Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 23.06.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

toll angenommen wird unsere Seniorenzentrum in der Begegnungsstätte im Mittel.punkt, das hauptamtlich von Frau Roth betreut wird. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen dieses geschätzte Angebot, von Betreuung der Nachmittage, über Kaffee und Kuchen sowie Organisation des Fahrdienstes. Zweimal im Jahr darf ich von der aktuellen kommunalpolitischen Arbeit berichten. Themen wie Ärzteversorgung, Brückenneubau, Straßensanierungen oder Wohnprojekte standen auf der Tagesordnung.

Zusammen mit dem Personalrat hatten wir alle 340 MitarbeiterInnen zum Betriebsfest ins Weingut Seybold eingeladen. Nach einem Bericht zur Lage der Stadt und anschließend zur Arbeit des Personalrats durch unseren PR-Vorsitzenden Uwe Tiedemann bestand die Möglichkeit zur Besichtigung des historischen Eiskellers mit Christian Seybo. Dieser ist ein bedeutendes Zeugnis regionaler Weinbaugeschichte. Das vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauwerk diente früher der natürlichen Kühlung und Lagerung von Lebensmitteln und Getränken. Nach seiner Freilegung und Restaurierung wurde der Keller als kulturelles Erbe erhalten. Seit der Übernahme des Weinbergs durch die Familie Seybold werden die terrassierten Steillagen wieder bewirtschaftet und nachhaltig gepflegt. Der Eiskeller ist heute Teil von Führungen und Weinerlebnisangeboten des Weinguts und vermittelt Besuchern interessante Einblicke in die Geschichte des Weinbaus in Lauffen. Vielen Dank an unseren Personalrat und Familie Seybold für die gelungene Ausrichtung des diesjährigen Betriebsfestes.

Zahlreiche Besucher genossen am Freitagabend das traditionelle Grabenkonzert des Heimatvereins. Vor der stimmungsvollen Kulisse des historischen Grabens präsentierte der Chor der Regiswindiskirche ein abwechslungsreiches Programm mit Liedern über Liebe, Heimat und Lebensfreude. Die besondere Atmosphäre und die gelungene musikalische Darbietung begeisterten das Publikum, das die Sängerinnen und Sänger mit herzlichem Applaus belohnte. Bei Wein, Brezeln und guten Gesprächen klang der Sommerabend in geselliger Runde aus.

Bei zu schönem Sommerwetter feierte das Alexander-Stift Lauffen sein drittes Sommerfest. Zahlreiche Bewohnerinnen, Angehörige, Mitarbeitende sowie Gäste kamen zusammen, um einige unbeschwerte Stunden in geselliger Atmosphäre zu verbringen. Einrichtungs- und Pflegedienst-Leitung Mihaela Gabriela Lucanu sowie Heimleiterin Ute Pimpl begrüßten die Besucher. Für die gute Stimmung sorgte ein abwechslungsreiches musikalisches Programm mit den Start Ups unserer Stadtkapelle sowie einem DJ, der zum Mitsingen und Mitklatschen einlud. Beim Grillbuffet blieb ausreichend Zeit für Gespräche und Begegnungen. Das Alexander-Stift wurde vor über drei Jahren zusammen mit dem Kindergarten Generationenquartier eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Alle Plätze sind belegt und es gibt eine Warteliste.

Der Gewölbekeller des Hölderlinhauses bot am Samstagabend den stimmungsvollen Rahmen für das Konzert des Urbanus-Chors. Unter der Leitung von Tabea Raidt präsentierte der Chor ein abwechslungsreiches Programm mit traditionellen Liedern und Chorsätzen, die hervorragend zur historischen Atmosphäre des Veranstaltungsortes passten. Die Sänger überzeugten durch einen ausgewogenen Chorklang, sichere Intonation und spürbare Freude am gemeinsamen Musizieren. Das Programm schlug einen Bogen von bekannten Volksliedern bis hin zu anspruchsvollen Chorwerken. Vereinsvorsitzender Wolfgang Weißinger führte mit kurzen Erläuterungen durch das Programm und machte deutlich, wie wichtig die Pflege des traditionellen Liedguts für den Urbanus-Chor ist. Gleichzeitig zeigte das Ensemble, dass diese Musik auch heute noch Menschen berühren und begeistern kann.

Sehr positiv verliefen die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in Lauffen. Die Bauarbeiter kamen zügig voran. Übers Wochenende wurde der Hölderlin-Kreisel gesperrt. Trotz hoher Temperaturen hat die Baufirma das Wochenende durchgearbeitet, so dass die Straße am Dienstag wieder freigeben werden konnte. Unser Dank gilt dem Regierungspräsidium Stuttgart, Baureferat Nord, stellv. Henry Schaubel, für die Bereitstellung der Mittel von rund 1 Mio. Euro sowie die hervorragende Durchführung der Maßnahme. Außerdem unserem Bauamt mit Bauamtsleiter Helge Spieth sowie Tiefbau-Ingenieur Gerhard Gumbrecht für die Planung vor Ort. Eine große Herausforderung war die Regelung der Umleitungen. Hierfür besonderen Dank unserem Ordnungsamtsleiter Michael Kenngott, allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern, die die schwierige Zeit besser als erwartet bei einer solch starkt befahrenen Straße durchgestanden haben.

