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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 06.10.2026

Literaturfestival HerbstLese

Diesmal startet die HerbstLese mit der überaus beliebten Langen Lesenacht. Am Freitag, 9. Oktober, gibt es ab 19.30 Uhr bis gegen Mitternacht vom Keller bis zum Dach knackige Texte, feine Drinks und entspannende Lounge-Atmosphäre. Geboten werden Geschichten von Autorinnen und Autoren aus aller Welt, mal spannend, mal witzig, mal berührend, aber immer anregend.

Hölderlinhaus abends - Foto: Ulrike Zimmer aus dem Wettbewerb zum Foto des Jahres
Hölderlinhaus abends - Foto: Ulrike Zimmer aus dem Wettbewerb zum Foto des Jahres

Das Hölderlinhaus bei Nacht – auf jedem Stockwerk, in fast jedem Raum: ein Sessel, eine Lampe, ein Buch, die Vorleserinnen Ulrike Kieser-Hess, Coretta Ehrenfeld, Franziska Hahn und die Vorleser Uwe Grosser, Marion Kopp, Fabian Goppelsröder, Erwin Köhler, Helmut Allinger und Götz Schwarzkopf.

Im Stundentakt wechseln die Räume und die Autoren, z.B. Hermann Hesse, Anja Gmeinwieser, Ernst Bloch, Dorothee Elmiger, Kurt Oesterle, Simone de Beauvoir, Jim Morrison und weitere. Das Publikum hat die Wahl! Zwischendurch gibt es Getränke, Knabbereien, Begegnungen. Ein gemütlicher, spannend gefüllter Abend – kommen und gehen bis Mitternacht, bei freiem Eintritt.

Der zweite Abend der HerbstLese ist gleich darauf am Montag, 12.10. um 19.30 Uhr im Hölderlinhaus. Zum 85. Geburtstag von Wolfgang Hilbig, dem in der Lauffener Partnerstadt Meuselwitz geborenen Büchner-Preisträger, gibt es am Montag, 12. Oktober um 19.30 Uhr eine Vernissage mit Filmporträt und Gespräch unter dem Titel: „Dieser Herr C. aus der Stadt M.“, veranstaltet von der die Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft in Leipzig, Berlin, Meuselwitz und Lauffen.

Wolfgang Hilbig, gestorben 2007
Wolfgang Hilbig, gestorben 2007

Der 22minütige Film-Essay von Ede Müller spürt in zurückhaltenden Bildern den Orten nach, die Hilbigs Schreiben geprägt haben. Der 2007 verstorbene Hilbig war einfacher DDR-Arbeiter. Viele Jahre war er Heizer, wurde bespitzelt, durfte nicht veröffentlichen. Erst nach seiner Ausreise in die BRD gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Film von Ede Müller spannt einen Bogen zwischen dem Bergbau, der zu Hilbigs Zeit für die Umgebung von Meuselwitz prägend war zu den heutigen Bergbaufolgelandschaften, die der Region ihren Charakter geben. Der mit Hilbig-Zitaten hinterlegte Filmessay spannt einen visuellen Bogen zwischen diesen Polen und spürt Parallelen und Gegensätze auf.

Ergänzend zeigt die Künstlerin Katja Enders-Plate Radierungen, die sich auf Hilbig beziehen. Zu Gast beim Gespräch sind der Filmemacher Ede Müller, der Co-Vorsitzende der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft Volker Hanisch aus Meuselwitz und die Künstlerin. Moderiert wird der Abend von Nancy Hünger, Lyrikerin und Leiterin des Studios Literatur und Theater der Uni Tübingen.

Eintritt: 10 Euro, Schüler*innen und Studierende frei.