Burgmuseum

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Die Grafen von Lauffen im Spiegel ihrer Zeit

Die Grafen von Lauffen

Burgmuseum GrafWoher die mächtige Familie ursprünglich stammte, lässt sich bislang nicht klären. Verbindungen zu den schon in fränkischer Zeit fassbaren Babenbergern sind nicht unwahrscheinlich. Beide Familien werden aufgrund ihres Leitnamens „Popponen" genannt. Da Familiennamen zur Salierzeit noch nicht existierten, ist die Zuordnung einer Person oft schwierig. Die ersten sicheren Nennungen erfolgen ab 1011 mit Graf „Bobbo", der u.a. als Schlichter in einem Rechtsstreit zwischen dem Bistum Worms und Kloster Lorsch auftritt. Das bedeutendste Familienmitglied war vermutlich Erzbischof Bruno von Trier (1102 - 1124), der auch das Hauskloster „Wigoldesberg" bei Odenheim gründete.

 

Um 1218/19 verstarb der letzte männliche Spross der Lauffener Grafen, deren Wappen bis Anfang 2017 noch dem Landkreis Heilbronn als Kreiswappen diente.  

Bewaffnung im 11. Jahrhundert

Die Ausrüstung eines salierzeitlichen „Ritters", also eines berittenen Kämpfers, hat mit der, die ein Götz v. Berlichingen

500 Jahre später trug, nur wenig zu tun. Der Leib wurde von

einem knielangen Kettenhemd geschützt, dessen Anfertigung ungeheuer aufwändig war. Den Kopf bedeckte ein konischer Helm mit Nasenschutz und die kapuzenartige „Brünne". Die Schilde besaßen Tropfenform, Lanzen waren speerartig und konnten auch geworfen werden, Schwerter waren vom „fränkischen" Typ. Das Fußvolk war außerdem mit Äxten, Bögen und Armbrüsten ausgestattet. 

Herrschaftliches Wohnen

Gerade zur Salierzeit lassen sich anhand von Funden große Unterschiede im Lebensstandard zwischen dem Adel und der restlichen Bevölkerung feststellen. Auf den Burgen des Hochadels existierten bereits Kachelöfen und man findet neuerdings sogar immer mehr Hinweise auf fußbodenbeheizte Räume (evtl. Bäder) nach dem Prinzip des römischen Hypokaustums. Schachfiguren und Würfel zeugen von Betätigungen in der Freizeit und auch Luxusgüter wie Glas,

feine Textilien und Schmuck waren in Gebrauch. Als Tafelgeschirr wurde rotbemalte, gelbtonige Keramik, wie die aus dem Kölner Raum importierte „Pingsdorfer Ware", verwendet.  

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