Lauffen erleben

Lauffen erleben

Historischer Stadtrundgang

Historischer Stadtrundgang

Der Historische Stadtrundgang lädt Sie ein, Lauffens historische Gebäude kennenzulernen. Einen Einblick in die Geschichte Lauffens sowie einen genauen Plan für den Historischen Stadtrundgang enthält auch die Broschüre „Spuren der Geschichte“, die Sie hier online bestellen können oder auch vor Ort in der Touristinfo im Bürgerbüro erhalten.

 

Auf dieser Seite erhalten Sie einen schnellen Überblick über die wichtigsten Lauffener Sehenswürdigkeiten. Beschreibungen zu den einzelnen Orten finden Sie unter der Karte.

 

Wenn Sie bereits in Lauffen sind und gerne einen Spaziergang durch Lauffen unternehmen möchten, klicken Sie bitte hier um zu unserem größtenteils mehrsprachigen (d/f/e) Rundgang zu gelangen.

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Die Rathausburg

Lauffener Rathausburg (Foto: B. Johl)
Lauffener Rathausburg (Foto: B. Johl)

Die Burg (1) wurde im 11. Jahrhundert durch die Grafen von Lauffen, die Popponen, als Erweiterung des früheren Herrensitzes auf dem Kirchberg als Wasserburg erbaut und später als Wohnung der Vögte und Oberamtsleute genutzt. Seit 1818 ist sie das Rathaus der Stadt. Die Lauffener Rathausburg besitzt den deutschlandweit einzigen erhaltenen salierzeitlichen Wohnturm. Er beherbergt seit 2006 ein Museum mit einer Ausstellung zum Alltag der Menschen in der Salierzeit, zur Lauffener Grafenburg im 11. Jahrhundert und zu den Grafen von Lauffen im Spiegel ihrer Zeit. Mehr Informationen hierzu finden Sie in der Broschüre „Die Grafen von Lauffen und Ihre Burg“. Vom Rathausgarten aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf Neckar und Regiswindiskirche.

Das Alte Heilbronner Tor

Altes Heilbronner Tor
Altes Heilbronner Tor

Das Alte Heilbronner Tor (2) mit seiner Gefängniszelle über dem Torbogen diente im Mittelalter als Tor nach Heilbronn. Nach dem Bau der Festungsanlagen im 18. Jahrhundert wurde es nicht mehr genutzt und schließlich 1772 durch das Neue Heilbronner Tor abgelöst. In der Nähe,

hinter dem Kindergarten, steht anstelle des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten ehemaligen „Oberen Schlosses“ heute ein Bau vom Beginn des

19. Jahrhunderts.

Die Alte Kelter

Alte Kelter
Alte Kelter

Die Alte Kelter (3) wurde im Jahre 1568 als erster Flügel einer Schlossanlage durch Herzog Christoph gebaut, nach dessen Tod aber nicht vollendet. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie als Magazin zur Lagerung der herzoglichen Naturaleinkünfte genutzt, dann – nach Erwerb durch die Gemeinde – als Stadtkelter. Heute befindet sie sich in Privatbesitz. Bemerkenswert sind die Holzkonstruktionen und die riesigen Kellerräume.

Das Neue Heilbronner Tor

Neues Heilbronner Tor
Neues Heilbronner Tor

Das Neue Heilbronner Tor (4) wurde 1772 im Zuge der neuen Chaussee von Besig­heim nach Heilbronn errichtet und löste somit das Alte Heilbronner Tor ab. Die Woh­nung über dem Tor erbaute der einstige Torwärter. Die Häuser seitlich sind in die fast 15 m dicke Stadtmauer eingelassen. Auf ihr sind ganze Gartenanlagen untergebracht.

Das Erkerhaus

Das Erkerhaus (5) ist einstattlicher Fachwerkbau aus dem Jahr 1651 mit anheimelnden Vorbauten. Schon im Jahre 1576 wurden hier zwei Gebäude genannt. Die Fachwerkstruktur lässt die Zusammenfügung noch erahnen.

Die Alte Neckarbrücke

Alte Neckarbrücke (Foto: Jürgen Reiner)
Alte Neckarbrücke (Foto: Jürgen Reiner)

Die Alte Neckarbrücke (6) wurde im Jahre 1474 erbaut und nach dem Einsturz 1529 im Jahre 1532 ein zweites Mal errichtet. Die Brücke war mit über 220 m Länge lange Zeit Württembergs längste Neckarbrücke. Durch ihre Lage an der Brücke waren „Stadt" und „Dorf" Lauffen während der Kriege im 16. bis 19. Jahr­hundert häufigen Durchmärschen, Plünderungen und Brandschatzungen ausgesetzt. Heute sind von ursprüng­lich elf Jochen der Brücke noch sechs erhalten.

