübingen tagte der Rundfunkrat des SWR. Oberbürgermeister Boris Palmer begrüßte das Gremium in der Universitätsstadt. Im Mittelpunkt stand die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, digitale Innovationen und die Frage, wie unabhängiger Jounalismus auch in Zeiten des Wandels stark bleibt. Die Hölderlinstadt Lauffen a.N. war mit Museumsleiterin Eva Ehrenfeld und Bürgermeister Sarina Pfründer (für den Gemeindetag Baden-Württemberg) gut im Rundfunk vertreten. Eva Ehrenfeld scheidet nach 13 Jahren als Vertreterin des Schriftstelleverbandes aus dem Verwaltungsrat aus.

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz im Rahmen einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates ausgefertigt und verkündet. Damit war die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Vor dem Hintergrund des Scheiterns der Weimarer Republik und zwölf Jahren nationalsozialistischer Terrorherrschaft hatten sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes zum Ziel gesetzt, der neuen Bundesrepublik eine Verfassung zu geben, deren Dreh- und Angelpunkt die Würde jedes Einzelnen ist. Ganz bewusst haben sie mit Art. 1 den wohl wichtigsten Satz des Grundgesetzes an den Anfang gestellt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar." Sie schufen damit unmittelbar geltendes Recht für alle staatliche Gewalt. Zum Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes wurde am Samstag auf dem Rathaus die Deutschlandfahne gehisst.
Am 23. Mai war der Tag der Nachbarschaft. Bei diesem deutschlandweiten Aktionstag sollen NachbarInnen zusammengebracht werden, die sich im Alltag oft nur flüchtig begegnen. Bei Nachbarschaftsfesten und -aktionen kommen Menschen in Kontakt, tauschen sich aus und stärken so das gesellschaftliche Miteinander. In Lauffen haben wir seit über einem Jahr eine sehr aktive Nachbarschaft-WhatsApp-Gruppe, bei denen viele Infos und Hilfen unkompliziert geteilt werden. 225 Mitglieder hat die Gruppe bereits. Wenn Sie auch aufgenommen werden wollen, schreiben Sie gerne an 0176/70506878.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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