Aktuelle Nachrichten | Altvater, Sabrina | 29.06.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Bürgermeister des Landkreises Heilbronn besichtigten die Baustelle des Großprojekts Stuttgart 21. Ziel des Besuchs war es, einen aktuellen Eindruck vom Baufortschritt des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs sowie von den infrastrukturellen Veränderungen im Bahnknoten Stuttgart zu gewinnen. Dabei stand der digitale Knoten Stuttgart - wie er auch für Lauffen vorgesehen ist - im Mittelpunkt. Während der Führung erhielten die Teilnehmer umfassende Informationen über die Entstehung des zukünftigen unterirdischen Durchgangsbahnhofs. Dieser wird den bisherigen Kopfbahnhof ersetzen und bildet das Herzstück des Projekts Stuttgart 21. Der neue Bahnhof verfügt über acht Gleise und ist Teil einer umfassenden Neuordnung des Schienenverkehrs in der Region Stuttgart. Dazu gehören neue Tunnelstrecken, moderne Bahnanlagen sowie verbesserte Anbindungen an den Fern-, Regional- und Nahverkehr. Besonders beeindruckend ist die Architektur der Bahnhofshalle mit ihren markanten Kelchstützen und den sogenannten „Lichtaugen“, die Tageslicht bis zu den Bahnsteigen führen. Die Dimensionen des Bauwerks verdeutlichen die technische und ingenieurmäßige Leistung, die hinter diesem Jahrhundertprojekt steht. Im Rahmen der Besichtigung wurden auch die Herausforderungen eines der größten Infrastrukturprojekte Europas erläutert. Insgesamt wird der Bahnknoten Stuttgart grundlegend modernisiert und besser in das nationale sowie europäische Schienennetz eingebunden. Das Herzstück der digitalen Technik heißt European Train Control System (ETCS). ETCS überwacht die Fahrt eines Zuges und verhindert unerlaubte Fahrten über „Halt" zeigende Signale. Dazu sammelt ETCS Informationen von der Strecke, aus den Zügen und den Stellwerken. Rechner verarbeiten die Daten und setzen das Ergebnis in Fahrterlaubnisse um. Die Achszähler zählen die ein- und ausfahrenden Zugachsen zu Beginn und am Ende eines Streckenabschnitts. Dann werden die beiden Zahlen miteinander verglichen. Sind die Zahlenwerte gleich, wird der Gleisabschnitt als „frei" gemeldet - sind sie unterschiedlich, als „belegt". Diese Informationen laufen im Stellwerk zusammen. Die Signale für den entsprechenden Streckenabschnitt werden gestellt. Die digitale Modernisierung des Lauffener Stellwerks ist Voraussetzung dafür, dass die Zabergäubahn zwischen Lauffen und Zaberfeld in Betrieb genommen wird.

Am 25. Juni fand in Straßburg die Verleihungszeremonie der Europa-Diplome statt. Die Stadt Lauffen am Neckar gehörte in diesem Jahr zu den ausgezeichneten Kommunen, die diese prestigeträchtige Auszeichnung des Europarats erhielten. Zusammen mit der 2. Vorsitzenden unseres Partnerschaftskomitees Bärbel Wein, der längjährigen Schriftführerin Annemarie Dinse und unserer Städtepartnerschaftsbeauftragten Bettina Keßler nahm ich daran teil. Im Rahmen der Zeremonie wurde die Bedeutung des städtischen Engagements für europäische Werte, Demokratie und kulturelle Vielfalt gewürdigt. Nach der offiziellen Feierstunde folgte das Singen der Europahymne „Ode an die Freude“. Die Verleihung des Europa-Diploms ist eine Anerkennung des Engagements unserer Stadt für die europäische Zusammenarbeit. Diese Auszeichnung stärkt das internationale Profil unserer Stadt und unterstreicht unseren Beitrag zu einem vereinten Europa. Unser Wunsch ist es, dass die Menschen in Lauffen und La Ferté Bernard feste Freunde sind, die in guten und in schlechten Zeiten unbeirrt zueinanderstehen. Nicht zuletzt soll ein Band der Freundschaft zwischen den Völkern diesseits und jenseits des Rheins geknüpft und ein Beitrag zu einem guten friedlichen Miteinander der Menschen im vereinten Europa geleistet werden. Dieses Wissen, aber auch der aus der Geschichte erwachsene Auftrag zur Versöhnung und Verständigung waren Grundlagen und Triebfeder für die vielen Begegnungen, die seither zwischen den Menschen unserer beiden Städte stattgefunden haben. Heute können wir erfreut feststellen, dass durch vielfältige, gegenseitige Kontakte unsere Städtefreundschaft lebt. Die engen Verbindungen verknüpfen die Rathäuser, die Partnerschaftsausschüsse, die Vereine und Kirchen, vor allem auch viele einzelne Familien. Aus Fremden wurden Partner und dann gute Freunde. Über die deutsch-französische Grenze hinweg wurde eine feste Brücke gebaut. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer beiden Städte lade ich deshalb herzlich ein, an unserer - in den Partnerschaftsurkunden festgehaltenen - großen Aufgabe mitzuwirken. Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung an die Stadt oder auch das Partnerschaftskomitee. Möge sich die überaus positive Entwicklung unserer deutsch-französisch Freundschaft in den kommenden Jahren fortsetzen. Allen, die unsere Städtepartnerschaft in den letzten über 50 Jahren getragen und gefestigt haben, gilt mein aufrichtiger und herzlicher Dank!