Die Regiswindiskirche

Regiswindiskirche im Schnee
Regiswindiskirche im Schnee
Fenster Regiswindiskirche
Fenster Regiswindiskirche

Die Regiswindiskirche (7) wird als Martinskirche in Holzbauweise erstmals 741 /742 erwähnt. Den ersten kleinen Steinbau ließ Bischof Humbert von Würzburg zur Beisetzung der Gebeine der Ortsheiligen Regiswindis errichten. Von 1050 bis 1150 erfolgte der Neubau als mittel­romanische Kirche. Von 1227 bis 1300 wurde sie erneut wiederaufgebaut, dieses mal der Heiligen Regiswindis geweiht. Während sie im Mittelalter als Wallfahrtskirche diente, ist sie seit der Reformation evangelische Pfarrkirche. 

Im Jahre 1564 brannte die Kirche teilweise ab, der Chor blieb stehen. 1567 war die Wiederherstellung schon weit fort­geschritten. Der Chor der Kirche wurde noch im 17. Jahr­hundert als Begräbnisplatz für vornehme vorwiegend geistliche Personen benutzt.

Die Regiswindiskapelle

Regiswindiskapelle vom Kirchturm gesehen
Regiswindiskapelle vom Kirchturm gesehen

Die heutige Regiswindiskapelle (8) hieß einst St. Anna-Kapelle und steht im früheren Friedhof um die Kirche. Die Krypta diente ursprünglich als Beinhaus (Ossuarium). 1901 wurden die aufgeschichteten Gebeine ausgeräumt und bestattet. Mit der Versetzung des Steinsarkophags der Regiswindis vom Kirchhof in die Kapelle (März 1882) bürgerte sich die Bezeichnung „Regiswindiskapelle" ein. Weiterführende Informationen zur Regiswindislegende finden Sie hier

Die Alte Ölmühle

Die Alte Ölmühle (9),im Jahre 1757 errichtet, ist die letzte an der Zaber stehende Mühle. Gegen­über sind Reste der Umfassungsmauer des Klosterareals sichtbar. Das Prämonstratenserinnen-Kloster wurde 1553 aufgelöst, der umfangreiche Grund­besitz blieb jedoch als wirt­schaftliche Einheit bestehen. Großvater und Vater des Dichters Hölderlin waren im 18. Jahrhundert hier herzogliche Klostergutsverwalter. 

Das Museum im Klosterhof

Museum im Klosterhof (Foto: C. Fy)
Museum im Klosterhof (Foto: C. Fy)

Das Museum im Klosterhof (10), eine ehemalige Klosterkirche, wurde 1923 aus Trümmern wieder aufgebaut. Diese diente u. a. als Turnhalle, Versammlungsraum, Stadthalle und Lagerschuppen. Von 1954 bis 1984 war das Gebäude Kirche der kath. Kirchengemeinde. Seither beher­bergt es das Museum der Stadt Lauffen, in dem regelmäßig attraktive Veranstaltungen stattfinden. Außerdem wurde ein Hölderlinzimmer eingerichtet (weitere Informationen zum Museum finden Sie hier).

Das Hölderlin-Denkmal

Hölderlin-Denkmal
Hölderlin-Denkmal

Hölderlin-Denkmal (11)
An der Stelle des westlichen Teils des heutigen Seniorenzentrums stand das Amtshaus des Klosterhofmeisters, das bis zu seinem Abriss 1918 als Geburtshaus von Friedrich Hölderlin, einem der ganz großen deutschen Dichter, gegolten hatte.

Den Eingang zierte bis dahin das bronzierte Zink-Relief mit Hölderlins Büste, das später in der Gedenkstätte im Garten angebracht wurde über vier Gedichtzeilen aus „Der Wanderer", in denen Hölderlin die reich gesegnete Landschaft seiner Heimatregion beschreibt: 

"Seliges Land! Kein Hügel in dir wächst ohne den Weinstock,
Nieder ins schwellende Gras regnet im Herbste das Obst.

Fröhlich baden im Strome den Fuß die glühenden Berge,
Kränze von Zweigen und Moos kühlen ihr sonniges Haupt."

 

Mehr Information zu Friedrich Hölderlin finden Sie in unserer Broschüre „Rund um Hölderlin“ (zur Bestellung) oder hier auf unserer Website.

Der römische Gutshof

Weinausschank Römischer Gutshof
Weinausschank Römischer Gutshof

Der Römische Gutshof (12) ist zu Fuß von Lauffen aus zu erreichen, indem man die Stadt rechts des Neckars in südlicher Richtung verlässt. Über die nahe Weinbergstraße kommt man in die Hanglage rechts des Neckars zwischen Lauffen und Neckarwestheim. Nach ungefähr 1,3 km erreicht man die Gutsanlage. Mit dem Auto ist die Anlage von Lauffen über die Bundesstraße 27 auf der Landstraße L 1005 (Ilsfelder Straße) in Richtung Ilsfeld zu erreichen. Nach ca. 1,9 km ist rechts der Straße ein Parkplatz (ausgeschildert), von dort erreicht man nach ungefähr 300 m zu Fuß den römischen Gutshof. Weitere Auskünfte erhalten Sie in der Broschüre „Römischer Gutshof Lauffen am Neckar“ und hier auf unserer Website.

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