Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 19.08.2026
Ihre Bürgermeisterin informiert: Wöchentlich berichtet Sarina Pfründer über Aktuelles
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zwei Wochen Ferienspaß liegen hinter uns. Ab 31. August folgen 2 weitere. Vielen Dank an 28 Vereine, Institutionen und Personen, die mit ihren 33 Programmpunkten 212 Kindern tolle Erlebnisse verschafft haben. 547 Anmeldungen haben wir registriert. Außerdem ein Dankeschön an Sabrina Altvater und Sabine Gibler für die gelungene Organisation des Ferienprogramms.
Der Immobilienmarkt in Lauffen am Neckar, Neckarwestheim und Nordheim hat sich in den vergangenen zwölf Monaten unterschiedlich entwickelt. Die Kaufpreise für Häuser sind im Durchschnitt um 3,8 % gesunken. Auch bei Eigentumswohnungen war ein Rückgang zu verzeichnen: Hier lagen die Kaufpreise durchschnittlich 1,8 % unter dem Vorjahresniveau. Im Gegensatz dazu sind die Mietpreise leicht gestiegen und haben sich im gleichen Zeitraum um 0,9 % erhöht. Ein Blick auf die langfristige Entwicklung der Hauspreise zeigt, dass die Quadratmeterpreise zwischen 2017 und 2022 deutlich angestiegen sind. Nach einem Höchststand von rund 3.820 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2022 setzte jedoch eine rückläufige Entwicklung ein. Im Jahr 2025 liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Häuser bei etwa 3.070 Euro. Trotz dieses Rückgangs bewegen sich die Preise weiterhin über dem Niveau der Jahre vor 2020. Die Auswertung verdeutlicht, dass sich der Immobilienmarkt nach den starken Preissteigerungen der vergangenen Jahre derzeit stabilisiert. Während Kaufinteressenten von sinkenden Kaufpreisen profitieren können, müssen Mieter weiterhin mit leicht steigenden Mietkosten rechnen.

In Paderborn trafen wir uns zum Szenarioprojekt „Zukunftsfeste Kleinstädte“. Für diese Studie des Bundesministeriums wurden wir als Vertretung der baden-württembergischen Kleinstädte zur Mitarbeit gebeten. Die Kleinstadt Akademie mit Sitz in Wittenberge ist die bundesweite Schnittstelle der circa 2.100 Kleinstädte in Deutschland – ins Leben gerufen vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Sie fördert den Wissens- und Erfahrungsaus-tausch zwischen kleinen Städten mit ähnlichen Herausforderungen. Sie verbindet Entscheidungsträger aus Kleinstädten mit Experten für unterschiedliche städtebauliche Themen und setzt sich dafür ein, dass Kleinstädte und ihre Anliegen mehr Gewicht im politischen, wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs erhalten. Die Herausforderungen, mit denen Kleinstädte zu kämpfen haben, werden für die Studie aufbereitet und im nächsten Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Spannend war zu sehen, welche Unterschiede immer noch in den einzelnen Bundesländern bestehen.
Der uns zugestellte Versorgungsbericht 2026 der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg zeigt, dass die zahnärztliche Versorgung im Bundesland weiterhin auf einem hohen Niveau sichergestellt ist. Über 8.500 Zahnärztinnen und Zahnärzte versorgen die Bevölkerung flächendeckend und wohnortnah. Laut einer Versichertenbefragung haben 88 % der Befragten großes Vertrauen in ihre Zahnärztin bzw. ihren Zahnarzt, und die Gesamtzufriedenheit liegt bei über 90 %. Gleichzeitig weist der Bericht auf zukünftige Herausforderungen für Zahnarztpraxen hin und nennt politischen Handlungsbedarf, um die hohe Versorgungsqualität langfristig zu erhalten. Diese liegt im Landkreis Heilbronn bei 92,1 Prozent. Dies bedeutet, bei 353.827 Einwohnern hat jeder Vertragszahnarzt 1.566 Einwohner rechnerisch zu betreuen. In Lauffen haben wir 11 Zahnärzte (ein Zahnarzt je 1.095 Einwohner) und sind damit im Vergleich zu gleich großen Kommunen gut aufgestellt. Insgesamt sind 21 Arztstellen in unserer Stadt vergeben. Die Ärzteversorgung ist in vielen Kommunen kritisch. Im Bereich der Hausärzte gilt das auch für unsere Stadt. So sind wir aktuell mit den Ärzten im Gespräch, wo in den nächsten Jahren Veränderungen anstehen. Für das Areal Brühl planen wir ein weiteres Gesundheitszentrum zwischen Drogeriemarkt und Aldi.

Zusammen mit dem Heimatverein Zabergäu und seinem Vorsitzenden Uli Peter besuchte ich das Erdgeschichtliche Museum im Zementwerk. Werksleiter Andreas Hauck stellte sowohl den Betrieb als auch die geschichtliche Vergangenheit vor. Das Württembergische Portland-Cement-Werk zu Lauffen am Neckar hatte im Steinbruch Neckarwestheim 1952 und 1953 Grabungen unter der Leitung von Dr. h.c. Otto Linck unterstützt. Die Mühe und der Aufwand galten einem fossilen Tier, der Muschelkalk-Seelilie Encrinus lilliiformis, die vor rund 200 Mio. Jahren auf Meeresboden bei dem heutigen Lauffen siedelte. Fragen zur Funktion des Organismus und die Lebensweise sollten geklärt werden. Das wissenschaftliche Ergebnis war bedeutend. Der ehemalige Direktor des Zementwerks, Georg Ott regte deshalb die Einrichtung eines Werkmuseums unter Mithilfe und Beratung von Otto Linck an, das vor allem zwei große Platten aus der „Neckarwestheimer Seelilienbank", Originale und wertvolle Belege für die paläontologische Wissenschaft unter Dach brachte. Darüber hinaus bildeten weitere Fossilien aus den beiden Steinbrüchen des Zementwerks, Lauffen und Neckarwestheim, den dokumentarischen Rahmen.
Das Polizeirevier Lauffen hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Insgesamt wurden in Lauffen am Neckar 541 Straftaten registriert. Im Vorjahr waren es 532 Fälle. Das entspricht einem leichten Anstieg von 1,7 Prozent. Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gingen von 17 auf 14 Fälle zurück. Auch die Rohheitskriminalität sank deutlich von 110 auf 86 Fälle. Bei den leichten Körperverletzungen verringerte sich die Zahl von 46 auf 34 Fälle. Dabei handelte es sich insbesondere um Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum. Diese Entwicklung bleibt deshalb im Fokus der Polizei. Ein weiterer Schwerpunkt der Polizeiarbeit in Lauffen ist die Verkehrssicherheit. Im Jahr 2025 wurden 497 Verstöße gegen die Gurt- und Kindersicherungspflicht festgestellt. Bei Geschwindigkeitskontrollen wurden 92 Verstöße registriert. Hinzu kamen 328 Fälle unerlaubter Handynutzung, 87 Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol und 58 mit Drogen. Die Polizei führt regelmäßig Kontrollen durch. Ziel ist es, Straftaten und Unfallrisiken zu reduzieren, die Sicherheit in unseren Kommunen weiter zu verbessern und dafür zu sorgen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen können.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre

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