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Aktuelle Nachrichten | Kast, Ingrid | 13.10.2026

Landesnaturschutzverband besucht das Generhaltungsprojekt Neckar-Schwarzpappel in Lauffen a. N.

Der Stiftungsrat der Stiftung des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e. V. (LNV-Stiftung) mit dem Vorsitzenden Dr. Gerhard Bronner, zugleich Vorsitzender des LNV, waren auf Besuch in Lauffen a. N. Der LNV ist der Dachverband der Naturschutzvereine in Baden-Württemberg. Mit seinen 38 Mitgliedsverbänden vertritt er über 540 000 Naturschützerinnen und Naturschützer.

Grund der Reise war es, sich über von der LNV-Stiftung geförderte Projekte zu informieren. In Lauffen galt der Besuch dem Projekt zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel. Die LNV-Stiftung hatte 2025 die Kartierung des Altbaumbestands der echten Schwarzpappel im Neckareinzugsgebiet durch den Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel (AK Neckar-Schwarzpappel) unterstützt. Vertreterinnen und Vertreter des AK stellten die aktualisierte Übersichtskarte vor und erläuterten den Stand des Generhaltungsprojektes zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Neckar-Schwarzpappel. Auf dem Programm stand auch die Besichtigung lokaler Schwarzpappel-Bestände sowie der Erhaltungspflanzung in Lauffen.

Bürgermeisterin Sarina Pfründer begrüßte die Delegation im Rathaus Lauffen, wo Inge Maass vom AK Neckar-Schwarzpappel das Projekt vorstellte. Sie erläuterte der Bürgermeisterin und dem LNV-Stiftungsrat die neu erstellte Karte, die alle aktuell vorhandenen Altbäume im Einzugsbereich des Neckars dokumentiert. Der Vorstellung folgte die Besichtigung der kartierten Altbäume auf der Nachtigalleninsel, auch Lina Hähnle Auwald genannt, sowie die Neupflanzungen am Neckarufer unterhalb der Regiswindiskirche.

Inge Maass vom Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel erläutert Bürgermeisterin Pfründer und dem LNV Stiftungsrat die neuesten Ergebnisse der Altbaumkartierung
Inge Maass vom Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel erläutert Bürgermeisterin Pfründer und dem LNV Stiftungsrat die neuesten Ergebnisse der Altbaumkartierung

Bürgermeisterin Pfründer bedankte sich beim AK Neckar-Schwarzpappel für dessen wertvolle Arbeit, wodurch die Neckar-Schwarzpappeln für Lauffen zu einem Markenzeichen geworden seien. Inge Maass sowie Conrad Fink vom AK hoben die gute Kooperation mit der Stadt Lauffen a. N. hervor. Sie, wie auch der Vorsitzende des LNV-Stiftungsrates, Dr. Gerhard Bronner dankten Bürgermeisterin Pfründer für den freundlichen Empfang.

Nächste Station der Besichtigung war die Erhaltungspflanzung im Gewann Wasen im nördlichen Neckarknie. Dort hat der AK die noch vorhandenen und nachgezüchteten Neckar-Schwarzpappeln angepflanzt. Sie sollen zusammen mit anderen Gehölzen der Aue zu einem Auwald heranwachsen. Inge Maass erläuterte das Projekt und die erfolgten Maßnahmen, welche in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung der EnBW erfolgten. Das Projekt ist nun bereits 20 Jahre alt und die Bäume haben schon eine stattliche Höhe von bis zu 10 Metern erreicht.

Insgesamt hat der AK im Einzugsbereich des Neckars rund 150 Altbäume dieser Wildart gefunden, erfasst und kartiert. Diese Altbäume hat er durch witterungsbeständige Schildchen markiert, welche dem für Naturdenkmale nachempfunden sind und die Aufschrift „Schwarzappel“ tragen (s. Foto). Diese Kennzeichnung soll mithelfen, die wertvollen Restbestände der gefährdeten Population langfristig zu erhalten. Unterstützt wird der AK dabei vom Kreisforstamt Heilbronn. So hat das Forstamt u. a. die Kooperation mit der Hochschule für Forstwissenschaften Rotenburg initiiert. Hierbei hat eine Studentin der Hochschule ihre Bachelorarbeit über das Auenwäldchen in Lauffen a. N. verfasst. Der Stiftungsrat der Stiftung des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg waren beeindruckt von dem vorgestellten Projekt und boten auch für die Zukunft eine Kooperation an. Mehr zum Projekt und den Hintergründen findet man unter dem Link: https://www.energie-klimaschutz.de/projekte/umweltprojekte/

Text: Conrad Fink