Kinderstube | Bucher, Claudia | 01.09.2026
Ein Erlebnis in unserer täglichen Gartenzeit in der Waldorf-Kinderstube
Zwei Kinder graben im Sandkasten mit ihren Schaufeln. Die Grube wird immer größer und tiefer.
Plötzlich stößt ein Kind mit seiner Schaufel auf etwas Hartes. Was kann das nur sein? Gemeinsam graben sie weiter und bergen etwas, das sie noch nie so gesehen haben. Andere Kinder kommen dazu und überlegen, was das ist. Ganz klar: Es war einmal eine Walnuss. Diese hier ist aber in der Mitte gespalten und ein seltsames Gebilde wächst heraus. „Das sieht aus wie eine Schnecke!“ meint ein Kind. Nun graben fast alle Kinder und finden noch weitere gekeimte Nüsse.
Bei manchen sieht man schon, dass sich Wurzeln bilden und der Keim ist richtig lang. „Das ist ein Walnussbaumbaby!“ jubelt ein Kind. Und das scheint ganz schön stark zu sein. Die Kinder haben schon oft probiert, eine Walnuss zu knacken und wissen, wie viel Kraft man dazu braucht.
Wir sind sehr froh, unseren Walnussbaum im Garten zu haben. An seinem Stamm lassen sich Käfer, Wanzen, Spinnen und Schnecken beobachten. Und natürlich Vögel in seinen Zweigen. Im Frühsommer verliert er nach der Blüte unzählige „Würstchen“, die man einsammeln, zusammenkehren und als Spielmaterial verwenden kann. Und wir freuen uns über die Nüsse, die auch in Eimerchen gesammelt, in Schubkarren umgeschüttet und wohl manchmal auch im Sandkasten vergraben werden.
Das Beste in diesem heißen Sommer aber war der Schatten, den uns seine riesige Baumkrone schenkt. Danke lieber Nussbaum!




