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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 31.08.2026

Alte Apotheke erhält Denkmalförderung

An der Rathausbrücke wird derzeit ein historisches Gebäude für die Zukunft hergerichtet. Die Alte Apotheke gehört Iris Kurz und wird von ihr umfassend saniert. Vorgesehen ist eine Kombination aus privatem Wohnen und Vermietung: Iris Kurz möchte selbst eine Wohnung nutzen, außerdem sind zwei weitere Wohnungen und eine Gewerbefläche geplant.

Interessant ist vor allem die Baugeschichte. Das Gebäude entstand im Kern im frühen 19. Jahrhundert. Seit 1826 lässt sich an dieser Stelle eine Apotheke nachweisen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Haus unter Verwendung älterer Bauteile verändert. Später kamen weitere Umbauten hinzu. Zum Gebäude gehört außerdem ein großer Gewölbekeller, der während des Zweiten Weltkriegs als Schutzraum diente.

Bei der jetzigen Sanierung wird Wert daraufgelegt, historische Bestandteile nicht zu verlieren. Architektin Anette Rathmann-Scholl begleitet das Projekt und legt dabei Wert auf einen behutsamen Umgang mit dem alten Bestand. Der ehemalige Apothekerraum und der alte Apothekerschrank gehören zu den Bereichen, die erhalten und restauriert werden sollen. Für die Arbeiten wurde unter anderem eine Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bewilligt.

v.l.n.r. Architektin Anette Rathmann-Scholl, Bürgermeisterin Sarina Pfründer, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Klaus Brechter, Eigentümerin Iris Kurz mit Jürgen Reiner, Vorsitzender Heimatverein
v.l.n.r. Architektin Anette Rathmann-Scholl, Bürgermeisterin Sarina Pfründer, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Klaus Brechter, Eigentümerin Iris Kurz und Jürgen Reiner, Vorsitzender Heimatverein

40.000 Euro stellt die Stiftung für Schlosserarbeiten sowie Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen bereit. Weitere finanzielle Unterstützung erhält Iris Kurz über die Städtebauförderung und das Regierungspräsidium. Insgesamt beträgt das geplante Investitionsvolumen mehr als 1,6 Millionen Euro. Die Übergabe des Fördervertrags erfolgte am 19. August 2026 durch Claus Brechter, den Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bad Wimpfen. Mit der Sanierung soll das Gebäude seinen historischen Charakter behalten und gleichzeitig wieder dauerhaft genutzt werden.