Viel los im Freibad: Die Kasse auf der Ulrichsheide öffnet unter der Woche außerhalb der Ferien erst am Nachmittag ab 12 Uhr. Eine Besetzung am Vormittag ist leider nicht wirtschaftlich. Da der Abmangel des Freibads jedes Jahr bei 650.000 Euro liegt, ist jeder Euro Einsparung wichtig, um das Freibad fortführen zu können. Nachdem am Vormittag außerhalb des Wochenendes und der Ferien vor allem Dauerkartenbesitzer kommen, ist dies die Einsparung, die am wenigsten weh tut. Einzelkarten für das Freibad Ulrichsheide können über den Online-Shop (https://www.access-tickets.de/lauffen/freibad2026-4/) gebucht werden. Auch über den QR-Code kann der Online-Shop erreicht werden. Dies geht mit wenigen Clicks. Einzelkarten können auch im Voraus zu den Kassenöffnungszeiten erworben werden. Sie verlieren erst mit Entwertung ihre Gültigkeit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Freibad Ulrichsheide.

Von der Jagst an den Neckar kamen rund 20 MitarbeiterInnen der Gemeinde Jagstzell mit ihrem Bürgermeister Patrick Peukert zum Betriebsausflug. Gemeinsam mit Familie Martina und Gotthard Buck begrüßte Bürgermeisterin Sarina Pfründer die Gruppe am Parkplatz Hagdol. Themen wie Hochwasserschutz und Brückenbau kennen beide Kommunen. Nach einem kommunalpolitischen Austausch ging es mit dem Carrus durch die Weinberge und die Stadt. Der Betriebsausflug bot eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit außerhalb des Arbeitsalltags zu stärken und die Gemeinschaft innerhalb der Gemeindeverwaltung zu fördern. Jagstzell entstand aus einer klösterlichen Niederlassung des Benediktinerklosters Ellwangen und wurde bereits im Jahr 1170 urkundlich erwähnt. Der beliebte Kocher-Jagst-Radweg führt ebenfalls durch die Gemeinde mit ihren 2.400 Einwohnern und tatsächlich 30 Teilorten.

Beim diesjährigen Stadtradeln haben sich bisher 20 Teams mit 173 TeilnehmerInnen angemeldet. Bis zum 9. Juli läuft die jährliche Aktion, dabei treten BürgerInnen gemeinsam für Klimaschutz, Gesundheit und nachhaltige Mobilität in die Pedale. Jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer zählt und hilft dabei, CO₂-Emissionen zu vermeiden. Gleichzeitig fördert die Aktion Bewegung im Alltag und stärkt das Gemeinschaftsgefühl in unserer Stadt.

Im Rahmen des Erasmus+-Programms und des Schüleraustauschs des Hölderlin-Gymnasiums konnten wir acht AustauschschülerInnen aus der Region Murcia in Spanien mit ihren Lauffener KollegInnen begrüßen. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Herrn Möller und Frau Plenefisch besuchten die spanischen Gäste das Rathaus und wurden im Sitzungssaal empfangen. Nach einem bebilderten Einblick in die Stadt mit einem Video ging es in einen kommunalpolitischen Austausch über die Lage der Kommunen und Schulen in Deutschland und Spanien. Auch die Situation des Weinbaus wurde thematisiert. In der Region Murcia wird ebenfalls viel Rotwein produziert. Nicht fehlen durfte eine Rathausführung, bevor sich die Gruppe auf den Weg nach Bad Wildbad machte. Für die Austauschschüler standen in den kommenden Tagen noch weitere spannende Programmpunkte auf dem Plan. So besuchten sie unter anderem die Experimenta in Heilbronn sowie die Universitätsstadt Tübingen, wo eine Fahrt mit dem traditionellen Stocherkahn auf dem Neckar vorgesehen war.

Die Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg befinden sich in einer massiven Krisensituation: Die kommunalen Haushalte geraten vielerorts an ihre Belastungsgrenzen. Es besteht die ernsthafte Gefahr, dass zukünftig zentrale staatliche und gesellschaftliche Aufgaben vor Ort nicht mehr zuverlässig erfüllt werden können. Die kommunale Ebene trägt Verantwortung für Krankenhäuser, Kinderbetreuung und Schulen, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, Integration, Mobilität, Klimaschutz und -anpassung, sozialen Zusammenhalt sowie die örtliche Infrastruktur. Zugleich steigen Erwartungen, Standards und Aufgaben stetig – zumeist ohne ausreichende Finanzierung. Diese Entwicklung gefährdet die kommunale Handlungsfähigkeit – und damit die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens insgesamt. Vor diesem Hintergrund haben der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag erstmals einen gemeinsamen bundesweiten kommunalen Aktionstag Kommunalfinanzen „Kommunen am Limit“ initiiert, der am Montag, den 22. Juni 2026, dezentral in ganz Deutschland stattfinden soll. Ziel ist es, gemeinsam und sichtbar auf die prekäre Lage der Kommunalfinanzen aufmerksam zu machen und zugleich die Notwendigkeit grundlegender Reformen auf Bundesebene deutlich zu unterstreichen. An diesem Aktionstag soll nicht allein eine bessere Finanzausstattung der Städte, Gemeinden und Landkreise eingefordert werden. Es geht zugleich darum, die ganz grundsätzliche Debatte über die Zukunft staatlicher Aufgabenwahrnehmung voranzutreiben: Was soll der Staat leisten? Welche Standards sind dauerhaft finanzierbar? Wie stärken wir kommunale Eigenverantwortung statt immer neuer Detailsteuerung? Und wie schaffen wir wieder mehr Vertrauen in die Problemlösungskraft vor Ort?
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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