Zum 140-jährigen Geburtstag gratulieren wir dem CVJM Lauffen im Namen der Stadt herzlich. Mit einem großen Festwochenende wurde der runde Geburtstag gefeiert. 140 Jahre Vereinsgeschichte sind ein beeindruckendes Zeugnis für Beständigkeit, Engagement und gelebte Gemeinschaft. Über Generationen hinweg hat der CVJM Lauffen jungen Menschen Orientierung gegeben, Werte vermittelt und Räume geschaffen, in denen Freundschaften entstehen und Glaube, Verantwortung und Zusammenhalt gelebt werden können. Der CVJM ist weit mehr als ein Verein. Er ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens und prägt das Miteinander in unserer Stadt auf vielfältige Weise. Das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Mitglieder hat dazu beigetragen, dass Kinder, Jugendliche und Familien wertvolle Angebote finden und Gemeinschaft erfahren können. Dabei denken wir an die Jugend- und Erwachsenenarbeit mit Pfadfindern, Spielmannszug, Gebetshaus, Turnerarbeit, Chören, Theatergruppe oder den Posaunenchor. Unser besonderer Dank gilt allen, die sich in den vergangenen 140 Jahren mit Zeit, Ideen und Tatkraft für den CVJM Lauffen eingesetzt haben. Ohne dieses Engagement wäre eine so erfolgreiche Geschichte nicht möglich gewesen. Der CVJM zählt damit zu den ältesten Vereinen unserer Stadt.

Am Samstag feierte der Kindergarten Herdegenstraße sein 10-jähriges Jubiläum mit einem bunten Fest. Unter dem Motto „Ein Fisch schwimmt im Aquarium“ kamen Familien, Kinder, Ehemalige und Unterstützer zusammen, um die Geschichte der Einrichtung zu würdigen. In der Eröffnungsrede erinnerte ich an die Wurzeln des Kindergartens, die bis ins Jahr 1952 zurückreichen. Nach der Zusammenführung der evangelischen Kindergärten Johannes-Brenz und Luise-Scheppler im Jahr 2015 wurde das Gebäude grundlegend saniert und zum heutigen städtischen Kindergarten umgebaut. Besonders freut uns die aktive Mitgestaltung der Kinder bei der Einrichtung der neuen Räume und Spielgeräte vor zehn Jahren und heute wieder. Denn die Krippe wird nach 10 Jahren aufgrund der rückläufigen Kinderzahlen geschlossen und in eine altersgemischte Gruppe umgewandelt. Die Herausforderungen haben sich in den letzten Jahren immer gewandelt. Viele Jahre hat der Fachkräftemangel uns zu schaffen gemacht, so dass wir in der Herdegenstraße 2023 für den Nachmittag die Spielgruppe eingerichtet haben. Heute kämpfen die Kommunen mit finanziellen Herausforderungen aufgrund der Wirtschaftskrise und damit Weniger-Einnahmen, die den Erhalt und die Pflege der Kita-Einrichtungen erschweren. Anika Wunderlich, unsere engagierte Einrichtungsleitung, erzählte von der familiären Atmosphäre, die trotz des Wachstums der letzten Jahre erhalten blieb. Sie dankte allen, die zum Erfolg der Einrichtung beigetragen haben – insbesondere den Eltern, dem Kita-Team bestehend aus 17 Erziehern, und den Spendern - unseren Eltern, der Lauffener Bürgerstiftung „Anzetteln“ sowie der Volksbank Unterland - , die den Bau des neuen Spielhauses ermöglichten. Dieses wurde gemeinsam eingeweiht. Vielen Dank an unser Kiga-Team und den Elternbeirat sowie den Bauhof für die Ausrichtung dieses schönen Festes!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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